Freiheit – eine Utopie? – 1 –

Vielleicht sollte man den Versuch einer Definition für „Freiheit“ erst garnicht riskieren. Allerdings: Solange ich zurückdenken kann, wird das öffentliche Bewusstsein mit diesem Begriff befrachtet. Es gibt kaum eine mir bekannte Persönlichkeit, die das Wort „Freiheit“ nicht schon öffentlich benutzt hätte, und es gibt kaum einen von mir wahrgenommenen Auftritt, der nicht nach Missbrauch von „Freiheit“ schmeckte.
 
Gedankenlos, oder in Rosstäuscher-Manier? Unintelligent, hintertrieben oder idealistisch? Ich denke, dies sind schon zutreffende Attribute für verbale Missetaten. Jeder, der das Wort Freiheit im Munde führt, setzt es beliebig ein, so also, wie es ihm zum konkreten Fall genehm ist. Freiheit verkommt zur Propaganda.
 
Ich meine, Freiheit muss gewährt, und dann gelebt werden. Wer von der Freiheit des eigenen Gemeinwesens redet, ist verdächtig, und wer viel darüber redet, ein fast überführter Übeltäter.
 
Man gewöhnt sich jedoch an diesen Sprachgebrauch und an die mit der unredlichen Verwendung  solcher Begriffen einhergehenden Entwertung, so, wie man sich an ungesunde Ernährung gewöhnen kann. Wenn – ja wenn da nicht gleichzeitig der Wunsch des Menschen wäre, frei zu sein – was immer er darunter verstehen mag.
 
Immerhin ist die Auffassung geläufig, dass frei sei, wer nicht eingesperrt ist. Diese Knastlogik ist trivial, und wie alles Triviale auch wahr, sie verdient allerdings keine weitere Beachtung.
Also anders: Wirklich frei ist der Mensch bekanntlich nur in einer Anarchie. Das bedeutet dann,  frei zu sein in rechtlicher, politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht. Ja, das wäre es fast gewesen – gäbe es nicht den Menschen selbst, mit seinen genetisch bedingten Veranlagungen, die ihm ein Sozialverhalten aufzwingen, das seine Freiheit und die der jeweils anderen Sippenmitglieder beschränkt.
 
Ich vertrete die Auffassung, dass die Unfreiheit des Menschen in ihm selbst beginnt; sein erster Käfig heisst Egoismus. Diese animalische Veranlagung hat er kraft seines Verstands und mangels Vernunft weit über das Niveau jener Kreaturen gesteigert, die er Bestien nennt.
 
Dieses offenkundige Defizit des Menschseins soll Ausgangspunkt für die Frage sein, was nach seinem eigenen Verständnis den Menschen eigentlich unfrei macht. Vorausgeschickt: Alle Versuche, einen besseren Menschen zu formen, sind bisher gescheitert, nicht wahr? Wir werden dieses Ziel niemals erreichen, weshalb der „bessere Mensch“ nie Ziel sein kann.
 
Wohl aber haben wir es in der Hand, die gesellschaftlichen Masstäbe und deren Anwendung zu optimieren. Dies ist die Aufgabe jener, die von den Bürgern zur Wahrnehmung ihrer Interessen beauftragt werden. Daran ändert auch die Tatsache nicht, dass der moderne Politiker Politur meint, wenn er Politik sagt.
 
Konstruktive Kritik darf also nicht am Individuum, sie muss am System geübt werden. Seine Aufgabe ist die Sozialisation des Individuums, sein Werkzeug eine allgemein gültige Werteordnung, konkretes Ergebnis die höchstmögliche Hemmschwelle gegen das Ausleben des Egoismus.
 
Was also macht den Menschen unfrei ? Es sind z. B.

Armut
Ideologien und Doktrine      
pseudo-religiöse Zwänge      
wirtschaftliche Abhängigkeiten      
staatliche Gewalt (Legislative, Judikative und Exekutive)
 
Man schaue sich diese kleine Auswahl und anschliessend die Situation der Menschen in Nord-Korea an. Fünf Fragen, fünf Antworten mit „Trifft zu!“. Daraus leitet die „freie Welt“ in kaum zu überbietender Arroganz ab, das dortige Regime mache seine Bürger unfrei und stünde dabei im Gegensatz zur westlichen Welt. Grundsätzlich ist diese Feststellung sogar korrekt. Aber schauen wir uns Deutschland genauer an.

