93 – Übung

Es klingelte. Ich griff zu meinem Rollator und schob mich langsam zur Haustür. Draussen stand ein Mann mittleren Alters. Rasch musterte ich seine Erscheinung – durchaus korrekt und eher konservativ gekleidet. Ich öffnete.

Der Fremde schaute mich erwartungsvoll an und begann hastig zu sprechen.
„Verzeihen Sie , aber dürfte ich mal Ihre …..“
Ich unterbrach ihn mit der Frage, wer er sei. Nach einer kurzen Pause:
„Tut mir leid, ich müsste …..“
Hier stockte seine Rede, er stand nun starr wie ein Denkmal vor meiner Tür.
Dann, nach einer kurzen Weile wechselte sein Gesichtsausdruck. Nun sah er aus, als hätte er ein Gespenst gesehen.
Endlich setzte er seine Rede fort:
„Es hat sich erledigt. Auf Wiedersehen.“
Er drehte sich vorsichtig um und ging. Ich schaute ihm nach. Sein Gangbild war seltsam, steif- und breitbeinig. Er öffnete die Tür eines Autos, nestelte eine Weile an einer Papiertüte, breitete sie auf seinem Autositz aus, stieg ein und fuhr betont langsam los.

Ich schaute ihm hinterher, bis er an der Kreuzung links abbog.

92 – Populi

Politiker und Sportfunktionäre – zum geschätzt 80% übles Volk, sind Gift für die Gesellschaft.
Eben noch das Beste, was ich ihnen nachsagen könnte, ist ihre Art, den Sport zu handhaben – kaschiert zwar, aber astrein als „Geschäft“, aus dem man persönlichen Nutzen ziehen kann: Geld, Macht über andere, Ansehen. Andere, das sind hier zuvörderst die Sportler/innen.

Zumk Vortäuschen einer idealistischen Grundgesinnung tragen sie ein Abzeichen am linken Revers ihres Sakkos, also grosspurig z. B. die Nationalfarben „über dem Herzen“.

Aber sie sitzen dem Sport im Nacken, ein Volk von Schmarotzern, stets auf der Lauer, um irgendwo irgendwas abzukassieren. Wenn ich Mitglied im dörflichen Fussballverein werde, zahle ich einen Beitrag und weiss, dass ein Teil davon irgendwelchen DFB-Oberen in die Tasche rinnt. In manchen Systemen ist die Schwerkraft stillgelegt, und es fliesst einiges von unten nach oben. Klar doch, es ist nicht anders als mit einem Oiro, den ich als Steuer abliefern musste. Der kann nolens volens in der Kasse einer amerikanischen Rüstungsfirma aufschlagen. Die macht dann eine Gewehrpatrone draus, die mich später unter die Erde bittet. Und ein US-Präsident nennt das dann einen mehrstufigen Selbstmord, während er sein Abzeichen mit dem Sternenbanner sorgfältig poliert.
Hatte sich doch eine fette Fliege erdreistet, draufzuknöten – eine durchaus politische Meinungsäusserung. Vermutlich muss man in Berlin die Fenster des Kanzlerbungalows täglich mit Rasierklingen abziehen, um das Tageslicht zu erhalten. Wenn man nun das so gewonnene Material in der Bundestagskantine verarbeitet hat, so verwundert es nicht, dass mir die Reden im Plenarsaal so garnicht schmecken wollen.
Es ist wie ich immer sage: Man kann aus Scheisse keine Venus kneten!
awer jetz is genuch

Wie bitte? Ahem – ja, es könnte durchaus sein, dass ich ein wenig verrückt bin. Sehr gerne sogar.

91 – Gold

Die Presse jubelt: Gold! Gold für Malaika Mihambo!
Ist diese sympathische, kluge Frau doch tatsächlich 7m weit gehüpft,
nachdem sie sich mit ihrem Anlauf so sehr abgearbeitet hatte. Ich grinse ein wenig und freue mich mit diesem patenten Mädel, partizipiere auf diese Weise an ihrem Erfolg.

Die Presse jubelt: Gold! Gold für Deutschland!
Häää? Angenommen, ich sei Deutschland – was nun? Soll ich etwa stolz sein, weil ein mir völlig unbekannter Mensch einen sportlichen Erfolg erzielte? Ich? Wie krank ist das denn? Ich hocke hier an meinem Monitor wie ein Hefekloss in der Bratpfanne, und fit bin ich eben noch für den Büroklammern-Weitwurf. Aber ich soll mich am Medaillenspiegel erfreuen, weil „Deutschland“ von Platz 11 auf Platz 7 landete?

Tut mir leid, ich fühle mich verarscht. Gold und Silber sollen wohl hell strahlen und die Schatten füllen, die das soziale Unrecht in der Republik werfen.

„Uns geht es ja noch gut, guck mal nach Griechenland!“ Dies ist ein typischer Schwachmaten-Spruch. Ein Staatsvolk erarbeitet Werte, und erwartet deren gerechte Verteilung. Vergeblich, wie man weiss. Das kann der Medaillenspiegel nicht kaschieren, und mit Griechenland hat das schon mal garnichts zu tun.

