69 – Motto

Meine oberste Lebensregel
als Basis für mein Denken und Handeln:

Hauptsache,
gut gegessen und getrunken.
Nichts geschafft –
habe ich ganz schnell.

Ich habe darüber nachgedacht, und stimme mir nun ohne
Einschränkung zu.

68 – Mensch

Ein Experiment:

Ein stinknormales Ehepaar kriegt ein Kind. Die drei nehmen eine angemessen ausgestattete Wohnung in einer riesigen Käseglocke.
Dort leben schon 50 andere Leute. Alle haben denselben Auftrag: Kümmert Euch nicht um andere. Kommunziert, aber mischt Euch nirgendwo ein. Einfluss auf andere Personen ist absolut verboten.

Das Neugeborene gedeiht so vor sich hin. Das Verbot verhindert, dass die Eltern die üblichen Fehler bei der Erziehung ihrer Kinder machen.
Versorgen und Kuscheln sind erlaubt – mehr nicht.
Wenn das Kind 18 geworden ist, entfällt auch die Versorgung. Es hat sich so entwickelt, wie die Natur dies regelt.

Frage: Was für eine Sorte Mensch ist entstanden? Löwe oder Lamm?

Antwort: Keine Ahnung. Ich weiss nur, was den Menschen verdirbt.
Wenn ich das ausschalte, muss eine andere Kraft den Menschen prägen. Was kommt dabei raus, wenn die negativen Einflüsse fehlen?
Ein Monster?

Lassen wir es raus aus der Käseglocke, in die reale Welt! Armes Menschlein! Ein Lamm landet mitten im hungrigen Löwenrudel? Oder doch umgekehrt?

Nur wer hier eine beweisbare Antwort bereit hat, ist ein Menschenkenner.

67 – Wasserleichen

Britain ist für lustige Anekdoten immer gut. Neues Beispiel:

Sie will die Zuwanderung stoppen. Massnahmen:

  1. Asyl muss beantragt werden. Das zuständige Amt findet sich in Uganda. Lachste noch nicht?
  2. Seenotrettung wird bestraft. Jetzt aber?
  3. Wert die Rettung Schiffbrüchiger unterstützt, wird bestraft. Gut, nicht wahr?

4.Die Profis vom Rettungsdienst betteln nun um eine Ausnahmeregelung, damit sie ihrem Job nachgehen können. Andernfall müssten sie zusehen, wie dort draussen einer ersäuft. Die Leiche dürften sie anlanden.

Das ist Priti Patel, die britische Innenministerin.
Sie kommt aus einer Familie indischer Zuwanderer in Uganda, die in den frühen 1970-er Jahren bei der Massenausweisung aller Asiaten durch Ugandas Diktator Idi Amin Zuflucht in England fand.

Diese Trulla hat vom internationalen Seerecht noch nicht allzu vie mitbekommen. Wenn irgendwann doch, so folgt sie ihrem Meister. „Gilt nicht für Britain!“

66 – Trash

Britain, confound you!

Die britische Regierung hat der EU wieder einmal ein Ultimatum gesetzt. Binnen zwei Wochen soll Brüssel das Nordirland-Problem lösen. Nun ist dies a. tatsächlich ein heikles Problem, und b. ein internes der UK.

Was ist der Zweck solcher Unverschämtheiten? Was schon. Man will der eigenen Bevölkerung Stärke im Umgang mit der EU beweisen; in Britain legen die Gockel Eier ohne Inhalt, ein biologisches Wunder!

Da steht nun aber das Ultimatum im Raum, auch das Ausland berichtet darüber (nicht so Deutschland), und Boris Johnson droht mit Strafmassnahmen. Welchen? Sagt er nicht, aber wir wissen es. Er möchte die leeren Eier pellen und mit dem Inhalt nach Deutschen werfen.

Immerhin hat man in Berlin keine Angst vor britischen Sanktionen. Der Grund? Die kriegen solche Feinheiten der Londoner Diplomatie erst garnicht mit.