Wachsende Armut zwingt zur Einrichtung von Suppenküchen      
Ausländer, Penner und Linke werden verfolgt      
Homosexuelle werden verachtet und benachteiligt      
Die katholische Kirche handhabt Heiratsverbote      
Menschen werden zwecks Gewinnmaximierung aus dem Arbeitsverhältnis entfernt      
Kranke, Autofahrer und andere Gruppen werden aus dem gleichen Grund ausgeplündert      
Politiker belügen und betrügen den Bürger      
Polizisten prügeln Demonstranten, die nicht auf einem Atomendlager wohnen wollen      
Das Rechtssystem leidet über Gebühr unter der Diskrepanz von Recht und Gerechtigkeit      
und es wird zudem beliebig angewandt.
 
Ich gestatte mir die polemische Darstellung ausschliesslich zur Verdeutlichung: Für die eigene Gesellschaft wird geltend gemacht, sie sei frei. Sie ist es jedoch nicht, wenngleich anders unfrei als in Diktaturen, und sie kann es auch nicht sein.
 
Annähernd frei ist der Mensch nur im Chaos einer Anarchie. Die Menschen fordern jedoch ein wohlorganisiertes, soziales Gemeinwesen, das mit einem minimalen Regulierungsmechanismus alle wesentlichen Voraussetzung für ein gesichertes Leben in der Gemeinschaft gewährleistet. Die damit verbundenen Einschränkungen der persönlichen Freiheit werden akzeptiert, sie sind der Preis für die Sicherheit. Zur Sicherstellung dieser Interessen  wählen sie Regierungen, und ihre eigenen Vertreter in die Parlamente. Und sie müssen erleben, dass Regierende nicht regieren, sondern mit Interessen-gruppen kopulieren, Machtkartelle bilden und damit die Freiheit des Einzelnen wie des ganzen Volks gefährden, einengen oder gar eliminieren.
 
Anders: Eine Gesellschaft, die ihre Alten wegsperrt, produziert für die Betroffenen Unfreiheit. Wenn sie sich zudem erlaubt, 30 Prozent ihrer Bürger an der Armutsgrenze leben zu lassen, erhöht die Unfreiheit. Mit echten 8% Arbeitslosen und dem Ausländeranteil sind die Nicht-Freien rasch mit 50 Prozent beziffert. Ist Deutschland nun ein freies Land?
 
Ich sage ja – für die andere Hälfte der hier lebenden Menschen. Möge jeder für sich entscheiden, ob er Freiheit fühlt, oder nicht.
 
Fehlleistungen haben Folgewirkungen. Der Bürger nimmt nationale Defizite auf seine Weise wahr, und zieht auf seine Weise daraus Lehren. Diesen ist stets die Verweigerung gemeinsam, und das schliesst Pseudo-Werte wie Heimat, Volk und Staat mit ein. Konkrete Folgen sind soziale Erschütterungen jeglicher Art. Sie entstehen im Bewusstsein, dass die eigene Gesellschaft nichts taugt, dass demzufolge die Achtung von Werten und Normen dieser Gesellschaft nutzlose Einschränkung bedeutet. Teile der Bevöl-kerung gleiten ab in die Kriminalität, in Vandalismus, Randalierertum, Sektierertum, in idealistisch überhöhte Ideologien, politische Polarisierung etc.
 
Unterdessen reklamieren die Regierenden die Beachtung einer „freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ und schreiben sich „Freiheit“ auf ihre Fahnen. Es gibt kaum eine krassere Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Und kaum ein Verantwortlicher scheint dies wahrnehmen zu wollen.
 
Dies alles lässt sich auch kurz und sehr treffend reduzieren und auf einen für den Bürger praktikablen Punkt bringen, mit dem Götz-Zitat nämlich. Und genau das geschieht, in Zeiten des gesellschaftlichen Wandels zum Negativen öfter, und deutlicher denn je.

