189 – Draussen

In unserem Haushalt leben zwei Katzenweiber, beide kastriert. Ab und zu gesellen sich zwei Kater dazu, sind also zu Gast, fressen mit und chillen in Brotkörben, die für die Weiber auf dem Küchentisch stehen. Die Kater sind auch kastriert. Sagen wir mal: Es sind platonische Freundschaften angebahnt.
Katze 1 ist Titi, die – mit menschlichen Masstäben gemessen eher in die deftige Kategorie der Wikinger-Weiber gehört. Sie schleppt ständig Schmetterlinge ins Haus und macht dabei einen Heidenlärm. So verlangt sie Anerkennung für ihr Jagd-Talent.
Katze 2 – Du glaubst es nicht – sie heisst tatsächlich Priscilla. Wir nennen sie Cilla, und auf diesen Namen hört sie nicht. Sie ist klein und zierlich, also mediterrane Rasse, und friert sich den Hintern ab, da sie keine Unterwolle im Fell hat. Und sie ist weit und breit die einzige Katze, die statt 34 nur 4 Zähne im Maul hat. 30 Zähne wurden ihr rausgerissen, um eine Entzündung zu stoppen. Derart verstümmelt jagt sie Mäuse und liefert gelegentlich auch mal eine halbe Spitzmaus bei ihren Menschen ab. Schreien wie Titi kann sie nicht. Wenn sie etwas zu regeln hat, quietscht sie wie ein altes Fahrrad, nur nicht so laut. Und wenn sie sich wohlfühlt, sabbert sie wie ein Neufundländer-Rüde.
Dumm, dass sie sich beim Schmusen so wohl fühlt. Der Mensch ist dann vollgesabbert und kann sich anschliessend umziehen. Und Du denkst, Du seist auf diese Weise der Natur ganz nahe? Depp!

Jaaa, dann werden draussen auch die Vögel gefüttert. Damit liegen meine Futterkosten bei knapp 230 Oiro pro Monat (Igelfütterung inbegriffen). Aber glaube nicht, für mich wäre mal ein schönes grosses Schweineschnitzel drin. Davon träume ich nur, und es soll mich trösten, dass wir auch für die Insektenwelt investiert haben, in Insektenhotels und solchen Kram, und vor allem in unser Grundstück, das vom deutschen Garten in ein Biotop umgebaut und umgepflanzt werden musste, ganz zu schweigen von Obstbäumen und Ranken wie Weinreben – und solches Zeug, was in toto einige Tausender gekostet hat.

So stelle ich fest, dass das „Zurück zur Natur“ richtig Geld kostet. Und ich dachte immer, es würde ausreichen, draussen einfach nichts mehr zu machen, alles wild wachsen zu lassen, etwa wie die Brennesseln für Schmetterlingslarven. Nein! Es muss blühendes, insektenfreundliches Zeug da sein für Frühling, für den Sommer, und für den Herbst, also bis die Biester alle tot vom Baum gefallen oder in den Insektenhotels für den Winter eingepennt sind, wie die Igel das in ihren Laubhütten praktizieren. Lamentieren darf man nicht, sonst kriegt man einen Rüffel: „Gib Ruhe, sonst hole ich noch zwei Kragenbären dazu! Dann hast Du einen Grund, zu meckern!“

Merkst Du was? Ich sage es Dir: Überall entstehen Diktaturen, und Leute wie ich haben nichts mehr zu melden. Ich bin 81 Jahre alt, habe in meinem ganzen Leben den Widerstreit zwischen Arbeit und Faulheit ertragen, sogar zeitweise vehement gegen die Arbeit angekämpft, und nun, im Alter d a s , und keine Schnitzel! Keine! Weisst Du was? Das treibt mich direkt in den Alkoholismus. An Abend schütte ich mich aus Kummer zu, mit dem Fusel zu 170 Oiro die Flasche. Mit 81 ist`s nicht mehr von Belang. Ich brumme höchstens mal mit dem Rollator gegen eine Kloschüssel oder reisse den Sauerstoffschlauch von der Maschine – mehr geht garnicht. Ich kann noch nicht mal die Bude anzünden, da ich Nichtraucher bin! Was für ein Leben …..

Tut mir leid, ich musste das einfach mal loswerden! Passiert in diesem Monat nicht wieder.

188 – Politiker

„Je mehr direkte Entscheidungen durch das ganze Volk, um so unregierbarer das Land!“

Helmut Schmidt, Ex-Kanzler, 1993 in „Handeln für Deutschland: Wege aus der Krise“, Rowohlt-Verlag

Ein Hammer! So war Schmidt-Schnauze. Schreibt glatt in sein Buch, dass Demokratie das Regieren stört, und begründet damit, warum man diktatorisch regieren möchte und deshalb diesen saudummen Begriff der repräsentativen Demokratie erfand.
Sagt der Typ doch glatt, das Volk habe nichts zu bestimmen ausser dem Recht, zu wählen, welche Partei demnächst den Diktator ins Amt schicken darf!

Oder siehst Du das anders? Ich erinnere an 16 Jahre Kohl, der mit Zuckerbrot und Peitsche regierte.

Interessant: Der Linke Oskar Lafontaine 1982 im STERN:


„Helmut Schmidt spricht weiter von Pflichtgefühl, Berechenbarkeit, Machbarkeit, Standhaftigkeit. Das sind Sekundärtugenden. Ganz präzis gesagt: Damit kann man auch ein KZ betreiben.“

Wunderbar, wie sich das ergänzt, und den heute üblichen Regierungsstil begründet.

187 – Zweifel

Wenn ich meinen Beitrag Nr. 186 lese, überfällt mich ein ungutes Gefühl.
Ich habe dort ehrlich, aber sehr garstig formuliert. Anscheinend hat mir irgendein Gnom zu viele Emotionen druntergemischt. Prima vista: Pfui, Alter, ist doch nicht Deine Art!

Denkste, Alter. Auch das steckt in Dir. Aber was ist es? Nun komm, nenne das Kind beim Namen! Ist es Hass?

Um Gottes willen, bloss das nicht! Ich habe immer behauptet, ich könne nicht hassen. Aber im Stillen weiss ich, dass auch ich es kann. Bin kein Übermensch. Jeder kann hassen. Nur ist meine Toleranzgrenze sehr weit weggeschoben, und ich möchte nie dorthin gelangen.

Was ist es dann, was mich bösartig werden lässt? Es ist eine negative Emotion, es ist Verachtung pur, abgrundtief, anscheinend als Ersatz für den so weit entfernten Hass.