Aber es trifft sie empfindlich, wenn die georderte Tweed-Mütze nicht geliefert wird, obwohl der nächste Winter bestimmt kommt. Diese verfluchte Supplie chain!

Nebenbei:
Mit Genugtuung notiere ich, dass UK nicht Fussball-Europameister ist.
Britain will nicht zu Europa gehören, also haben sie in diesem Wettbewerb nichts verloren.

65 – Stolz

Neulich nachmittags hatte ich mit meinem Blog ein interessantes Ergebnis:

Aufrufe = 0
Besyucher = 0
Likes = 0
Kommentare = 0
Follower = minus 2

Das Signal dieses Zustands lautet:

„Mach Deinen Laden endlich dicht!“

Ich morse zurück:

„Ich denke garnicht dran!“

Die Klarheit meiner Gedanken überlagerte das tiefe Gefühl endloser Einsamkeit, und ich wünschte mir einen nächtlichen Himmel ganz ohne Sterne ….. Verflucht! Gegen Abend tauchten dann doch ein paar Besucher auf und verdarben mir das schöne, klare Bild. Ich schaute aus dem Fenster und hoffnungsvoll nach oben. Ein halber Mond und reichlich Twinkelei unzähliger Stars, des étoiles, stelle und Sterne
liessen die Sehnsucht nach dem absoluten Nichts zerfallen wie den Glauben an die unbefleckte Empfängnis der Maria. Und ich sehe sie, die vier Reiter der Apokalypse, und der vierte, jener auf dem klapperigen Gaul nähert sich mir bedrohlich – und es ward Licht, in meinem Kopf.
Drei Betablocker mit Bisoprolol und eine halbe Flasche Gin, das ist ein wenig üppig.

Ich sehe noch die knochigen Hintern von Reiter und Pferd. Sie sind vorbei geritten, ohne mich zu sehen. Auch dieser Besucher hat mich ignoriert. Ich gestehe: Das schmerzt! Diesmal schon.

64 – China

Ergänzend zu 63 ikst anzumerken, dass China auf vielfältige Weise in Europa andocken will.

Man benutzt dazu die Kultur-Welt als Trojanisches Pferd. Beispiel: Die Konfuzius-Institute. China hat sie weltweit installiert. In Deutschland gibt es 19 davon. Sie sollen angeblich die Chinesische Kultur im Ausland fördern usw. Sie arbeiten in Projekten deutscher Uni’s mit, eine Zusammenarbeit, von der nur China profitiert.

China’s Einfluss auf Australien (wirtschaftlich mit ca. 30% beziffert) ist schon fast legendär. Die Aussies haben allerdings genug vom chinesischen Diktat und liegen mit der Grossmacht in einem Handelskrieg.

Witzig. Eine Hure rebelliert gegen ihren Zuhälter! Das hat zu allen Zeiten zu Beulen, Blutergüssen und Veilchen um die Augen geführt. Freigekommen ist noch keine, wenn der Lude nicht wollte.

Der Kretin EU ist auf dem besten Weg, den Aussies zu folgen. Erst mal hinein in die Krise, dann Rassismus entwickeln gegen alle mit Schlitzaugen, und am Ende Mersser und Gabel verbieten und die Gulaschsuppe mit Stäbchen essen.

Schade, dass ich dann tot bin. Ich möchte sooo gerne das verblödete Bürgertum leiden sehen! Der Businessplan des Kretins:

Heute pennen.
Null Erkennen.
Gackern wie Hennen.
Planlos umher rennen.
Aber morgen brennen
Und am Ende flennen.

Pro Parlamentarier kostet uns das rund 45.000 oiro im Monat. Ich gehe jetzt in den Keller und weine ein wenig.

63 – Ungarn

Die Hure Ungarn hat sich einen Zuhälter gesucht, und einen gefunden. Er heisst VR China. Gemeinsam wird man sich über den Kretin hermachen, der als EU bekannt ist. Eine Metapher? Nein.