Politik – was ist das?

Verfassung der Vereinigten Staaten – in operation seit 1789

Dies ist eine recht dürftige Beschreibung einer Sache, die – mit menschlichem Masstab gemessen – komplexer nicht sein kann. menschen, Moral und Gesetz sind auf eine Weise miteinander verwoben, die der Mensch mit seinen Mitteln, mit Verstand und Vernunft nicht beherrschen kann. Längeres Nachdenken ergab, dass selbst Fachkräfte, etwa Politikwissenschaftler bei dem Versuch scheitern, politische Realität zu begreifen und in sicheres Fahrwasser zu steuern.

Vielleicht sollte man sich abgewöhnen, über die Inkompetenz selbsternannter Berufspolitiker zu räsonieren. Sie sind unfähig, und basta. Man darf sich jedoch darüber erregen, wenn sie grosspurig auftreten, wenn sie lügen und betrügen. Genug davon.

Im folgenden habe ich ein Mini-Mosaik angefertigt, indem ich einige wenige Teilchen zusammengefügt habe. Das geschah mit einigem Vergnügen, bis ich erkannte: Es ist wie der Versuch, mit 3 Bettlaken die Autobahm Hamburg > Basel zu verpacken. Da passt nichts!Dennoch werfe ich das Ergebnis meiner Bemühung nicht in den Papierkorb. Zitate berühmter Geister sind schliesslich Kulturgut. Und wer aufmersam liest, sieht vielleicht auch einen roten Faden, der die Zitate miteinander verbindet.

Ich definiere: Gezeigt wird, was Politik auch ist.

Auf Verknüpfungen habe ich verzichtet, denn es entstünde ein Netz, durch dessen Maschen selbst Blauwale mühelos entkommen könnten.

Wiki:

Politik bezeichnet die Regelung der Angelegenheiten eines Gemeinwesens durch verbindliche Entscheidungen.

Otto von Bismarck. 1815 bis 1898:

Die Politik ist keine Wissenschaft, wie viele der Herren Professoren sich einbilden, sondern eine Kunst.

Ron Kritzfeld, Aphoristiker, geb. 1921:  

Parteibuch: politischer Katechismus, begründet in dem Glauben an die Wirksamkeit von Beziehungen, festigt die Hoffnung auf ein sicheres Fortkommen und stärkt die Liebe zu wohldotierten Ämtern.

George Bernard Shaw, irischer Dramatiker, 1856 bis 1950:

Die Politik ist das Paradies zungenfertiger Schwätzer.

Friedrich Dürrenmatt, Schweizer Schriftsteller, 1921 bis 1990:

In Russland wird das Volk durch die Partei verdummt, in den Vereinigten Staaten durch die Television.

Stanislaw Jerzy Lec, polnischer Lyriker, 1909 bis 1966:

Autoverkäufer verkaufen Autos, Versicherungsvertreter Versicherungen. Und Volksvertreter?

Dieter Hildebrandt, Kabarettist, 1927 bis 2013:

Die Öffentlich-Rechtlichen machen sich in jede Hose, die man ihnen hinhält, und die Privaten senden das, was drin ist.

Tendenz absteigend

Vorbemerkung:
10 Topmanager werden für das hoch bezahlt, was 5 billiger tun könnten, wenn sie nur zu dritt wären und davon 2 krank.

Hauptsache:
Die Kapitalgesellschaften, in der Hauptsache die AG’s haben sich als Gift für die Volkswirtschaften erwiesen. Handlungsgrundsätze der Vorstände sind: Rücksichtslos Profit machen, abkassieren und „Nach mir die Sintflut!“ verinnerlichen.

Klage-Gegenstand:
China weiss, dass seine wirtschaftliche Prosperität seine Wurzeln komplett im Westen hat. Einen Teil hat man gestohlen, den anderen Teil haben westliche Unternehmen mit der Gründung von Tochterunternehmen freiwillig an China ausgeliefert. Man praktiziert das Prinzip „Profit um jeden Preis“.