Ich sag‘ mal, wie es ist.
In Tokio sitzt Frau Mihambo mit ihrer Goldmedaille und freut sich – zu Recht.
In Dortmund sitzt ein Rentner mit leerer Kasse, hat seine Würde verloren und sammelt Flaschen, um zu überleben. Er hat keinen Grund zur Freude – zu Recht.
Und in München sitzt ein Gross-Aktionär und kassiert 400 Millionen Oiro, ohne einen Finger gerührt zu haben – zu was?

Ich bin nicht stolz darauf, ein Deutscher zu sein. Nein, ich schäme mich dafür. Man will eine Kulturnation sein, und Politik wie Wirtschaft geht die Kultur am Arsch vorbei. Positives ist immer eine individuelle Leistung ohne das Fundament der Gemeinschaft. Muss ich das erklären?
Wer zulässt, dass Freibäder geschlossen werden und Kinder deshalb nicht schwimmen lernen, der sollte gefälligst seine Klappe halten, wenn irgendwer aus der BRD eine olympische Medaille im Wasser gewinnt.

Und jetzt ist mir kotzübel.

90 – Britisches

Die Briten haben uns jahrelang mit der Behauptung genervt, sie hätten uns die Demokratie gebracht.

Boris Johnson und seine Clique finden mit ihrer räuberischen „Politik“ immer noch bei 80% der „Bürger“ Zustimmung.

Nun werden in aller Stille die Rudimente der britischen „Demokratie“ abgeschafft.

Das Unterhaus hat sich selbst überflüssig gemacht. Wert dort sitzt, will mit Politik nicht belästigt werden.

Das Oberhaus ist machtlos, und das Königshaus ist nutzlos. Die Länderchefs kämpfen ums Überleben.

Boris Johnson ist nur ein Strohmann. Im Hintergrund ziehen reiche Familien die Strippen.

Eines von vielen Indizien für den Weg in eine reine Diktatur: Wer die Regierung hart kritisiert, kann für 14 Jahre in Haft genommen werden. So ein neues Gesetz. Oder:

Wer unerlaubt demonstriert, wandert für 10 Jahr in den Knast. Ebenfalls neu.

Die ehrwürdige und geachtete BBC wird zerschlagen, indem man Journalisten feuert und sie durch Gefolgsleute ersetzt.

Zweck dieses unappetitlichen Prozesses: Nachdem man nicht mehr Kolonien ausplündern kann, tut man das mit dem eigenen Land. Plündern ist für die Briten so etwas wie Sport, oder Gambling.

Noch ein Bonbon:
Allmählich bemerken die Verantwortlichen, dass der Brexit das Land ruiniert und die EU mordsmässig profitiert. Nun kommen sie mit der Idee, dass der Brexit-Vertrag so nicht mehr gilt und „repariert“ werden müsse. Das brüllende Gelächter in Brüssel war noch in London zu hören! Noch. Wenn aber ein Lobbyist der Nachttopfindustrie ankommt und mit 50 handbemalten Nachttöpfen wedelt, weil man in Britannien noch immer den Chamber pot, oder auch Pisspot, französisch Pot de chambre, deutsch Zimmertopf, und pfälzisch Bottschamber benutzt, weshalb der Markt für diesen traditionellen Hausrat in und um London liegt, dann verstummt das Gelächter. Man lacht nicht, wenn man umfällt.

Ja, so laufen die Geschäfte mit den Briten. Also wundere Dich nicht, wenn Du eine Hühnerbrühe kochst, und die Küche plötzlich wie ein Hallenbad von innen riecht. Tip: Du schüttest dann die Brühe ins Klo, sie entkalkt vielleicht. Den Vogel greifst Du und schleppst ihn dorthin, wo Du ihn gekauft hast. Dort marschierst Du ins Büro zum Marktleiter und sagst in aller Ruhe: „Chlorhühnchen aus den USA. Friss Deinen Dreck selbst. Adieu. Ich gehe jetzt zu ALDI.“ Dann donnerst Du den toten Vogel auf seine Schreibtischplatte und gehst. Andere Idee? Nein, bloss nicht auf den Kopf! Schreibtisch reicht!

89 – Schlüpfrig

(Dieser Text ist für Jugendliche unter 16 Jahren nicht geeignert.)

Es geht um das Haareschneiden. Das Gefummel an meinem Kopf ist mir zuwider. Also lasse ich die Haare wachsen, bis sie beim Essen vorne im Suppenlöffel hängen. Dann allerdings ist der Gang zum Türken nicht mehr zu vermeiden. Ich hatte versucht, Tomatensosse wegzukämmen – dumme Idee. Nach 3 Tagen riecht man wie ein Iltis. Also ging ich zum Friseur. Der Türke ist richtig gut; in 5 Minuten ist er mit mir fertig, hat die verlangten 15 mm Länge sauber hingelegt und dazu noch die Haare im Ohr abgefackelt. Dumm nur: Er erzählt, dass eine Bekannte meine Haarpracht abholt und mit Schafwolle gemischt zu Strickwolle zwirbelt, um sich dann damit Pullover zu stricken.