Nein, das ist kein Grund, stolz zu sein. Man kann den Polen nicht unterschieben, für Fehlverhalten der Gurkentruppe (geht schon wieder los!) in Brüssel verantwortlich zu sein. Die Polen nehmen nur, was sie kriegen können, wie meine Pelzmütze aus Hermelinfell, und meinen Fernseher.

Die zwei Einbrüche bei mir waren eine Lachnummer. Beim ersten Mal – es war Heiliabend – wollten sie Weihnachtsgeschenke abstauben. Hier war leider nichts unterm Tannenbaum. Und die Polizei kassierte das Trio Stunden später. Beim zweiten Mal kassierten sie allerlei Krempel und beluden einen geklauten PKW, den sie vollgeladen gegen eine Mauer gefahren haben. Dann haben sie Wertloses in einen Vorgarten geworfen, wenige Wertgegenstände unter den Arm geklemmt und sind damit der Polizei in die Arme gelaufen.
Einbrecher im 1. Lehrjahr. Sie verdienen wirklich Mitleid.

Meine ehrlichen Polen sind übrigens erstklassige Handwerker. Ich würde sie jedem deutschen vorziehen.

186 – Polexit

Polexit – ein neuer Begriff in der EU! Polen verlässt die EU! Und ich bin frohen Mutes, denn diese diebische Gesellschaft geht mir ziemlich auf den Geist. Sie klauen Autos, Landmaschinen, und Diebesbanden grasen die BRD ab, sie erklären die Deutschen zusammen mit den Russen zu Erzfeinden und sind so dämlich, sich den Chinesen anzubieten, ohne deren Strategie je begriffen zu haben, und sie entwickeln ihr Land in eine astreine Diktatur un d, um dem ganzen die Krone aufzusetzen, sie sind streng katholisch. Das passt, mit Verlaub, wie ein Arsch auf den Nachttopf. Letzteres ist eine unangenehme Wahrheit. Nicht die Religion verdirbt den Menschen, sondern die Institution Kirche. Sei gewöhnt ihren Mitgliedern das Denken ab und ersetzt es durch Glauben, udn Wahrheiten bleiben somit auf der Strecke.

Ich habe nicht die geringste Lust, das Debakel mit den Polen in Details aufzudröseln. Das Wesentliche:

Faktisch sind die Polen fast raus aus der EU.
Bei formalen Vollzug eines Polexit: 80% des polnischen Exports gehen in die EU. Dann um Importzölle der EU verteuert – schwierig.Die polnischen Importe aus der BRD liegen bei ca. 66 Milliarden p. a., schwierig für die Deutschen durch Verzollung.
Geld aus der EU-Kasse: 12 Milliarden jährlich netto werden entfallen.
52 Milliarden aus einem rätselhaften Wiederaufbaufond der EU fliessen derzeit nicht.
Polen will formal auch nicht ausscheiden, da diese Geldflüsse dann versiegen.
Aber sie wollen die Rechtsordnung der EU nicht anerkennen, da sie ihrer eigenen, neu formulierten nicht entspricht.
Man will den Weg in die Diktatur weitergehen, und abkassieren. Sonst nichts.
In Polen leben 38 Millionen Menschen.

Und noch ein Leckerli dazu:
Die ARD berichtet in gewohnter Einfalt und Dämlichkeit, dass die polnischen EU-Abgeordneten einen Austritt Polens nicht wollen.
(Wer schmeisst schon einen Job hin, bei dem man maximal 3 Tage die Woche arbeitet und dafür fünfstellig kassiert? Tolle Nachricht!

Das ist doch bei der ARD nicht anders! Man schaue sich nur die Nachrichten-Vorleserinnen an, die immer schrumpeliger werden wie 7 Jahre alte Kartoffeln aus einem feucht-warmen Kohlenkeller, die nicht gehen wollen und damit den jungen Kräften, die noch an ihrer Existenz herumbasteln müssen, den Weg versperren.

Es herrscht hier natürlich Gleichberechtigung! Die Männerriege ist kein Deut besser. Mit 110 vor der Kamera umzufallen und – peng! – tot zu sein – das ist ein lohnendes Ziel! Verstehen kann ich das schon. Nur nicht billigen.)

185 – Persönlich

Es gab Momente in meinem Geschreibsel, da konnte ich nicht verstecken, dass ich im Grund ein fauler Mensch bin. Ich habe die Arbeit halt nicht erfunden. Und so kam es, dass ich aufhörte, mich zu rasieren. daran arbeite ich nun schon seit Wochen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mein Gesicht ist hinter einem grauen Gewölle verschwunden, und es wäre nun an der Zeit, damit das zu tun, was man wohl „Trimmen“ nennt. Ich weiss es nicht genau, aber „Stutzen“ oder „Kürzen“ wären auch anwendbar, wenn nicht ….. ja, wenn das nicht mit Arbeiten verbunden wäre. Es liegt also auf der Hand, dass alles gut überlegt sein will.

Ich glaube, dass mich die Damen gut verstehen. Frisur und Friseur sind praktisch ein Dauerthema in diesen Kreisen, während Männer wie ich die knappe Anweisung „kurz!“ geben, dann fallen die Locken dorthin, wo sie hingehören.

Anders beim Bart. Den pflegt man selbst. Auch ich habe mittlerweile ein Maschinchen dafür. Aber ich müsste erst mal einen Plan entwickeln. Da steht dann drin, wo der Aklt stattfinden sill. Womit ich mich so zuhänge, dass ich nicht noch nach 6 Wochen Bart-Reste an mit entdecke, die jucken wie der Teufel. Dann was soll blank werden, was halblang, un d was soll in voller Wolle bleiben? Das Design also, eine Überforderung. Kann ich das überhaupt, oder sehe ich hinterher aus wie meine Klobürste?

Man erkennt: Ich zögerte. Inzwischen wachsen mir Haare in den Mund. Bald kann ich sie abkauen, dann wäre eine Problemzone schon mal entschärft, nur ….. man isst dies, und das, und alles hinterlässt im Gewölle zumindest Spuren, die in ihrer Gesamtheit die Geschmacksknospen verwirren und damit die sensorische Wahrnehmung einer Erbsensuppe empfindlich stören. Das ist so nicht hinnehmbar. Und deshalb muss ich nun in einer Art Notoperation mit meiner Zwilling-Schere (sie schneidet alles zwischen Zigarettenpapier bis Blumendraht) über der Oberlippe entlangschnippeln, nur damit ich mich darauf freuen kann, dass die Salami wieder wie Salami schmeckt, und nicht wie Camembert.