China hat alles, was dort an Knowhow verfügbar ist, weltweit geklaut.
Im modernen China ist die Kreativität verloren gegangen, und ohne fremde Hilfe kriegen die nicht mal ein Streichholz angezündet. Seltsam, dass sie so erfolgreich beim Stehlen sind.

Nun haben sie mit der Hure einen Vertrag in Arbeit, der die Gründung einer chinesischen Universität in Ungarn zum Gegenstand hat. Damit hat China nun einen Fuss im akademischen Netzwerk Europas. Man kann sich in der Zukunft holen, was gefällt. Der Kretin liegt im Dämmerzustand, und der Zuhälter ist mit dem Diebesgut längst auf dem Markt.

Pikant: Die China-Uni wird von Chinesen hochgezogen, aber von Ungarn bezahlt. Da die Hure aber am Tropf des Kretins hängt, bezahlt letztlich der Kretin EU das chinesische Tor zum Klauen von Knowhow der westlichen Welt. Und:

Sollte der Kretin erwachen und den Geldbeutel schliessen, dann lässt man sich vom Zuhälter finanzieren.

Schlau, die Hure, nicht wahr?

62 – Lorry

Regale in Supermärkten bleiben leer, Läger füllen sich. Etwas läuft schief. Die Wirtschaft weiss, was den Warenfluss behindert: Zu wenig Lorry driver, weil Ausländer nicht mehr fahren dürfen. Folgerichtig schlägt man vor, den Job attraktiver zu machen. Kürzere Fahrzeiten, mehr Lohn, Frauen fahren lassen usw.

Die Regierung berät sich und findet einen anderen Weg. Die LKW-Fahrer müssen länger arbeiten. Mehr gibt’s nicht.

Die Welt weiss, was extreme Fahrzeiten mit sich bringen. Die Butter landet nicht im Regal eines Markts, sondern im Stzrassengraben. Aber das ist der Regierung egal. Hauptsache, sie hat wieder eine Arbeitsschutzmassnahme in die Tonne getreten.

Und nun rate mal, in welchem Staat das so läuft!

61 – Schnecklich!

Ich nenne sie Penthesilea, die Amazone, kurz: P. Sie hat jahrelang Kampfsport gemacht, im wesentlichen Krav maga, also mit Vollkörperkontakt, und Karate. Ich spreche von P., meiner Tochter.


Bei einem israelischen Trainer lernte sie, wie man einem Gegner das Genick bricht.

Ich denke, dass ihr dazu die Praxis fehlt. Nun kann sie dieses Defizit beseitigen. Wir haben im Garten nämlich ein Schneckenproblem. Naturnah gestaltet beherbergt dieses verfluchte Land hunderte, wenn nicht gar tausende dieser Nacktschnecken, die man nicht in Kräuterbutter getaucht isst. Anders: Die Riesenwegschnecken versuchen, den Garten leerzufressen. Salat und Radieschen sind erledigt. Diverse Blumen dito. Very british, dieses Verhalten. Nicht pflanzen, aber ernten! Nun geht P. täglich am Abend los und sammelt Nacktschnecken ein. Vermutlich tötet sie diese Tiere, wie sie es gelernt hat. Wenn sie aber zu viele davon erwischt, greift sie zu einer Papierschere. Dann werden aus 200 ganzen rund 400 halbe. Es ist wirklich gruselig. Auf lausigen 700 qm wird gestorben wie im antiken Griechenland, wenn die Anazonen mitgemischt haben.

Daneben stehe ich, eine jämmerliche Gestalt mit einem Tütchen Ferramol-Schneckenkorn in der Hand und flehe inbrünstig: Nimm hin! Nimm hin und streue! Aber das barbarische Gemetzel findet sein Ende erst, wenn die letzte der Schnecken geteilt im Eimer liegt.

Ich starre in den Kübel und glaube zu erkennen, dass zwei Halbe nicht immer ein Ganzes ergeben, auch wenn zwei halbe Bier schon eine ganze Menge Bier sind. Aber ein Ganzes in zwei Halbe geht wieder.