Zu Hause grübelte ich ein wenig darüber und wurde urplötzlich ein wenig wuschig. Teufel, denke ich, was für ein schöner Gedanke, auf diese Weise einen nackten weiblichen Oberkörper zu spüren – Schauer liefen mir über den Rücken! Klar, Roland hat nichts davon, aber seine Haare ….. huch!

Nach einer Viertelstunde hatte ich genug von diesem Blödsinn und schluckte rasch 2 Pillen – gegen Sodbrennen. Genützt hat das nicht.
Gut, dachte ich, dann Plan B! Der besteht aus einem Schinkenbrot mit zwei Spiegeleiern. Die Eier waren rasch gebraten, sunnyside up, wie es sich gehört, und ich sass am Tisch mit meinem Brot, und bewaffnet mit Essbesteck; schliesslich ist man kein Barbar.

Ich stach mit der Gabel zu und erstarrte. Eine Frau in einem silbergrauen Pullover tauchte vor meinem geistigen Auge auf, ich gucke verlegen auf meinen Teller, und da liegt etwas, das man der Situation angemessen „Strammen Max“ nennt, und obendrauf protzen auch noch zwei Eier! Und mich packt der Zorn! Wer oder was kommt mir mit einer solchen Bildsprache, heute, am Samstag? Mir, einem alten Mann, die die 80 längst hinter sich hat?

Ist es nicht genau das, was uns Katholiken in den Beichtstuhl treibt? Soll ich dort etwa noch den Beichtvater in Schwulitäten bringen?`Nein.
Ich habe mir jetzt einen Haarschneider gekauft, und was ich damit von meinem Kopf hole, geht auf den Kompost.

88 – Weitblick

Nein, ich meine nicht den üblichen Blick in die Zukunft, der mir dann eventuell Wunschträume vorgaukelt. Es ist für mich schon mühevoll genug, in der Gegenwart den Kopf über Wasser zu halten.

Wohl dem, der mit einem Tunnelblick gesegnet ist. Ich bin es nicht. Im Gegenteil. Ich bin zu einem Blickwinkel von 360° verdammt, ein angeborenes Leiden.

Man steht weit oben, hat eine gute Rundumsicht, und allerlei Seh-Hilfen, um auch noch eine Ameise auf dem Strassenpflaster zu erkennen. Dies scheint ein Privileg zu sein, ist aber tatsächlich ein Fluch. Mal fühlt man sich wie im Shangri-La, diesem berühmten Rückzugsort für Menschen, die die Nase voll haben vom wahren Leben, und ein andermal fühlt man sich, als ob man bis ans Kinn in den Fäkalien einer Sickergrube steht.

Wechselbäder dieser Art sind äusserst ungesund. Sie machen nicht den Kreislauf flott, sondern beschädigen die Seele. Das hat so manchen in den Suizid getrieben.

Was tun? Nun, man flüchtet, versucht es zumindest, und hat dabei auch Erfolge. Wer aber versucht, alle Trigger los zu werden, läuft in ein anderes Messer: Ihn wird die Einsamkeit umbringen.

Den Absturz kommentiert ein Grabstein mit den Worten: „Der Adler ist gelandet.“
Das wäre dann ein letzter Gruss an einen Toten aus einer zwielichtigen Welt.

87 – Koi

Ein Mann tritt an seinen Gartenteich heran.
Von der anderen Seite kommt ein Koi.
Der Fisch stoppt am Ufer und wartet.
Der Mann kniet nieder, formt mit seinen Händen eine Schale.
Er hält die Schale ins Wasser.
Der Koi schwimmt hinein und hält inne.
Der Mann holt nun den Koi aus dem Wasser.
Der Fisch beweist Bierruhe.
Der Mann wirft den Fisch in die Teichmitte.
Der Koi kommt zurück, in die Hände des Mannes.
Der wirft den Fisch erneut.
Der Koi kommt zurück, will wieder fliegen.
Der Mann spielt das Spiel so 10 x, macht dann Schluss.
Er geht dann einige Schritte am Ufer entlang.
Der Koi folgt ihm und steht wieder erwartungsvoll im Wasser.
Offensichtlich, Schluss machen ist nicht sein Ding.

Ich habe mir das Video mehrfach angeschaut. Hinterher habe ich mich gefragt, ob ich immer noch guten Gewissens ein Matjesbrötchen essen könne.

Nun ist ein Zierfisch wie der Koi fein raus, keiner möchte ihn auf dem Teller sehen. Aber was ist mit seinen weniger prominenten Artgenossen? Was würdest Du empfinden, wenn Du vor Laboe in der Ostsee stehst, und es käme ein Hering zu Deiner Hand, um am kleinen Finger zu nuckeln? Na? Heringssalat mit Rote Bete?

Ich habe gelernt, jede Kreatur zu respektieren. Und nein, ich umarme keine Bäume. Aber bei einer Eiche mit 5m Umfang und 600 Jahre auf dem Buckel empfinde ich Ehrfurcht.

Und bei Menschen? Vergiss es! Es sei denn, ich darf ihn 10 x in einen Gartenteich werfen. Oder er ist 600 Jahre alt. Dann komme ich wohl ins Grübeln.