Es wäre unklug, zu behaupten, dass das Leben eines Rentners einfach sei.
Ich würde dann hochgehen wie ein japanisches Feuerwerk, ein Hanabi, was man als „Feuer und Blume“ übersetzt und eine Granaten-Veranstaltung ist.

Ich habe es angesagt. Also man komme mir nicht an die Farbe! Bei Erbsensuppe werde ich sehr sensibel!

184 – Quanten

Meinem Bildungsstand entsprechend habe ich unter Quanten immer nur große Füße verstanden. Nun, seit ich von Heisenberg erfahren habe, der eine der wichtigsten Säulen der modernen Physik mit seiner „Quantenmechanik“ entwickelte, hat sich mein Horizont ein wenig (minimalst!) erweitert; dennoch ist mir das Verhalten von Materie im atomaren Raum ein wenig egal. Hauptsache, sie verhält sich.

Wie bin ich in diese Überforderungsfalle geraten? Ach ja, die Heisenberg’sche Weltformel! Sie hat sich für diesen Wissenschaftler als grosse Pleite erwiesen, als grandioser Irrtum eines Nobelpreisträgers. Dieses Thema ist nun wieder wie für mich gemacht. Dort komme ich noch ein wenig mit, denn:
Die Weltformel sollte die Theorie von Allem erklären. Von allem! Das gesamte Universum besteht aus Elementarteilchen, und wie die funktionieren, dass dabei ein Elefant rauskommt, oder so etwas wie ich – das erklärt die Weltformel (die es angeblich garnicht gibt).

Wenn es diese Formel nicht gibt, Werner Heisenberg also Quatsch geredet hat, wie kommt es dann, dass beim Durchrechnen von Modellen zur Welt immer „42“ rauskommt? Die Erklärung ist unglaublich einfach: Du tippst die 42 in Dein Keyboard, und Dein Computer macht daraus ASCII-Code und zeigt was an? “ * “ ! Ein Sternchen, das Symbol für Platzhalter, das sagt, ich stehe für alles!

Es ist also das „Alles“, woran man festmacht. Ja, ich habe verstanden. Heisenberg war zu früh dran mit seiner Weltformel. Damals gab es noch keinen ASCII-Code. Heute lesen ihn interessierte 7-jährige flüssig, und 70-jährige nennen dies Fortschritt.

Man komme mir nicht mit dem Vorwurf, ich würde hier Mumpitz treiben. „Alles Quatsch“? Ich antworte: Definiere bitte Quatsch! Schliesslich sind wir hier nicht im Kindergarten!

183 – Zitate

Die häufige Verwendung von Zitaten prominenter Zeitgenossen soll wohl den Bildungsstand des Blogschreibers belegen. Zugegeben, ich gehöre zu dieser Sorte Mensch. Dennoch bin ich ein wenig anders. Ich denke darüber nach, was ich tue. Ich frage nach dem Wert von Aphorismen für die Welt, und für den Aphoristiker. Und an dieser Frage scheiden sich die Geister.

Wenn ich zum Schaumschläger degeneriere, scheide ich aus der Diskussion mit mir selbst aus. Dann mutiere ich zum Primitivling, und mit solchen Leuten rede ich nicht.
Anders wenn ich mit ehrlichem Überlegen zitiere, weil mir der formulierte Gedanke wichtig erscheint. Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten.

Das Zitat wurde von einer anderen Person formuliert. Die Welt liest, stellt die Richtigkeit des Gedankens fest, und geht dann in den Keller, um sich einige Bierchen zu holen. Das Zitat bleibt ohne jede Wirkung. Oder:

Das Zitat stammt von mir selbst. Wie beim Wiederkäuer, etwa beim Rindvieh liegt der gute Gedanke im Vormagen, wird hochgewürgt, erneut durchgekaut und wieder runtergeschluckt. Dabei entwickelt das Rindvieh so etwas wie stolz, ein solcher wie „Huch, was bin ich wieder schlau“, und ich fühle mich gut. Und die Welt? Geht wie im Fall 1 Bierchen aus dem Keller holen.

Das Ergebnis: Ein Aphorismus nutzt mir, wenn ich ihn formuliert habe. Sonst niemanden. Aber es steht mein Name drunter.
Anders, wenn Aristoteles oder Goethe druntersteht. Deren Aphorismen nutzen niemanden. Nicht mal mir.

Und die Schönheit des Gedankens? Die geistvolle Formulierung? Ist es nicht eine Kunstform? Ist es nicht kulturell bedeutsamer Nachlass berühmter Persönlichkeiten? Kann sein. Dann bin ich halt ein Künstler. Nicht weil ich zitiert habe, sondern weil ich selbst schrieb. Wenig, aber schön – und für den Papierkorb.

Verdammt! Merkt denn keiner, wie gut ich bin? Was’n los, Leute?

182 – Käse

Ja, der Käse ist gegessen, wie man so salopp kommentiert. Man hat in der BRD gewählt – aber was nur? Das Parlament? Gewiss. Wird gebraucht. Zum lamentieren. Oder hat man Parteien gewählt? Sind das nicht Organisationseinheiten, die man zum Zusammenkleben von Ideologien verwendet? Oder hat man gar Köpfe gewählt? Das wäre toll! Es könnten sich Al Capone, Josef Stalin und der Massenmörder Haarmann zur Wahlstellen, und einer davon wird Kanzler?

Ich gestehe, dass ich diese Art von „Demokratie“ nur noch als Seifenblase wahrnehme, die naturgemäß irgendwann platzt, und was übrig bleibt ist irgendeine Art Trump.

Gewählt ist. Einer der drei Kandidaten wird Kanzler. Tröstlich ist nur, dass sie an einen Donald Trump nicht heranreichen. Da fehlt noch einiges an Klasse. Der große Anhang dieser Personen hökert nun um die Frage, wer an welchem Fleischtopf Platz nehmen darf. Und der Wähler, den man auch euphemistisch „Bürger“ nennt? Er hat ausgedient, ist über Nacht zum Störfaktor mutiert, der fordert – dieser Saukerl! Soll er doch warten, bis etwas für ihn vom Tisch fällt …..