Hmmm ….. muss am Bonding liegen …..

60 – Like

Es sind nun doch schon etliche Monate der Texteschreiberei. Inzwischen habe ich 3 Blogs in die Tonne getreten und bastle am 4. herum. Aber bei einer Sache stochere ich immer noch im Nebel.

Was bitte bedeutet ein Like?
Was, wenn ein Text meisterlich formuliert, das Thema aber unpopulär ist?
Oder umgekehrt, Schreibstil schwach, Thema populär?
Stil und Thema Mist? Aha, kein Like.
Stil und Thema gut? Like oder auch nicht, weil man gerade schlecht gelaunt ist?

Auf die Spitze getrieben: Da gibt es ein grossformatiges Bild von Joan Miró mit dem Titel „L’etoile bleue“, der blaue Stern. Abstrakt, blauer Grund mit fast nix drauf. Gekauft für 30 Mio. oiro. Liken, oder nicht?

Der Oberlehrer predigt: Kunst ist kein Konsumgut!
Man macht ein Kunstobjekt nicht nieder wie eine Schüssel Pudding!
Kunst fordert Weiterverarbeitung mit den eigenen Kräften des Geistes bis zum einem Punkt, wo man sich einen sehr persönlichen, aber emotional sicheren Standpunkt erarbeitet hat. Wenn’s dann passt, hast Du einen Gewinn erzielt, einen Freund fürs Leben gewonnen. Und Du wirst 10 Likes raushauen.

Was hat das mit meiner Schreiberei zu tun? Na, hier wäre der Prozess der gleiche. Aber ich koche halt viel Pudding.

59 – Kaffeemaschine

Keine Frage, es ist angesagt, dass ich mich wieder einmal selbst lobe; wenn Eigenlob stinkt, so ist mir das gleichgültig.
Also, ich habe zum Einkaufen ein goldenes Händchen.

Meine alte K. machte sich durch unbotmässiges Verhalten mehr als unbeliebt und steht nun ausgemustert auf Halde. Ich hatte dafür 150 oiro gelöhnt, das schmerzt ein wenig, aber denselben Fehler mache ich nicht ein zweites Mal.

Die Neue hat nur ein Drittel gekostet, arbeitet zuverlässig, sauber, mit Wasser, Kaffeepulver und mit Magie. Das glaubst Du nicht, gell? Dann pass mal auf:

Ich fülle den Wassertank für 10 grosse Tassen. Die Kanne bedankt sich für 11. Wo zum Teufel holt die K. das Wasser her für die 11. Tasse?
Dann fülle ich 2 grosse Tassen. Die Kanne meldet aber die Abgabe von 5. Der Pegel steht auf 6. Frage: Wohin sind die fehlenden 3 grossen Tassen heissen Kaffees verschwunden? Wernn ich nun unsere Tassen noch einmal fülle, ist die Kanne leer. 11 Tassen entnommen, 4 sind beim Kunden angekommen – insgesamt fehlen 7 grosse Tassen Kaffee.

So sieht’s aus. Es muss gewusst werden: Die Skalierung in „Tasse“ ist schwachsinnig, also völlig unbrauchbar.

Manche Ingenieure haben ein dickes Brett vor dem Kopf – sind aber immer arrogant. Es gibt da Leute, die werden nie verstehen, wo das Geld herkommt, das ihnen als Gehalt überwiesen wird. „Das kommt von BOSCH!“ Und ich: „Das kommt von Kunden wie ich, Du Schwachkopf! Und Du lieferst mir eine Kaffeekanne, für die ich Abitur und Schwarze Magie brauche, wenn ich aus der Skalierung etwas Nützliches ablesen möchte!“

Ich könnte jetzt gerade so weiter meckern – aber das Limit!