86 – Spass

Zur Zeit bin ich ein wenig ärgerlich. Grund sind die Umstände. (toller Spruch!) Nein, die Ursache bin ich selbst. Ich schreibe schon wieder über die alte Schiene, also überwiegend zu Negativem, als gäbe es keine positiven Ereignisse auf unserem Globus.

Viel ist es nicht, das Gute. Aber es wird propagandistisch ausgeschlachtet bis zu seinem natürlichen Ende. Nehmen wir die Flutkatastrophe. Alle Welt lobt die Menschen, die Mitgefühl uind ein Pflichtgefühl dazu treibt, beim Aufräumen zuzupacken. Aber deren Einsatzzeit ist befristet, und sie müssen irgendwann zurück an den heimischen Herd und in ihren Job. Was dann?

Ich lausche angespannt in Richtung Laschet, Malu Dreyer und Berlin – und ich höre nichts. Ich rechne nach, es sind nur 3 Monate bis zur kalten Jahreszeit. Was hat man dann zu erwarten, wenn man alles verloren hat? Ich höre nichts. Denken wenigstens die Betroffenen darüber nach?

Schon gut. Vielleicht wird an solchen Themen wirklich gearbeitet, und Transparenz ist einfach nicht erwünscht. Sie würde auch den Bockmist aufdecken, der von den Verantwortlichen produziert wird.

Schon wieder Gemecker! Schlimm! Aber jetzt werde ich lustig:

Kommt ein Mann zum Arzt, mit einem Frosch auf dem Kopf.
Fragt der Arzt: „Wie ist denn DAS passiert?“
Sagt der Frosch: „Also, das hat mit `nem ganz kleinen Pickel angefangen…“

85 – Spot

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat seinen Sitz in Bad Godesberg. Man beschäftigt 344 Mitarbeiter und verfügt über ein Budget von 250 Millionen Oiro.
Der Oberste nennt sich Präsident, ist ein Politiker der CDU und heisst Armin Schuster (nicht verwandt mit Armin Laschet).
Schuster’s Chef ist Horst Seehofer, unser Heimat- und Innenminister, ein begabter Dummschwätzer.

Schuster hat zur Flutkatastrophe Stellung bezogen; am Vorwarnsystem hat er nichts auszusetzen. Bemerkenswert ist seine Meinung zu NiNA, einer App für Smartphones. Über diese App wären Warnungen rechtzeitig verbreitet worden. Schuster erkannte überraschend, dass keine Warnung ankommt, wenn das Handy nicht eingeschaltet sei und die App nicht gestartet ist. Nicht erkannt hat Schuster, dass seine NiNA genau deshalb nicht taugt. Offenbar ist der Mann davon ausgegangen, dass reichlich Bürger NiNA starten, im 24/7- Betrieb durchlaufen lassen und damit rechtzeitig gewarnt sind.
Was Schuster unter „rechtzeitig“ versteht, hat er verschwiegen. Ganz ausdrücklich betonte er, seine Behörde dürfe sowieso nicht operativ tätig werden, das sei den Ländern und Kommunen vorbehalten.

Der Spruch mit NiNA zeigt, dass Schuster nur Stroh im Kopf hat. Denken? Das geht damit nicht.

Anders ein Flugeschädigter: „200 Mio. Hilfsgeld sind ein Witz. Die Lufthansa hat das 12-fache wegen Corona erhalten!“
Man muss wissen, dass die Lufthansa zu 20% der Bundesrepublik gehört, und 75% der Aktien sind Freefloater, also gestreut. Aber: Bei der LH ist man es gewöhnt, Gewinne auf die Caymans zu transferieren, um der Steuer zu entgehen. Diese Reserven möchte man in der Covid-Krise nicht verplempern.
Aktionäre haften mit dem Wert ihrer Aktien. Aber auch sie werden verschont; statt dessen haftet in der Krise der Steuerzahler mit Milliarden. (12,3 Mrd. in 2020) Das flutscht wie ein nasser Aal. Darum:

Wählt Laschet oder Scholz!

Die beherrschen das Handwerk des Bürgerbetrugs aus der Lameng!

84 – Welten

Ein Mensch wird geboren und landet in der Welt der Erwachsenen.
Und dies im Alter von null Jahren. Ein unabwendbares Schicksal. Dumm nur, dass die Welt der Erwachsenen eine Fiktion ist. Tatsächlich hat jeder dieses Panels seine eigene Welt, aufgebaut wie eine Sandburg auf dem Kniepsand von Amrum.

Weiter gedacht: Unzählige Panels leben in eigenen Welten. Das beginnt mit unserem Universum, reicht über die Welten der Bienen, der Termiten, der Wildschweine und endet bei Mikroben, Viren und Bakterien. Alle Welten funktionieren so, wie die Bewohner es brauchen.

Ich finde, dass dies eine unglaublich gute, chaos-vermeidende Organisation ist. Unsere Pandemie ist nichts weiter als eine Panne – Mensch und Virus kamen sich irgendwie ins Gehege, nun herrscht Krieg.

Wir Menschen leben anscheinend hinter Vorhängen, die uns den Blick auf unsere Welt behindern. Wenn irgendwer oder irgendwas diese Vorhänge beiseite schiebt, erweitert sich das Bild, und es wird deutlich bunter. Achtsame profitieren.