Gut, ich bin nicht betroffen. Wer nicht wählt, hat nichts zu melden. Damit bin ich voll einverstanden. Ich nehme mir jedoch die Freiheit, mich über die Figuren zu amüsieren. Da ist dieser MP von NRW, den man nur als Grüß-August und Frühstücksdirektor wahrnimmt; die ideale Kanzler-Marionette für die Strippenzieher im Hintergrund, für Leute wie Friedr. Merz! Oder man sieht diesen Vize-Kanzler der Merkel, der so erotisierend wirkt wie ein Friedhofsgärtner beim Grube graben! Ein Finanzminister, der sich selbst und den Staat mit Cumex beschissen hat! Und Annalena, die Dame mit der Profilneurose? Sie wird wohl ein lukratives Amt kriegen, und auf Qualifikation wird man bei ihr gerne verzichten.

Irgendwann singen sie in Berlin wieder: „Freude schöner Götterfunken“ – dieser Götterfunken war erneut ein Rohrkrepierer. Doch was kümmert es mich? Lassen wir es doch den Wähler ausbaden, so, wie es derzeit die Briten tun, wenn sie vom Auto auf das Fahrrad umsteigen müssen! Und dann 3 x so lange auf der Strasse sind, das wird noch lustig für die gut versorgten Eliten!

Nun ja, jeder kriegt, was er verdient. Mich plagen schlimme Kreuzschmerzen. Das wäre somit eine Belohnung ….. wofür nur? Etwa, weil ich die Witzwahlen ignoriere? Dann läge ich tatsächlich falsch ……. tssssss !

181 – Ansichten

Ja, ich esse gerne Fleisch. Und konsequent akzeptiere ich, dass dafür Schweine geschlachtet werden. Alles normal, nicht wahr? Nun bin ich allerdings auch in dieser Frage schief gewickelt. Ein Schwein ist keine Sache, sondern ein Lebewesen wie ich. Und ich lasse es töten, damit ich meine Schweinelende auf den Teller kriege. Ist das auch normal? Schlimmer noch: Ich habe mehrfach bei Hausschlachtungen erlebt, wie ein Schwein, das wusste, was mit ihm geschehen sollte, in Angst und Panik geriet, nicht mehr zu halten war, flüchtete und mühsam wieder eingefangen werden musste.
Ich habe zugeschaut, wie ein Schlachter auf das panische Schwein einprügelte, bis es still lag und er endlich sein Bolzenschussgerät ansetzen konnte.

Schliesslich war die Sau tot und zerlegt, und die ersten Koteletts schmurgelten in einer Pfanne – und sie waren köstlich. Vollgefressen und zufrieden lehnt man sich zurück, trinkt noch zwei Kurze zur Verdauung, und hat das Drama vom Vormittag verdrängt.

Das bin ich. Und das macht mich nicht stolz. Ich frage mich, wieviele Seiten meine Persönlichkeit hat – die bestialische kam schon mal zum Vorschein.

Das schauderhafte Bild vom Schweinetöten übertrage ich auf das Bäumefällen. Als ich mitkriegte, dass man in Ostdeutschland ganze Alleen dem Strassenverkehr geopfert hat,. packte mich kalte Wut. Auch ein Baum ist ein lebendes Wesen. Darf man ihn einfach niedermachen, so wie man Naturstein „erntet“? Darf man eine 400 Jahre alte Buche einfach umlegen und zu Brettern verarbeiten? Wieso schmerzt das keinen Menschen? Welcher Depp hat dafür gesorgt, dass Bäume nicht weglaufen können? Dass sie nicht schreien können, wenn die Motorsäge naht?

Die Bestie kommt wieder zum Vorschein. In unserer Küche steht ein von Hand gebauter Holztisch, massiv aus Esche gefertigt und schwer wie ein Findling aus eiszeitlicher Endmoräne. Das Haus kann niederbrennen bis runter zum Fundament – dann wird der Tisch in der Ruine stehen und darauf warten, dass man ihm wieder Stühle zuordnet, und eine grosse Platte mit leckeren Schweinekoteletts.

Und ich werde argumentieren, dass mein Verhältnis zum Baum/zum Schwein ein anderes ist als zum Tisch/zum Kotelett. Dabei mag es Zuhörer geben, die solchen Quark als „weise gesprochen“ beruhigt akzeptieren, und damit dem Konflikt entkommen. Wahr ist allerdings nichts weiter als eine Schwäche im Wesen der Menschen, sie sind einfach nicht konsequent. Bertold Brecht hat es deutlich zum Ausdruck gebracht:

„Erst kommt das Fressen, dann die Moral!“

….. eigentlich ist die Lage noch viel schlimmer. Züchtet man nicht Soldaten in Armeen, um sie irgendwann in den Tod zu schicken und auf diese Weise Zugriff auf Erdöl oder andere Schätze zu organisieren?

180 – ? ? ?

Was ist eigentlich „Macht“?

Macht ist wie ein 500-Gramm-Hammer, also nichts weiter als ein Werkzeug.
Man kann es liegen lassen, oder benutzen. Bei Verwendung kann man die Gemeinschaft schädigen, oder damit Positives bewirken. Man kann also einen Zaun zusammennageln, oder den Nachbarn erschlagen.
Merke: Macht ist nichts weiter als ein Werkzeug; allerdings hat dieses Werkzeug eine spezielle Eigenart. Seine Stärke ist variabel. Die Spanne der Variabilität reicht von „lächerlich“ bis „tödlich“. Darum muss man den Machtmissbrauch fürchten.

Was kann eine derartige Erklärung bewirken?
N i c h t s !
Solchen Schrieb brauchen wir so nötig wie ein Furunkel am Hintern.

Nähern wir uns der täglichen Praxis und schauen nach der Back side des Themas „Macht“, so verlieren wir uns umgehend in Details. Ich werde geschwätzig, wie hier zu lesen ist:

„Habt Acht! Uns dräuen üble Streich:
zerfällt erst deutsches Volk und Reich,
in falscher wälscher Majestät
kein Fürst bald mehr sein Volk versteht,
und wälschen Dunst mit wälschem Tand
sie pflanzen uns in deutschem Land;
was deutsch und echt, wüsst keiner mehr,
lebt’s nicht in deutscher Meister Ehr.“

Es ist erkennbar, dass auch Richard Wagner ein strikter Gegner der EU war, wie er es in seiner Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“ trefflich formulierte. Das Klagelied lässt er Hans Sachs, einen Schuster singen, also einen Meister in der Handhabung eines Hammers und seiner Tenorstimme, mithin also ein Meistersinger und ein Meisterschuster.
Wenn also Hans Sachs seine Arie beginnt mit „Verachtet mir die Meister nicht“, so hat er keinesfalls die Meister der Politik im Sinn, jene Garde, die uns Bürger nahezu täglich mit einem Hammer malträtiert, sondern jene, die mit ihrem Werkzeug Gutes schaffen, wie Schuhe zum Beispiel, auch wenn die Bäcker zum Brötchenbacken keinen Hammer benutzen, und die Schneider einen Smoking nicht zusammennageln. Herr Sachs besingt einfach solides Handwerk – und davon ist die Politik mit ihrem Machtanspruch Lichtjahre entfernt.