58 – Spass

Ich bin heute besonders sozial intelligent. Darum biete ich auf die Schnelle noch an:

57-54+55=58 (siehe Titel)

Klar, jetzt müsste mich etwas besonders Schönes schreiben. Schliesslich blitzt hier ein wenig Zahlenmagie durch! Kann ich leider nicht.

Ich präsentiere

einem Ingenieur – Gehts um Schrauben oder um Muttern?
einem Pfarrer – Wenn Gott es so gefügt hat, muss der Mensch dankbar sein
einem Soldaten – mit diesen Zielabweichungen kann ich nichts anfangen!
einem Buchhalter – stimmt, ich habe es 3 x nachgerechnet.
einem Zuhälter – stimmt nicht, das macht 150
einem Busfahrer – Quatsch! Ich bestimme, wann mein Bus voll ist!
einem Fischer – ich bin noch nicht fertig mit Krabbenzählen!
einem Millionär – So viel Klopapier brauche ich in 4 Stunden!
einem Rentner – Ich sehe noch alles. Da steht „Pellkartoffel“.
einem Schauspieler – Schreibs auf, ich bring das, wenn ich wieder den Tell spiele.
einem Arbeiter an der Stanze – So viel Finger hätte ich gerne!
einem Papst – Ach ja! Mit 58 war ich noch mit Käthe verheiratet.

Und? Ist da nicht Musik drin?

57 – 54+55

Ich gestatte mir die Freiheit, mich selbst zu kritisieren; ich bin da sehr rücksichtslos.

Für mich scheint es sicher zu sein, dass ich einen leichten Dachschaden habe. Schliesslich laufe ich – so gut es noch geht – nicht mit einer Hass-Mütze auf dem Kopf herum, aber mit einer Wut-Beule.

In dem Mass, mit dem meine Achtung für die Franzosen und ihre Streitbarkeit wuchs, verschlimmerte meine Verachtung für die Deutschen, die sogar unfähig sind, einen leeren Schweinestall zu stürmen. Man kann sie um 10 Milliarde Oiro erleichtern, und sie kriegen es nicht mal mit. Sie wählen Olaf Scholz und damit die gesamte Finanzmafia. Oder diesen Laschet, der als Lehrbeauftragter an der RWTH Aachen Noten fälschte.

Ok, Schluss damit. Ich muss wieder positiv werden, ziehe mich also zurück in mein Haus,in mein Office und hier an meinen Schreibtisch, und was finde ich dort? Eine Flasche Roten aus Apulien, einen Primitivo di Manduria! Der macht Flecken auf dem Hemd, hebt die Stimmung und klärt den Kopf, und wenn ich nun noch ein leckeres Käseschnittchen hinzufüge, einen „Fromage“ (!), dann bin ich gewillt, Schwarz-Rot-Gold glatt zu ignorieren.
Seulement pour ta, Marianne, ma chère!

Ja, Frankreich ist meine alte Liebe. Nein, nicht Paris. Gemeint ist der Rest.

56 – 55

Ja, ich habe in Beitrag 55 ziemlich garstig argumentiert. Aber ich werde mich nicht dafür entschuldigen. Ich werde nicht einen Millimeter zurückweichen.

Man versuche nicht, mich in irgendeine Ecke zu stellen. Ich bin kein Misanthrop. Neben der Ebene Staatsvolk gibt es eine individuelle. Dort lässt es sich in der Tat gut leben. Dort sind Menschen, die man mag, auch wenn man als Volksfeind unterwegs ist.

Hierbei gibt es keinen Widerspruch. Beide Ebenen existieren nebeneinander; sie ergänzen sich.