In meinem Fall sind die Katzen beteiligt. Die Gemeinde der Katzenbesitzer ist auf wundersame Weise intern solidarisch. Man trifft sich zufällig und empfindet so etwas wie Seelenverwandtschaft, öffnet sich und erzählt bis hinein in die Privatsphäre, und irgendwann zählt man zu den „guten“ Bekannten. So gings bei meiner Tochter – die mir dann Erlebtes weitererzählt.

So wurde ich zum stillen Beobachter einer Symbiose der Katzen- und der Menschenwelten. Darum weiss ich nun, dass in unserer Nähe eine Bäuerin in einem Zelt-Tunnel Kürbis und Zucchini angepflanzt hat und diesen Früchten nun unentwegt Mozart und Pavarotti vorspielt. Wozu? Ich weiss es nicht. Aber dieser Fall ist ein Beispiel für Events, die sogar meine Welt ein wenig bunter erscheinen lassen.

Wenn ich daraus etwas Allgemeingültiges lernen sollte, dann ist es so, dass es einen Weg aus der Einsamkeit gibt. Man muss sich nur bemühen, einen Haken zu finden, an den man seinen Hut hängen kann. In meinem Falle war der Haken unser Hund, und bei meiner Tochter sind es die Katzen. Tiere sind wohl immer gut für die Entwicklung von Sozialkontakten, aber es gibt viele Wege dorthin.

83 – Trivia

Es war wieder mal ein Morgen ohner Frühstück. Soeben kriegte ich die Quittung. Zunächst ass ich eine Banane. Keine Ahnung, warum. Das bringt so viel Lustgefühl wie das Kartoffelschälen. Also muss ein Teller her, mit irgendwas drauf. Bei einem Bestand von 18 Eiern klärte sich die Luft, und ich sah Rührei mit Röstzwiebeln auf Roggenbrot. Veni, vidi, vici! In meinem Fall ist das eine alternative Wahrheit. Julius Cäsar hat seinen Krieg gewonnen – ich aber habe meinen Krieg gegen mich selbst verloren. Vier Eier und eine halbe Zwiebel sind irgendwie tot, und ich war noch nicht satt. Habe dann noch eine grosse Fruchtjoghurt hinterher geschoben. Dummheit frisst.
Natürlich wird das Gesamtbild verzerrt, wenn ich in einem kleinen Gebäude eine grosse Portion Essen vertilge. Es stimmen dann die Proportiionen der Portion nicht; schlechte Optik. Disharmonie bestimmt die Szene.

Ich lenke mich ab, indem ich den Wetterbericht lese. Alarm für die Unterelberegion – wie seit drei Tagen. Und wie seit drei Tagen findet das Unwetter statt, indem ein dunkles Wölkchen vorbei zieht, dabei ein leises Donnergrollen veranstaltet, und keine Blitze mit hat. Es wird Strom gespart! Und Wasser. Denn nichts fällt vom Himmel. Das Elbe-Urstromtal ist trocken wie die Semmeln vom Ortsbäcker. Wer keinen Bock auf Giesskanne hat, kann hier nur noch Paniermehl anpflanzen. Oder Zigarettenpapier, ich bin in Warenkunde nicht so fit. Besser, ich gehe jetzt.

82 – Belanglos

Es ist nicht so ganz einfach, einer Katze ihre Unarten abzugewöhnen. Sie gerät gänzlich ausser Kontrolle, wenn der Mensch in ihren Tag hineinpfuscht.

Kommt doch meine Tochter mit einem Hund ins Haus; es ist ein langhaariges Riesenvieh, das ca. 60 kg auf die Waage bringt und souverän die Katzen nicht zur Kenntnis nimmt. Die beiden sehen den Besuch natürlich anders. Nun ist die Riesen-Töle wieder weg, und die Katzen sind verstimmt.

Cilla, eine kleine, seidenzarte mediterrane Schönheit zog sich zum Schmollen zurück auf den unsäglichen Kratzbaum. Anders Titi, dieser nordische Trampel. Kommt angeschlichen, wuchtet ihren dicken Hintern auf meinen Drucker, von da auf meinen Schreibtisch – ich sitze dort – und latscht auf die Tastatur. Die quietscht gequält und liefert 4 Zeilen Wirres an den Monitor, weil gerade ein Editor aktiv ist, dann springt sie auf die Fensterbank und sucht den Garten nach dem Hund ab. Anscheinend enttäuscht schmeisst sie sich auf mein Keyboard, schliesst die Augen und will eine Runde pennen. Nun greife ich frustriert ein und schiebe diesen Fellklops beiseite, ziehe meine (!) Tastatur unter der Katze hervor und kann wieder tippen. Titi ist das alles gleichgültig. Sie liegt nun auf meinem Schreibtisch in einer Ecke, wo sie nicht mehr stört, und schläft.

Ich hab‘ sie! Die einzige, aber freche Stubenfliege in meiner Bude habe ich soeben erwischt und auf einen halben Millimeter Körperhöhe reduziert. Seltsam. Jetzt spielt die „tote Fliege“. Gerne, wenn sie das gut findet, aber nur in meinem Papierkorb.

81 – Arroganz

So nennt man das Auftreten von Personen, die ihre Fähigkeiten unrealistisch hoch einschätzen.