Ja, früher war alles besser. Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass heutzutage auch die Handwerker unerfreuliche Macht über Kunden ausüben. Sie hämmern allerdings nicht mit einem Hammer, sondern mit Preisen und Terminen für ihre teils desolaten Leistungen. Man könnte feststellen, dass das Handwerk pervetiert ist. Der Boden ist allerdings haltbar wie immer, nämlich golden.
Das tröstet, nicht wahr? Und noch ein Aspekt: Wenn man, wie ich vor einer Stunder, einige Hunderter für eine Handwerkerleistung gelöhnt hat, dann fühlt man sich richtig erleichtert! Die Macht des Geldes steigert mein Wohlbefinden!

179 – Viehzeug

Das deutschge Erbrecht hat es so gewollt, dass mir nur noch die Hälfte meines eh schon kleinen Vermögens gehört. Auf dieser Tatsache setzen nun mein Harmoniebedürfnis und meine Einsicht in die Realitäten auf wie ein Sahnehäubchen. Und so kommt es, dass ich in einem schleichenden Prozess die Hoheit über mein „Reich“ verloren habe. Und dies hat Folgen.

Was einmal „Garten“ genannt wurde, heisst nun „Biotop“, und dies zu Recht. Alles, was früher gnadenlos per Gift oder scharfen Waffen wie Heckenschere und ähnliches ausgerottet wurde, ist wieder da. Selbst die Braune Wegeameise wird geachtet, solange sie nicht den Weg ins Haus und zum Honigtopf gefunden hat. Ja, man kann feststellen, dass draussen wieder Leben ist. Und wie! Da ist zum Beispiel eine Gang des Spatzenvolks, die frisst Meisenknödel eimerweise. Ich habe nicht verstanden, wieso diese fetten Vögel noch fliegen können.

Katzen? Heute nicht. Nur, dass wir bei 30 aufgehört haben, zu zählen, was in unserem Wohnviertel diesbezüglich so abgeht.

Bevor Du fragst: Jawoll, Igel gibt es auch. Anscheinend reichlich, nur ….. Igel sind wahre Dreckschweine. Und wir haben den Fussboden in Flur und Küche mit marmor-artigen weissen Fliesen ausgestattet, darum sieht man den Schmutz, den unser Igel ins Haus trägt, besonders gut. Wie bitte? Doch. Dieses kranke Mistvieh hat den Weg zu den Futternäpfen der Katzen gefunden; er kommt durch die Katzenklappe rein ins Haus, und wenn er wieder draussen ist, kann geputzt werden. Besonders vergnüglich sind die Tischmanieren der Igel. Sie fressen, wie man das vom Hausschwein kennt.

Ein solches Ferkel kommt jetzt ins Haus. Und ich sorge mich, weil ich nicht weiss, was dem Tier sonst noch einfällt. Ich laufe mit einem Alptraum herum: Möchte am Abend in mein Bett, und es liegt der Igel drin, voller Flöhe und anderen Parasiten, und schnarcht vor sich hin. Und ich muss mich – aus Tierschutz-Gründen – zurückziehen in mein Arbeitszimmer und im Bürostuhl übernachten.

Als Kaufmannsgehilfe muss ich akzeptieren, dass mein Eigentum nicht 50 Prozent vom Ganzen beträgt, sondern deutlich weniger. Hier macht jeder, was er will. Und wenn eine unserer Katzen eine lebendige Maus ins Haus bringen will, dann habe ich das zu dulden. Sollte der Igel auf die Idee kommen, hier im Haus sein Winterquartier einzurichten, so habe ich mich geehrt zu fühlen – nicht jeder hat seinen Haus-Igel! Ich bin auf der Suche nach einer neuen Identität. Bin ich etwa so etwas wie ein Nachfolger von Franz von Assisi? Unvorstellbar. Vielleicht ist meine Tochter etwas ähnliches – eine Franziska!

Ich jedenfalls spreche nicht mit Vögeln, sondern esse sie, wenn sie vom Grill kommen.

178 – Salat

Heute mittag hatte ich unverschämtes Glück – meine Tochter hatte eine grosse Schüssel bunten Salat zurechtgemacht, und ich konnte mich dort bedienen. Das i-Tüfelchen: Ich musste nicht das Blockhaus-Cäsar-Salatdressing dazunehmen, da ich in einem elektrischen Grossgerät eine Buddel American dressing fand. Meine Mittagsmahlzeit war also Bunter Salat satt mit rosa Mumpe, ansonsten mit ohner alles …. wie soll ich das jetzt formulieren ….. na so, wie eine Kuh den Salat fressen würde. Nur eben mit rosa Sosse drüber, und einem halben Ei drauf. Die besondere Raffinesse an diesem krautigen Gericht bewirkte eine Ladung „Thunfisch zerrupft“. Damit wurde der ordinäre Insalada mista aufgepimpt zum Nizza-Salat, oder – wie man zu sagenb pflegt – zum Salade niçoise.

Das Leben hat mich gelehrt, zu nehmen, wenn man mir gibt, und den Mund zu halten, wenn dabei etwas nicht so ist wie üblich. In diesem Sinne habe ich klaglos hingenommen, dass alles, was in der Schüssel grün war, nicht gabelgerecht zerkleinert wurde. Und da war viel Grün im Salat! So ergab sich folgende Situation: Ich sitze mit einem soeben aus dem Schrank gepultenfrischen Hemd vor meinem Salatteller, der mit viel rosa Dressing verschönert wurde. Steche mit meinem Essbesteck auf den Eisbergsalat ein und erwische gleich 2 Teile, beide zusammengenommen etwa so gross wie ein Fusslappen von Iwan, als der in Filzstiefeln in Berlin einmarschierte. Von diesem grossformatigen Blattgut tropft eine rosa Brühe. Ich führe die Gabel zum Mund, und nun hängen die grünen Lappen in meinem Gesicht, und rosa Brühe in meinem Bart, und es tropft weiter – wohin? Ist doch klar! Auf das frische Hemd. Dazu kommt über’n Tisch auch noch ein Kommentar, kurz und knapp: Papa, dein Hemd muss in die Wäsche! Und ich gebe dabei den Tattergreis und Dorfdepp, der zu dämlich ist, seinen Salat mit Messer und Gabel zu essen — ich habe in 81 Jahren niemals Salat mit Messer essen müssen, und ich werde auch heute damit nicht anfangen!