Das Volk …. oh mein Gott! Es ist Statist im Grossen Spiel, das man nicht versteht. Mehr nicht. Es ist unfähig, politisch zu denken und zu handeln. Es ist mit primitivsten Mitteln manipulierbar. Und es liebt das Fähnchenschwenken: „Deutschland, Deutschland über alles …..“

„Eine Hiobsbotschaft jagt die andere: Pleitenwelle, Bildungsmisere, Arbeitslosigkeit, Rezession, Reformstau, Parteiengezänk. Deutschland pfeift aus allen Löchern, selbst hartgesottenen Optimisten wird die Milch der frommen Denkungsart sauer, Missmut und Verzagtheit haben Konjunktur“
(vody)

55 – Gier

Der Deutsche gefällt sich in der Rolle des Biedermanns. Er gerht arbeiten, hat Vorlieben wie Fussball oder Modelleisenbahn, vermeidet Bildung, so gut es geht, und insbesondere politische Bildung, denn das stört sein Getriebe empfindlich, und ist – zusammengefasst – ein wenig degeneriert, leicht verblödet. Seine monarchistische Ader wird durch Karikaturen wie die „Shopping Queen“ zufriedengestellt. In seiner Bräsigkeit entgeht ihm – und das findet er gut so – dass er in einem Kotzkübel lebt.

Ja, die BRD ist im Verlauf eines halben Jahrhunderts zu einem Kotzkübel verkommen. Hier ein Beleg dazu:

54 – Sibylle

Ich lag im Gras und genoss die Abenddämmerung. Tiefer Friede hatte mch und die Welt um mich erfasst – als sie plötzlich neben mir kniete. Ich schaute sie lange an; sie war eine klassische Schönheit, die in Wolken von Empathie verpackt schien. Plötzlich beugte sie sich zu mir herunter, ihr schönes Antlitz näherte sich meinem Gesicht, dass sich die Nasenspitzen zu berühren schienen, und sie hob eine Hand und streckte den Zeigefinger mahnend. Dazu sprach sie einige kryptische Worte, die ich nicht verstand.

Der Augenblick hatte ohne Zweifel einen erotischen Reiz zu bieten, und diesem folgend versuchte ich ebenso intuitiv wie unklug, sie auf den Mund zu küssen. Die Sibylle löste sich auf in einen eiskalten Nebel, und so endete eine zauberhafte Begegnung, es blieben eine grosse Leere und die Gewissheit, Wichtiges versäumt zu haben.

Der Lack war ab. Ich hatte es verdorben, und das war der Anlass, endlich aufzuwachen. Ich hatte noch ein paar Minuten nötig, um meine Enttäuschung zu verkraften, dann schlurfte ich in meine Küche und schaute mich eine Weile um. Es überraschte keine Magie des Augenblicks. Die Tristesse des
Alltags erfasste mich wie an jedem Morgen. Nun brauchte ich einen Pott Kaffee, und ganz dringend meine Katze.

53 – Müde

Seit Monaten quält mich eine bleierne Müdigkeit. Sie liegt über mir wie ein Sack Kartoffeln und verfolgt mich bis tief in den Tag hinein. Erreicht sie einen Kulminationspunkt, dann schickt sie mich ins Jenseits. Wo immer ich bin., was immer ich tue ….. ich klappe weg, einer Ohnmacht gleich, und hänge einer toten Makrele gleich mit offenem Mund in der Landschaft. Die Vorstellung, dass mir solches während einer Autofahrt passieren würde, macht mir eine Gänsehaut. Somit ist es vorbei, das zweifelhafte Vergnügen mit meiner Karre. Ich möchte nicht, dass auf meinem Grabstein steht: „Leichen säumten seinen Weg …..“

Man hat mich meiner Entscheidung wegen ein wenig bemitleidet – zu Unrecht. Ich vermisse das Auto nicht. Ich brauche das nicht.

Hier im Norden fällt auf, dass viele alte Damen hinter dem Steuer randalieren. Neulich waren es bei uns 4 in einem Monat. Sie löschen die Vorfahrtsregeln aus der StVO, verbeulen andere beim Ein- und Ausparken beim Supermarkt oder kommen mit den Pedalen ins Tüdeln. Besonders beliebt für attraktive Blechschäden ist in Hamburg die Waitzstrasse. Viele Alte mit viel Auto und wenig Platz; da fährt auch schon mal eine goldbehängte 87ig-jährige beim Fischhändler bis direkt an die Theke, und die 12 kg-Meerforelle im Schaufenster erlebt einen zweiten Tod.