Zwischenbemerkung:
Weder in der Politik noch in der Wirtschaft hat man ein Bewusstsein
für den volkswirtschaftlichen Wert des technischen Knowhow’s entwickelt. Das ist schlimmer als dumm.

Folgen:
Der Ausverkauf des Knowhows wird weiter fortgesetzt. Nun muss man wissen, dass chinesische Manager um Klassen besser sind als deutsche. Sie denken und handeln gewissenlos, konsequent und vor allen nachhaltig.

Zwischenbemerkung:
China greift die westliche Welt geschickt, weil für unqualifiziertes Personal unbemerkt, auf allen Fronten an. Ihre Projekte sind ungezählt. Alle folgen einem Ziel: Imperialismus pur.
Gibt es ein Gegensteuern durch den Imperialisten zwo, die USA?
Die Chinesen sind bereits vor Ort.

Fazit für DE:
DE war bisher die innovative Kraft für die westliche Ökonomie, inkl. USA. DE hat gedacht, USA hat gemacht. Damit liesse sich Geld verdienen. Nun verkommt das Bildungssystem, ist als unterdurchschnittlich zu bezeichnen. Das schlägt auf die Leistungsfähigkeit durch. Andere Nationen werden ihren Rückstand aufarbeiten und DE wird in die Bedeutungslosigkeit versenkt. Es fehlt eine werterhaltende Bindung zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Die Dramatik wird unerträglich, da die „Digitalisierung der Arbeitswelt“ den Verlust von Arbeitsplätzen zwischen 25 und 50% nach sich ziehen wird, was bedeutet, dass der Finanzbedarf für Soziales deutlich steigen wird.

Vermutlich wird man nach „dem Chinesen“ rufen. Und dann? Ich lasse es Goethe sagen:
Ach, da kommt der Meister!
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister
werd ich nun nicht los.

Quer argumentiert

Budapest – Parlament

Nicht mehr zu deuten weiß ich der Winde Stand,
Denn bald von dorther wälzt sich die Wog‘ heran,
   Und bald von dort, und wir inmitten
  Treiben dahin, wie das Schiff uns fortreißt
(Alkaios 630 – 580 v. Chr.)
 

Eine schöne Metapher, die Alkaios im ägyptischen
Exil schrieb, nachdem er sich mit der Obrigkeit
seiner Heimat Lesbos angelegt hatte.
 
Zweifelsohne fühlt der Mensch unserer Zeit
die gleiche Verunsicherung, wenn er
mutig über die global vernetzte Politik
nachdenkt.
 
Jean-Jacques Rousseau (1712 – 1778), Genfer Schriftsteller
und Philosoph formulierte weniger poetisch:
 
Nichts ist gefährlicher als der Einfluß der Privatinteressen
auf die öffentlichen Angelegenheiten; und der Mißbrauch
der Gesetze von Seiten der Regierung ist ein geringeres Übel
als die Verderbtheit des Gesetzgebers, welche die
unausbleibliche Folge einer Berücksichtigung
der Privatabsichten ist.
 
 Wolfgang (WoKo) Kownatka (*1938), ein Aphoristiker
meint milde gestimmt dazu:
 
Unsere Politik krankt derzeit nicht an fehlenden
Worten, sondern an einem Mangel
zukunftsorientierter Entscheidungen
und entsprechendem Handeln.
 
Und dann kommt Frau Süssmuth (CDU) daher und
referiert:
 
Politik ähnelt der Arbeit in der Familie:
Es wird viel erwartet, wenig anerkannt
und das meiste bleibt unsichtbar.
 
Think positive!, sagt Henry Schaffner (*1949),
ein Kleinunternehmer, und
 
Lieber ein wahrhaftiger, demokratischer Sozialist,
als ein mangelhafter, sozialistischer Demokrat.
 
In toto Kurt Tucholsky (Freitod 1935):
 
Entspanne dich.
Laß das Steuer los.
Trudele durch die Welt.
Sie ist so schön: gib dich ihr hin,
und sie wird sich dir geben.