Die gelben Körner haben mich weniger gestört, auch wenn ich nicht weiss, warum ich Hühnerfutter essen soll. Aber rohe Möhren in den NIzzasalat schnippeln ist mir sehr fremd.
Dies insbesondere, da ich die letzten beiden Möhren wegen angegriffenen Aussehens in die Mülltonne geworfen hatte, ohne zu ahnen, dass sich in meinem Haus irgendwo noch ein geheimes Möhrenlager befinden muss, sodass ein Teil davon unweigerlich auf meinem Salatteller landen musste. Positiv war, dass mir Sardellen und Oliven erspart wurden. Diese Dinge sind mir zu fremdartig; von Sardelle zum schwedischen Surströmming Filéer, dem beliebten Stinkefisch ist es für den Gourmet nur ein Katzensprung weit.

Eine besondere Rolle spielten die Fabrik-Tomaten. Sie sind zusammengebaut aus Fasern, Wasser und Solanin; unklar ist, wo der rote Farbstoff herkommt. Die besondere Rolle der Kunsttomaten besteht aus der Erkenntnis, dass es gescheit ist, wenn man seine Tomaten selbst anbaut. Unsere diesjährige Ernte mit 3 Pflanzen war ergiebig und tomatig, und viel zu kostbar, um sie für Sossen zu verschwenden.

Ja, dann bin ich noch über Bitterstoffe gestolpert, die sich in Lollo rosso verbergen. Wenig davon in verdaulichen Stücken serviert mag wegen der Optik noch angehen. Wenn sie aber in Pizza-Grösse auf meiner Gabel hängen und wie ein Schluck Spucke in der Kurve vor sich hintropfen, dann ist meine Toleranzgrenze weit überschritten, ich kriege einen irren Blick und werde zum Taliban.

Es gäbe noch dies und das zu kommentieren – ich lasse es lieber. Es ist gescheit, auf meine Gesundheit zu achten. Eben noch hatte ich das dringende Bedürfnis, einen Vers zu schreiben, der so beginnt:


„Es fliegt ein Schiff nach Nirgendwo …..“

Was soll ich sagen; es sind mit Sicherheit die Möhren im Nizzasalat! Hoffentlich geht das wieder weg!

177 – Jamaika

Nun ist der Geist Donald Trumps doch tatsächlich in Windeseile über den Atlantik gekommen und hat von Armin Laschet Besitz ergriffen. Und dieser geistige Gartenzwerg leistet sich in seiner Selbstüberschätzung, einen Machtmechanismus ü b e r jene Kraft zu stellen, die man hierzulande so gerne (und so falsch) mit Demokratie betitelt.
„Ich scheisse auf das Wahlergebnis! Ich will Kanzler sein!“

Es deutet sich an, dass wir diesen Menschen in die Reihe der seelenlosen Narzissten wie Orban, Trump, Lukaschenko und Erdogan stellen können.

Der Selbstdarsteller Lindner und sein schwarzes Pendant Merz werden versuchen, den schwarzen Kanzler zu dominieren. In speziellen Situationen werden Schwarz und Gelb eine besondere Stärke entwickeln und die Grünen in den Keller schicken. Habeck und Co. werden dabei den gleichen Schaden nehmen wie die Roten in der Großen Koalition. Randfiguren ohne Meriten. Profile nutzen sich ab wie Schuhsohlen. Am Ende geht man auf der Brandsohle und merkt es nicht mal.

Und die Bürger? Sie haben brav ihre Kreuzchen gemalt, man hat das Ergebnis anschliessend zurechtgebogen, die Roten also in die Wüste geschickt, und nun legt man los. Womit? Beispiele: Bundeskanzler Laschet hat bereits im Wahlkampf erklärt, er wolle die Rüstungsausgaben von 1,45 auf 2,0 % des BIP erhöhen, wie es von den USA befohlen wird. Das wird dann ein Sechstel des Bundeshaushalts werden. Schuldenfinanziert selbstverständlich. Und er möchte flächendeckende Überwachung der Bürger per Kamera, wie man das aus GB kennt.

Am Ende wird wer die Zeche zahlen? Rate mal!

Wie es mit dem CumEx-Scholz laufen würde, weiss ich nicht. Der hat nicht geschwiegen wie die Sphinx, sondern wie die Pyramiden von Gizeh. Mit Scholz nur mal so angedacht: Mindestlohn erhöhen auf 12 Oiro – Unternehmen haben dann höhere Lohnkosten. Es werden die Produkte neu kalkuliert, die Preise steigen, und wir, die Bürger zahlen. Die Unternehmer werden sich doch wohl nicht ihre Profite kürzen lassen! Der Wettbewerb reguliert hier nichts weg, da alle Unternehmen in gleicher Weise betroffen sind. Einen Vorteil geniesst nur, wer keine oder nur wenige Mindestlöhner beschäftigt.

Ich hör‘ ja schon auf!

175 – Seltsam

Meine Tochter wohnt nun seit geraumer Zeit in meinem Haus. Genauer gesagt wohnt sie gleichzeitig in ihrem Haus, es gehört ihr zu 25%, und ich habe nur noch 50%.

Wie anderswo erzählt hat sie sich zwei Katzen zugelegt. Die beiden Viecher kommen aus einem Tierheim. Ich partizipiere auf besondere Art: Ich darf das Katzenfutter kaufen und bezahlen. Immerhin habe ich das so entschieden, ist somit ok..

Eine dritte Katze namens Mucki kommt nun nicht mehr. An seiner Stelle, also auf Platz 3 versucht nun ein schneeweisser Kater, Frodo mit Namen in unserer Familie Fuss zu fassen. Das verhindert, dass ein rot-weisser Kater namens Hicks zum Zuge kommt. Versucht hat er das schon. Es fressen nun also 3 1/2 Katzen hier im Haus. Faktisch sind es aber 4 1/2, da Frodo für 2 frisst. Ohner doppelte Ration werden wir ihn nicht los, er hat anderswo ein Zuhause.