Eines muss man den Damen lassen, es fliesst nur selten Blut. Da sind sie sehr zurückhaltend. Man befindet sich schliesslich nicht in einem Krieg.

52 – Wetter

Schreibe kurz, und positiv. Ich erinnere mich. Langatmiges Labern ist einfach. Das Verordnete dagegen will mir nicht so gut aus den Fingerspitzen fliessen. Aber gut.

Zum Wetter. Ein Thema, wie es langweiliger nicht sein kann. Aber ich habe einen Wetterdienst abonniert, der mir für heute mit 87%-iger Wahrscheinlichkeit 8 Stunden Regen ankündigt.
Tatsächlich ist Wetter eingetroffen. 100%-ig blauer Himmel und Sonne satt. So nicht, Freundchen. Natürlich hätte ich das gerne glatt gezogen.

Das Wetter ändern kann ich nicht. Die Vorhersage auch nicht. Ist schon Geschichte. Aber die dritte Schaltstelle bin ich selbst. Die geht. Ich verrate nun meinen Trick:

Vorzeichenwechsel !

Ich schalte in meinem Hirn von Negativ auf Positiv, vergleiche mit draussen – passt!
Und die Vorhersage? Ein PC ist eine dumme Kiste voller Kabel und billigem Kleinmaterial. Was der sagt, ist letztlich so etwas wie die Papierserviette auf dem Teller. Wisch Dir den Mund ab und schmeiss weg!

Wie bitte? WIKI? Tsssss. Kommt nicht von meiner Kabelkiste; die reicht die Info’s nur weiter. Tolle Leistung! Wie? Den Wetterbericht auch? Ich glaub, ich werd katholisch!

51 – Verfügung

Auf meinem Grabstein:

Ich bin nicht irgendwo.
Ich bin überall nicht.

Pietätloses Gerede, denkst Du?
So darf man nicht mit dem Thema Tod umgehen?
Falsch. Ich schon.

Pietät meint u. a. die Ehrfurcht,
die Achtung gegenüber Toten.
So mein Fremdwörterbuch.

Ich aber verstehe das nicht.
So mein Verstand.

Einem Leichnam ist Ehrfurcht entgegen zu bringen?


Wagt so etwas ja nicht über meiner Leiche!

Es reicht aus, die Trauer der Lebenden zu achten.

50 – Lyoner

Der Urlaub war zu Ende. Auf der Rückfahrt zum Autozug hatten wir noch eine Kleinigkeit gegessen. Beim Verlassen des Restaurants fiel mir ein Schaukasten auf, der Essbares aus Lyon anpries.Ich kaufte rasch einen Ring Fleischwurst für die Abendmahlzeit.

Der Gastronom erklärte uns, er hätte einen Freund in Lyon, der sich in dieser Feinschmeckerstadt gut auskennt, darum würde er erstklassige Ware anbieten können. Um es kurz zu machen: Diese Lyoner war die weitaus beste, die mir je auf den Teller kam. So habe ich gelernt, wie Fleischwurst schmecken soll.

Der Haken: Nirgendwo in Deutschland bekommt man diese Qualität. Und das, was aus der Wurstfabrik kommt, oder von einem dieser unambitionierten Metzger lehne ich seitdem ab.
Standardspruch: „Ich esse keinen Dreck!“ Meine Messlatte liegt nun unerreichbar hoch.

Nenne es snobbish, oder dumm – mir egal.

Das Geschäftsmodell der jungen „Meister“: Viel Geld für wenig Arbeit. Produkte, auf die man stolz sein könnt, sind zu teuer.
Gemeint ist, dass sie mehr Zeit erfordern. Über den Handwerkern schwebt riesig das AUS – sie sehen es nicht. Ich habe in meinem Sichtfeld drei Betriebe in der Pleite gesehen.

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