Wut im Bauch

Wenn ich Qualm in meiner Bude habe, weil irgendein „Spitzen“-Politiker  wieder mal danebengelangt hat (nur bei fremden Portemonnaies greifen sie nie daneben), dann setze ich mich an meinen PC und schreibe ihm eine Mail. Diese gedeiht  selten sachlich, ist fast immer unverschämt, bringt manchmal einen kurzen, vergnüglichen Diskurs mit einem vorgeschalteten Schmutzfilter, der vornehm Referent beim Bürgerservice oder ähnlich genannt wird – und beim Politiker kommt nichts von alledem an. 

Wem nützt solcher Unsinn? Logo, mir natürlich!

Damit Du besser verstehst, was ich meine: Es ist wie mit Blähungen ….  Mehr sage ich nicht.

Karl Marx über den Konsumwahn

Das Vorhandensein einer übertriebenen Anzahl
nützlicher Dinge endet in der Erschaffung einer
übertriebenen Anzahl von unbrauchbaren Menschen.

Karl Marx (1818 – 1883), deutscher Philosoph, Sozialökonom und sozialistischer Theoretiker

Ich gestehe: Ich habe beim Lesen gelacht.
Es gibt anscheinend Gesetze,
die weder von Menschen noch von der Natur
erlassen wurden.
Ich nenne sie hilfsweise soziologische
Axiome.

Haiku: Ich frage

Sag – wie geht Leben?
Tausend Bücher bleiben stumm.
Ein Baum antwortet.


„Life“
Tell me – how does life work?
Thousand books remain silent.
A tree responds.

Haiku: Hände

Flatternd wie Vögel
und rastlos bis in den Tod.
Sie winken zum Gruß!


Hands
Flapping like birds and restless till death. They are waving to greet!

Stossgebet

Jupiter, Du Gott des Wetters und Hüter der staatlichen Ordnung!

Wenn Du schon die staatliche Ordnung nicht hüten magst, so lasse doch
bitte die nächsten drei Jahre den Herbst sonnig und trocken werden, damit wir Weintrinker wieder mal einige gute Jahrgänge zu schmecken bekommen, ja? Wenn nicht für uns Menschen, dann tu es für die Reben ….. bitte! Auch sie sind Deine Geschöpfe.
Danke !

Vogeliger Alltag

Der Kaffee ist getrunken, die Kekse sind gegessen. Ich gucke mal wieder in den Garten. Mein Büro liegt nämlich parterre auf der Gartenseite, mein Fenster misst 1100×1100 mm, und mein Schreibtisch steht unmittelbar unter dem Fenster. Toll, nicht wahr?
Leider haben Regen und Sturm die Vögel vertrieben. Bei besserem Wetter streiten sich zur Zeit einige Meisen um einen Nistkasten, der im Apfelbaum befestigt ist. Besonders auffällig gebärdet sich ein Meisenpärchen. Er balzt und lockt, und dient seiner Flamme den Nistkasten an wie Sauerbier, und sie scheint überhaupt nicht interessiert. Der Typ hat aber auch kein leichtes Leben. Jedes Frühjahr dasselbe Theater, da kann er noch so viele Weiber ausprobieren – es ist immer ein Krampf.
 
Bemerkenswert: Man muss den Vögeln nicht zwischen die Beine gucken, um herauszufinden, welcher das Weib ist. Es braucht nur 3 Minuten Aufmerksamkeit, und schon ist alles offensichtlich. Er bemüht, sie zickig. Da hat der liebe Gott beim Kartengeben geschummelt …. aber mit dem habe ich ohnehin eine Hühnchen zu rupfen. Gut aufgepasst. Ich habe nicht Hähnchen gesagt ….. ja, genau: Hühnchen!