Es sind schon viele Menschen erfroren, aber es ist noch keiner erstunken. Diese Weisheit kommt bei meiner Tochter nicht gut an. Sie ist ein Fan grosszügigen Lüftens, und so stand nun die Haustür weit geöffnet, buchstäblich eine Einladung für tierische Gäste. Und im Flur stehen immer gefüllte Futternäpfe; wer vorbei schaut, kann sich satt fressen. Heute am frühen Abend kriegten wir wieder Besuch. Katzen? Denkste. Hockt da ein kleiner, also untergewichtiger Igel und frisst wie ein Geisteskranker. Über’n dicken Daumen gerechnet sind es nun 6 bis 7 Portionen täglich, wenn sich der Igel hier eingewöhnt.

Ich sitze nun hier in meiner Bude und frage mich, was resp. wer da wohl noch kommen wird? Muss ich nun Heu zukaufen, und Futterrüben?

174 – Hochspannung

Heute ist Wahltag.
Es läuft die letzte Stunde zur Stimmabgabe.
Dann, um sechs, wird man die Prognose verkünden – ein altes und abgenutztes Ritual, das immer noch seine Magie spielen lässt, denn bis zur ersten Hochrechnung wird der Zauber der Prognose die Spannung bis ins schier Unermessliche steigern.

Ich gestehe, selbst nicht souverän das amtliche Endergebnis abwarten zu können. Ich spüre, wie mein Puls beginnt zu steigen, ich schwitze wie ein Schwein vor Aufregung – und bin eingeschlafen. Ehrlich, die rituelle Verkündung einer Prognose um 18 Uhr habe ich glatt verschlafen wie den Krimi aus der ARD-Megathek.

Übrigens: Deutsche Krimis sind stets so raffiniert konstruiert wie eine Pellkartoffel; man kann mittenrein springen, ohne etwas versäumt zu haben – sie sind Leuchten in der deutschen Landschaft, in der Gegenwartskultur, und wunderbarerweise unbelastet vom Anspruch, Kulturgut zu sein. Sie sind schlicht Schlafmittel.

Ja, genau. Schlafmittel wie der beliebte „Wahlabend“. Du weisst doch, was ich meine? Zum Beispiel die „Elefantenrunde“, in welcher sich Parteispitzen darin gefallen, den jeweils anderen Teilnehmern leere Parolen um die Ohren zu hauen, die, was die Härte der Auseinandersetzung betrifft, so weh tun wie eine Kissenschlacht mit Plumeaus, die mit feinsten finnischen Daunen gefüllt sind.

Dennoch scheint die Veranstaltung auch Komisches zu bieten. Soeben berichtet mir meine Tochter, dass der Laschet zu blöde ist, einen Wahlzettel richtig zu handhaben. Er hat – unerwartet – 2 x CDU angekreuzt und dies dann vor eine TV-Kamera gehalten. Nun war seine Wahl nicht mehr geheim, und sein Stimmzettel somit ungültig. Diesen Clown kann ich nicht in meinen Garten zum Unkrautjäten lassen. Der lässt den Giersch stehen und reisst alle Tulpen raus.

Nun, mit der Trump-Komödie in den USA haben wir gelernt, was in der Politik alles möglich ist, und wir müssen uns ernsthaft fragen, warum es uns besser gelingen soll als den Amis.

Und ich? Zugegeben, ich werde jetzt mal um die Ecke schauen; es interessiert mich schon, wer vorne liegt. Aha, die Roten knapp vorne. Kein Kommentar, und nun zurück zum Krimi!

173 – نقطة تحول

Und nun für die arabische Welt:

لقد مر الآن أسبوعين منذ أن خلعتني البكتيريا عن قدمي وانتهى بي – نصف الزيت – في عيادة. كان على كل من حاول مساعدتي أن يستسلم لوزني. في مرحلة ما ، انضم زميلان قويان إلى فريق الدعم ، ثم سار كل شيء كالساعة. لسوء الحظ لم ألاحظ أي شيء عنها. لا بد أنها بدت وكأن ختم فيل ميت قد تم تحميله. في العيادة وضعوني على قدمي مرة أخرى وأنا الآن كأنني جديد – عجوز للتو.

لدي الكثير من الخبرة السريرية. طالما يمكنني الدفاع عن نفسي ، فلن أعود إلى المنزل في Stade. 5 أيام كان هناك 5 أيام من المتاعب. بالنسبة لي ، هذا يعني شيئًا ، لأنني صبور ، وأعرف حالة الطوارئ الشخصية بين طاقم التمريض ، وما إلى ذلك. بالإضافة إلى ذلك ، فأنا مدمن على الانسجام. في النهاية ، كان الأمر برمته مجرد حلقة في حياتي ، وبالكاد يستحق الذكر.

سيكون جميلا. لسوء الحظ ، في هذه الأيام الخمسة ، تحولت من رجل عجوز معاق بشدة ولديه عقل متيقظ إلى رجل عجوز مغفل لم يعد قادرًا على العد إلى 7 ويرمي دوائه بدلاً من تناوله. مدة الإعلان: لم يعد بإمكانك الاعتماد علي في ابتلاع السبع حبات بانتظام. يبدو أن ابنتي وطاقم التمريض وعيادة طبيب الأسرة والعيادة قد تعاملوا بشكل مكثف مع هذه المشكلة عبر مكالمة هاتفية حتى وقفت ممرضة في العيادة بجانب سريري وتعذب نفسها لإبلاغني وابتزاز موافقتي على خدمة التمريض الآن سيأتي كل يوم ليخدمني حبوبي. الحقيقة هي أنني لا أتذكر أبدًا „نسيت الحبوب“.

بالتأكيد ، إذا تم تخفيض درجتك رسميًا إلى شخص أحمق ، أو لا تريده ، فستبدأ في التفكير. لكنني رأيت بوضوح ميزتي في هذه المرحلة الجديدة من الحياة. مراقبة المخزون وحساب النطاقات وشراء الإمدادات – لقد تخلصت من هذه الوظيفة. آخرون يفعلون ذلك الآن من أجلي.

عابر: لا تعتقد أن الموضوع انتهى. نظرت هذا الصباح إلى علبة الأقراص التي تم تسليمها … وأحصي 6 أقراص بدلاً من 7. كانت الفتاة من خدمة التمريض محيرة قليلاً ، وأنا مستمتع. أعرف أيضًا ما هو مفقود وكان من دواعي سروري أن أقول: إن lercanidipine مفقود!

لسوء الحظ ، أنا لست خبيثًا. لا أستطيع أن ألعب دور الجد المعاق عقلياً ، أي أن أدع الدمى ترقص ؛ من المحتمل أن تظل الأفكار الجميلة العديدة في الدرج.