Das ist wieder mal interessant. Einen Bezug auf andere Personen zur Relativierung des Fehlers gibt es nicht. Ich bin von mir überzeugt, egal, wie andere mich einschätzen.

Ich habe einen IQ-Test mit 129 Punkten abgeschlossen. Ab 130 spricht man von Hochbegabten. Na und? Bei der Bearbeitungszeit hatte ich betrogen, und deshalb kann ich mir den Test an den Hut stecken. Bin ich dennoch intelligent? Ich weiss es nicht. Manchmal habe ich ein Brett vor dem Kopf, das fühlt sich an wie 40 mmm Eiche – da ist nix mit IQ! Da hilft auch kein umfangreiches Wissen!

Ich vermute, ich bin echter Durchschnitt, und damit voll zufrieden. Aber steht es mir zu, andere zu kritisieren, wie ich es mit meinem Spott über Armin Laschet getan habe? Herrgott noch mal! Der Mann lässt bei jedem zweiten Statement erkennen, dass er nicht die hellste Kerze auf der Torte ist! Und der will Bundeskanzler werden! Wenn einer von uns beiden arrogant ist, dann doch wohl er, der Laschet, oder? Und ich hocke hier, wie Schillers Glocke festgemauert in der Erden und kann mich nicht dagegen wehren. Aber ich muss Dampf ablassen, denn allzuviel davon im Kessel ist ungesund!

Warum ziehe ich nicht über den roten Finanzgangster Scholz und den grünen Heissluftballon Baerbock her? Na, weil deren Fälle komplizierter sind als der Fall Laschet. Wenn ich bei dem das „t“ hinten weg und nach vorne an die 3. Stelle setze, kriege ich eine Latsche. Und die behauptet, NRW zu regieren.

Schau hin! So einfach geht Diffamieren! Unfein, nicht wahr?

80 – Mangold

Das Gemüse meiner Sehnsucht! Frag mich nicht warum. Ich habe in meinen 81 Lebensjahren meines Wissens noch nie Mangold gegessen. Und was soll ich sagen? Gestern kam er auf den Tisch, als Beilage zu Dingern, die man offenbar Maultaschen nennt.

Wenn ich mich den Maultaschen zuwende, so habe ich beobachtet, dass sie den ukrainischen Vareniki aufs Haar gleichen. Das Wesentliche: Es sind Teigtaschen mit was drin und ordentlich zugemacht. Offenbar isst man sie heiss aus der Suppe oder der Pfanne. Letzteres war das Angebot gestern zu Mangold. Was in der Maultasche ist, weiss ich nicht. Man spricht von Hackfleisch, ich dagegen spreche von ‚undefined‘. Essbar sind diese Dinger allemal. Erstens passen sie so eben noch ins Maul (Maultaschen!), und zweitens gab es keine Nebenwirkungen. Mit Schmelzzwiebeln wäre sogar ein wenig Geschmack dazu gekommen, aber das war offenbar nicht erwünscht.

Zum Mangold. Der lag unbearbeitet vor mir wie grüne Fusslappen. Aber er wurde fein gehackt, die Stiele gewürfelt, und alles in einer Pfanne geschmort. „Danke für Obst und Südfrüchte!“, das dachte ich nach dem ersten Bissen. Ich hatte sofort ein bitteres Stielende erwischt. Für sowas habe ich ein goldenes Händchen. Anschliessend versuchte ich, den Eigengeschmack des Gemüses zu entdecken – vergeblich. Und während ich Gabel um Gabel in mich hineinschaufelte, wuchs meine Enttäuschung. Mangold sieht wie Fusslappen aus, schmeckt aber noch nicht mal so. Vor meinem geistigen Auge wurde die Schüssel mit Spinat und Spiegelei immer grösser – dabei bin ich kein Fan dieser grünen Mumpe!

Dennoch ein voller Erfolg. Nun weiss ich, was ich nie wieder essen werde. Ich werde Mangold anpflanzen – als Zierstrauch, im Garten. Wenn wieder einer mit Mangold in den Pfoten meine Küche betritt, fliegt er raus, mitsamt seinem Fusslappen-Gemüse.
Und erzähle mir nicht, ich hätte ihn in Himbeersirup kochen müssen, um Geschmack ranzukriegen. Ich bin Purist, und ich weiss, dass man aus Kuhfladen keine Venus von Milo kneten kann. Jedenfalls ist der Mangold-Pfanne keine leckere Aphrodite entstiegen. Das wäre mir aufgefallen.

Dieser Text kann als Warnung verstanden werden.

79 – Impfen

Anscheinend verweigert die Hälfte der Deutschen die Impfung gegern Covid-19 ff. Die Begründung ist in der Regel schwachsinnig. Dennoch kann nicht bestritten werden, dass das Selbstbestimmungsrecht der Bürger nicht angetastet werden darf, indem man Repressalien gegen sie nutzt.

Einem Mann wie KanzKand Armin Laschet sollte man allerdings mal erklären, dass es neben dem Individualrecht ein höheres Rechtsgut gibt. Der Schutz der Gemeinschaft muss Priorität haben. Der Vorschlag aus Berlin, den Radius Nicht-Geimpfter einzuschränken, ist nicht von der Hand zu weisen. Die angestrebte Herdenimmunität wird sabotiert.

