Ein Blick in Ovid’s Welt

Von Claude Lorrain – The Bridgeman Art Library, Objekt 74141, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=154070


Galateia und Akis

Unsichtbare Kräfte formen Wasser.
Eine Woge entsteht zu Poseidons Ehre
und zu der Nereiden Vergnügen.
 
Das Spiel der Nymphen endet,
als die Woge auf Land trifft
und aufschäumend im Sand endet
 
Galateia, die milchweisse Nymphe
widmet sich wieder der Liebe.
Wer solls sein, heute nacht?
 
Polyphem, der Kyklop, einäugig und gewaltig
erschlägt Akis, den schönen Hirtenknaben.
Galateia weint um Akis. Polyphem bleibt allein.

Ein langes Ende – kurz gefasst

Ich will nichts.
Oder ich will alles.
Aber das will ich.
Habe das da nicht gewollt.

Gut, gut.
Ich will nur Glück.
Ein wenig davon.
Aber ein wenig viel.

Zufrieden?
Zu albern.
Zuschauen?
Eine Zumutung.

Was tun?
Täter werden?
Tatenlos zuschauen.
Habe nichts getan!

Man macht.
Macher sind gut!
Machen die nichts,
die an der Macht?

Macht?
Danke!
Sauber bleiben.
Bleibe kleines Licht.

Armselig.
Leutselig.
Unselig.
Selig sind die Dummen.

Macht macht.
Kriegt Krieg.
Finger fingern
mit List und Hinterlist.

Alles für Dich.
Für Euch das Beste.
Kann nichts dafür.
Eher nichts für alle.

Das Beste ansagen,
das Gute nicht sehen.
Alles normal –
schlecht gelaufen.

Hinschauen –
wegsehen.
Heisse Luft
wärmt nur für den Moment.

Ich bin.
Kleine Welt,
meine Welt.
Für Euch: Kein Platz.

Ehrlich gesagt:
Ergötzlich,
und nützlich,
der Götz.

Guter Gedanke
macht froh.
Ihn leben
macht frei.