على محمل الجد ، وإذا نظرنا إليها من بعيد ، فإن مثل هذه التدخلات لها تأثير غير سار. يجب أن تجد الطبيعة الحساسة – أنا لا أنتمي إلى هذا النوع البشري – أن وصفتي للأدوية مهينة ، مثل تفكيك للشخصية. الحالة الأخرى: قمت بتسليم مفاتيح سيارتي طواعية ولسبب وجيه.
لقد قررت عدم القيادة بعد الآن. هذا يبدو مختلفًا قليلاً عن هذا الإزالة القسرية والجزئية للشعر.

172 – Wendepunkt

Es sind nun 2 Wochen vergangen, seit mich ein Bakterium von den Füssen holte, und ich – halb im Tran – in einer Klinik gelandet bis. Alle, die sich um mich bemühten, mussten vor meinem Gewicht kapitulieren. Irgendwann gesellten sich zwei kräftige Burschen zur Hilfsmannschaft, und dann ging es wie geschmiert. Leider habe ich davon nichts mitbekommen. Es muss ausgesehen haben, als würde man einen toten See-Elefanten verladen. In der Klinik hat man mich wieder auf die Füsse gestellt, und nun bin ich wie neu – nur alt.

Ich habe reichlich Klinik-Erfahrung. Das Haus in Stade werde ich , solange ich mich wehren kann, nicht mehr betreten. 5 Tage dort waren 5 Tage Ärger. Bei mir will das etwas heissen, denn ich bin geduldig, weiss um den personellen Notstand beim Pflegepüersonal usw. Ausserdem bin ich harmonie-süchtig. Letztlich war das Ganze doch nur eine Episode in meinem Leben, und kaum der Rede wert.

Schön wäre es. Leider bin ich in diesen 5 Tagen vom schwerbehinderten Greis mit wachem Verstand mutiert zu einem schwachsinnigen Tattergreis, der nicht mehr bis 7 zählen kann und seine Medikamente wegwirft, statt sie einzunehmen. Tenor der Ansage: Man könne sich nicht mehr darauf verlassen, dass ich die 7 Pillen regelmässig schlucke. Mit diesem Problem haben sich meine Tochter, der Pflegedienst, die Hausarztpraxis und die Klinik anscheinend per Telefonkonferenz intensiv beschäftigt, bis schliesslich eine Krankenschwester in der Klinik an meinemk Bett stand und sich quälte, mich zu informieren und mir eine Zustimmung abzupressen, dass der Pflegedienst nun täglich kommen wird, um mir meine Pillen zu servieren. Tatsache ist, dass ich mich nicht daran erinnern kann, jemals „die Pillen vergessen zu haben“.

Klar, wenn man so nolens volens von Amts wegen zum Deppen herabgestuft wird, kommt man ins Grübeln. Aber ich habe meinen Vorteil in dieser neuen Lebensphase glasklar erkannt. Bestandskontrolle, Reichweiten berechnen und Nachschub beschaffen – diesen Job bin ich nun los. Den machen nun andere für mich.

Aaaber: Man glaube nicht, das Thema wäre somit erledigt. Heute früh schaue ich in die angelieferte Pillenbox ….. und zähle 6 Tabletten, statt 7. Das Mädel vom Pflegtedienst war ein wenig perplex, und ich belustigt. Ich weiss auch, was fehlt, und es war mir ein Vergnügen, anzusagen: Es fehlt das Lercanidipin!

Leider bin ich nicht boshaft. Ich kriege es nicht hin, nun den geistig behinderten Opa zu spielen, also die Puppen tanzen zu lassen; die vielen schönen Ideen dazu bleiben wohl in der Schublade.

Ernsthaft, und mit ein wenig Distanz betrachtet, haben solche Eingriffe eine unerfreuliche Wirkung. Sensible Naturen – ich gehöre nicht in diese Gattung Mensch – müssen meine Pillen-Tramödie als entwürdigend empfinden, als Demontage der Persönlichkeit. Der andere Fall: Ich habe meine Autoschlüssel freiwillig und aus gutem Grund abgeliefert.
Ich habe entschieden, nicht mehr zu fahren. Das fühlt sich ein wenig anders an als diese Zwangs- und Teil-Entpillung.

171 – Babel

Genesis 11 1-9

1 Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache.
2 Als sie nun von Osten aufbrachen, fanden sie eine Ebene im Lande Schinar und wohnten daselbst.
3 Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, lasst uns Ziegel streichen und brennen! – und nahmen Ziegel als Stein und Erdharz als Mörtel
4 und sprachen: Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, dass wir uns einen Namen machen; denn wir werden sonst zerstreut über die ganze Erde.
5 Da fuhr der Herr hernieder, dass er sähe die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten.
6 Und der Herr sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen und dies ist der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun.
7 Wohlauf, lasst uns herniederfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe!
8 So zerstreute sie der Herr von dort über die ganze Erde, dass sie aufhören mussten, die Stadt zu bauen.
9 Daher heißt ihr Name Babel, weil der Herr daselbst verwirrt hat aller Welt Sprache und sie von dort zerstreut hat über die ganze Erde.

Futurum 1.1

1 Und die Menschen sammelten sich und bildeten Gemeinschaften, ganz zu des Herren Wohlgefallen.
2 Doch sie folgen ihrer inneren Stimme, die ihnen sagt, die gesamte Welt sei ein Turm und in ihrem Besitz.
3 So haben die Menschen nicht aufghört, zu bauen
4 Aber sie haben sich einem neuen Gott zugewandt, der ihnen die Welt überlässt und nur mit Zahlen spielt; sein Name ist Mammon.
5 Er pflanzte den Menschen ein Gift in ihre Gedankenwelt, auf dass sie dem Wahn ewigen Wachstums erliegen und seiner Charis, der Technomania.
6 So hat Gott wohlgetan.
7 Er weiss um das Übel, das Mammon und Technomania mit sich tragen.
8 Und er weiss, dass dieser Turm, den sie Welt nennen, einstürzen wird.

9 Das wahre Göttliche auf Erden ist die missachtete Natur. Sie ist unsterblich.

170 – Gedankensplitter

Scham ist eine negative Emotion
als Ergebnis eines positiven Erkenntnisprozesses.

Es ist zwei Uhr in der Nacht, als mir dieser Gedanke über den Weg läuft.

Ist er falsch, oder ist er richtig? Juristen sagen dann „Ja, das kommt drauf an ….. „, und ich sage, dass diese Leute recht haben. Nur: Wer zum Teufel braucht solche Sprüche?

Ich musste lange darüber nachdenken, ob ich diesen Aphorismus hochladen sollte. Und ich tat es, weil er einen Sünder trösten könnte.

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