Tod

Ich habe es wirklich nicht gewusst, dennoch ist
es wahr. Man kann tot sein, oder – etwas
attraktiver – ein bißchen tot. Auch ein bißchen viel,
aber nicht ganz tot.
Die Feststellung, dass die Mehrheit der Deutschen sich
just in letzterem Zustand befindet, ist wirklich
nicht prickelnd. Es ist der politische Status des
Wohlstandsbürgers, der heute mit Mutti ins
Bett geht und ein Kind zeugt, aber nicht 18 Jahre
darüber weiterdenken mag, wie sein Nachkomme sich
in der realen Welt behaupten muss.
 
Es werden intellektuelle Krüppel gezüchtet.
 
Oooooh, Vorsicht! Nicht die Eltern versündigen sich.
Dieser Tadel kommt dem politischen System zu,
das den Materialismus predigt und den Sozialismus
per sozialer Marktwirtschaft als Schwindeletikett
den Bürgern verkauft.
 
Und die Bürger?
Ich habe versucht, Texte in meinem Blog zu bringen,
die schon beinahe eklig empfunden werden müßten.
Es interessiert keine Sau.
Ich werde noch nicht mal beschimpft.
Das ist mehr als enttäuschend.
Ich nenne das ein bißchen viel, aber nicht ganz tot.
 
Warum schreibe ich weiter?
Es gibt zwei Gründe.
Erstens ist es ein Mittel zur Bekämpfung
der Langeweile.
Zweitens ist’s ein Mittel gegen den Brain fog.
 
Verteile ich hier Schulnoten?
Sieht so aus. Ich entschuldige mich dafür.
Steht mir wirklich nicht zu.
 
Bemerkst Du, wie hinterhältig ich bin?

Zukunft

Die Unfähigkeit der Polit-Laien auf den
Regierungsbänken der vergangenen
Jahrzehnte, für ein soziales Gleichgewicht
in unserem Gemeinwesen Sorge zu tragen,
veranlasst mich zu folgender Prognose: 

Zum Wie und Wann wage ich keine
Vorhersage.
Aber ich fürchte eine rechtspopulistische
Diktatur.

„Deutschland geht es gut!“

Michael Hüther ist Direktor des Instituts der deutschen
Wirtschaft in Köln. Er steht beispielhaft für eine Mehrheit
von Wirtschaftsfachleuten und Politikern, die sich
derzeit über die – wie mir scheint – unbedacht geäusserten
Gedanken des Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert so sehr
erregen.
 
Die Kritiker beweisen ihre ideologische Verbretterung;
erstaunlich, wie intelligente Menschen mit richtig
fetten Planken vor dem Hirn öffentlich agieren.
 
In der Causa Kühnert akzeptieren sie, und vergleichen sie
den gescheiterten Kommunismus sowjetischer Prägung
mit dem heute vorherrschenden Neoliberalismus.
Offenbar sind sie intellektuell nicht befähigt,
sich ein System vorzustellen, das irgendwo dazwischen
liegt und wenigstens die Grundbedürfnisse der Bürger
zu bedienen in der Lage wäre.
 
Unsere Repräsentanten scheinen mehrheitlich
bräsige, bratzige alte Männer zu sein, denen man
jegliche Flexibilität im Denken wie im Handeln
absprechen muss.
Neuerdings tragen sie einen neuen Heilsbringer,
die Digitalisierung wie eine Monstranz vor sich her.
Und sie wissen nicht, was ich weiss:
Konsequente Digitalisierung bewirkt eine
Industrie-Revolution mit Folgen, die auch
durch die Bundesagentur für Arbeit nicht mehr
schön-gerechnet werden kann.
 
Die Politikverantwortlichen denken ziemlich genau bis
zu ihrem Brett vor dem Hirn – nicht weiter.
Heute über die Zukunft der Nation nachdenken?
Nööö. Das hat Zeit. Mit mir nicht. Darum soll
sich die nächste Generation bemühen.
 
Schreckgespenst:
 
10 Mio. Arbeitslose
Hartz 4 bei 1000 oiro
macht 10 Milliarden pro Monat
also 120 Milliarden oiro per annnum.
 
Die Belastung der Arbeitnehmer wird steigen, die der
Unternehmen nicht.
Genauso funktioniert das System heute.
 
Jetzt, liebes Deutschland, darfst Du weiterschlafen.