Nun muss man allerdings berücksichtigen, dass Vater Staat in der Krise stets eine lächerliche Figur abgibt. Ein gutes Handling ist in einem föderalen Saustall nahezu unmöglich; Impfzwang existiert leider nicht.

Nun möchte man meinen, dass die Verweigerer keinen Anspruch auf medizinische Hilfe haben. Warum sollte die Gemeinschaft für Leute zahlen, die ihre staatsbürgerlichen Pflichten verweigern, indem sie in unendlicher Dummheit Demokratie und Freiheit reklamieren?

Dumme Sache, das. Die international geltenden Menschenrechte verpflichten zu Hilfeleistungen. Man darf sie nicht krepieren lassen.

Es ist wie immer: Das asoziale Gesindel gewinnt wieder einmal. Aber mal ehrlich: Muss es wirklich Laschet sein, diese leere Flasche? Als Bundeskanzler? Wie man hört, verliert er bei den Bürgern krachend an Zustimmung – die CDU kümmert das einen Dreck. So geht Demokratie in Deutschland.

77 – Achtsamkeit

Einsamkeit plus Sieben ergibt? Unsinn. Einsam wird ein Mensch, der seine Welt ablehnt, oder der von seiner Welt abgelehnt wird. Welt?
Es ist seine, der wahrgenommene Teil jenes Teils der Welt, den er wahrnehmen könnte, wäre er offen dafür.Schauen wir mal:

Ein Mann geht die Strasse entlang. Er umrundet eine grosse Wasserpfütze, und geht weriter. Bemerkenswert?

Ein Kind geht die Strasse entlang. Es sieht eine grosse Wasserpfütze, und darin schwimmt ein gelbes Blatt. Birke. Im Wasser spiegelt sich ein Stück Wirklichkeit, von Haus und Birke. Das Kind vergisst seinen Weg, denkt sich ein Spiel aus und beginnt zu spielen. Es wurden kindliche Sieben hinzugefügt.

Ein Mann geht die Strasse entlang. Er sieht die Pfütze, die Spiegelung und das Birkenblatt, bleibt stehen und schaut lange hin. Aesthetik und Harmonie des Strassenbilds berühren ihn, seine Sinn e erweitern sich. Ein wenig Chopin dazu, denkt er, und als ein wenig Wind aufkommt und das gelbe Blatt an den Rand des Gewässers treibt, wendet er sich ab und geht weiter. Der Gedanke an den besonderen Augenblick lässt ihn nicht los. Für den Moment ist er mit seiner Welt versöhnt und mit ihr und mit sich in Frieden. So könnte eine Erwachsenen-Sieben beschrieben werden.

Und die Wirklichkeit? Mal ehrlich: Wir durchleben den Tag unachtsam, und wir nehmen unseren Körper nur noch wahr, wenn ein Toilettengang gefordert ist. Der gelebte Gleichmut liegt deutlich unterhalb der Null-Linie für Empathie, der „Alltag“ treibt uns an die Grenze der Idiotie, und es kostet uns viel Energie, dieser Strömung zu widerstehen.

Ich denke nach. Doch, einen praktikablen Tip habe ich zur Hand.
Gestalte den Abend, wie Du das immer machst. Meinetwegen auch mit der Shopping Queen. Aber gehe erst zu Bett, wenns stockdunkel ist.
Zuvor allerdingslösche alles Licht, zünde eine Kerze an und nehme Dein Lieblingsgetränk zur Hand – bei mir ist es Scotch oder Cognac, 3-fach. Mache es Dir damit in einer Polsterecke gemütlich. Bitte kein Radio, kein Fernsehen. Dann geniesse Dein Gesöff in kleinen Schlucken.

Dann bist Du vermutlich ganz bei Dir, und bei Deinem Getränk. Du geniesst beides: Dich und den Drink. Ich habe dabei nie einen Zweiten gebraucht. Glas leer = Couch leer = Bett voll.

Ich vermute, so geht Achtsamkeit. So sollte man drauf sein bei allem, was man tut. Lässt man sich darauf ein, so gehen nach und nach tausend Lampen an, und das Leben wird ein wenig heller.

76 – Blasphemie

„Laschet uns fröhlich durch den Tag wandern!
Das Leben ist ja so kurz!“

Unser Kanzler-Anwärter Armin wirkt derzeit ein wenig verschnupft, weil man ihm seine Lachnummer im rheinischen Krisengebiet verübelt. Ich kann ihn verstehen. Er ist halt so gehäkelt, dass er negative Gefühle wie Mitleiden nur spielen kann; sie sind nicht Bestandteil seines Wesens.
Man könnte sagen, er sei für grosse Führungsaufgaben genau deshalb geeignet. Er ist auf die dafür notwendigen Fähigkeiten reduziert. Man schaue nach Ungarn mit dem Ex-Sozialisten Orban!

Laschet uns nachdenken. Wenn man im Katastrophengebiet nicht mitleidet, leidet man überhaupt nicht. Man wird höchstens ärgerlich oder wütend. Man leidet auch nicht, wenn man den missbrauchten, unnützen Begriff „Demokratie“ endlich in die Tonne drücken darf, um dann autokratisch zu handeln. Siehe den Ex-Kommunisten Lukaschenko in Belarus. Aber man muss durchgeknallt sein, um sich zum Werkzeug einer Oligarchie zu machen. Siehe Trump.

Haltet Euch an Armin! Laschet Arminius den Cherusker ruhen! Er war römischer Tribun, hier ein Verräter, hat die römischen Truppen des Varus niedergemacht und wurde selbst von Verwandtschaft getötet.

Derart brachiale Taten sind heute nicht mehr in Mode. Man sollte vielleicht Armin informieren, damit diese rheinische Frohnatur nicht auf ganz dumme Gedanken kommt. Wie Xi Jinping.

Laschet fasziniert. Man kann nicht umhin, sich vorzustellen, wie diese Leuchte der Menschheit in Düsseldorf auf dem prominenten Thron sitzt – und mit magischer Hand nach dem Klopapier greift ….. die Republik wird vor Wonne zittern!

Nun laschet uns beten: “ Herr, mach was! Auf dass dieser Kelch an uns vorübergeht! Armin ist ja ein ganz Lieber, aber er verkauft doch nur Sülze, statt Fleisch mit richtigen Knochen! Wenn es heiss wird, zerrinnt seine Sülze wie Butter in der Sonne, und die angerührte Suppe wird ungeniessbar! Deshalb wird jeder, der es sich leisten kann, sein eigenes Süppchen kochen, wie in Kleinbritannien! Ist es das, was Du willst, Herr? Sag mal Deinen vollen Namen, Du Erzkapitalist!“

75 – Un-Menschen

Der österreichische Kabarettist Helmut Qualtinger brachte es auf den Punkt, als er gesellschaftskritisch daher kam: “ Der Määänsch is a Sau!“

Der NABU so um 2019:

„In den deutschen Gewässern der Nordsee liegen schätzungsweise 1,6 Mio. t, in der deutschen Ostsee ca. 300.000 t konventionelle Munition. Darunter versteht man Munitionsteile von Gewehrpatronen bis Minen, Raketen und Torpedos. Sie wurden u.a. in Kampfhandlungen der Weltkriege ausgebracht, auf dem Rückzug von deutschen Truppen oder nach Kriegsende im Auftrag der Alliierten versenkt. Zusätzlich gelangten ca. 170.000 t chemischer Kampfstoffmunition („Giftgas“) in die Nordsee und bis zu 65.000 t in die Ostsee. Alle diese Hinterlassenschaften werden heute zur Gefahr nicht nur für die labilen Ökosysteme, sondern latent auch für deren menschliche Besucher.“

Nun iss Deinen Hering mal mit grossem Appetit!

Stelle Dir mal vor, Du zerlegst einen Fisch, pulst ein kleines Stück Bernstein raus, und musst dann rasch etwas anderes erledigen.
Du kommst zurück, und Dein Hering steht in Flammen, weil Du statt Bernstein ein wenig weisses Phosphor erwischt hast! Und Du erkennst: Ja, so wird Brathering gemacht!

Aber es gibt neben der säuischen wie immer eine Kehrseite zu beachten. Die Hersteller von Munition und Kampfstoffen wie Giftgas haben richtig gut verdient. Wie sagt man heute? Es hat Arbeitsplätze gesichert.

Dennoch: Es ist nicht hinnehmbar, das Schwein eine Sau zu nennen. Diesen Ehrentitel hat sich nur der Mensch verdient. Man sollte auf alle Orden „Sum scrofa“ drucken.

74 – Erschrecken

Ich darf mal persönlich werden? Danke, ich muss das loswerden.
Heute früh habe ich versehentlich in einen Spiegel geschaut ….. jetzt mal keine blöden Witze machen, Alter! Also: An meinem Hals hat sich ein Kehlsack gebildet. Hängt unter dem Kinn wie ein Waschlappen, nur kleiner. In der Tierwelt nennt man diese Hautfalte eine Wamme.
Ich sage lieber nicht, wie ich das finde.

Ferner sind meine Ohren zu gross, nahezu riesig, dabei gut geknorpelt und mit genügend Fleisch für eine Katzenmahlzeit. Ich fürchtete zunächst, dass sie noch wachsen. Das wäre wirklich übel; am Ende brauchen die einen Extra-Sarg! Zur Sicherheit habe ich mich dann vor einen Riesenspiegel gestellt. Kurz gesagt: Wenn ich ein Missverhältnis zwischen Körperausmassen und Kopf sehe, an welchem die grossen Ohren angedockt haben, dann ist mir sofort klar, dass nicht die Ohren zu gross sind, sondern dass der Kopf zu klein ist. Der Kopf passt nicht zu Körper und zu den Ohren. Und ich frage mich: War das immer so? Und warum hat mir das keiner gesagt?

Natürlich habe ich lange gegrübelt um die Frage, welche kostenlose kosmetische Massnahmen eine verbesserte Optik leisten könnte – es ist genial einfach. Ich werfe mein Rasierzeug in die Mülltonne.

Schlau, nicht wahr?

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