Hicks aus Mainz

Es mag ja sein, dass der eine oder andere Fussballfan es lustig findet, wenn der 1. FSV Mainz 05 gegen Bayern München spielt und der Robert Lewandowski wieder einmal seine Kontaktlinsen zu Hause gelassen hat. Dann kann es geschehen, dass der Ball liegen bleibt und der Kater „Hicks“ im Tornetz landet; Robert trifft fast immer, und mit allem, was ihm vor die Füsse gerät, Ballgrösse hat und ein wenig rund geraten ist.

Die Schiedsrichter haben solche „Tore“ bisher nicht anerkannt; Hicks meidet den Elfmeterpunkt wie der Teufel das Weihwasser. Aber seine Liebe zu Fussbällen bleibt ungebrochen.

Ein Angler

Dort geht er durch den Auenwald,
stolpert, fällt in den Bach.
Ist nun erfrischt und völlig wach,
doch später wird ihm richtig kalt.

Verschwunden sind nun Frosch und Fisch,
die Teller bleiben blank und leer.
Der Hunger peinigt, quält ihn sehr.
Nur trocken Brot liegt auf dem Tisch.

Die Dosensuppe, Jahre alt
riecht leider wie ein nasser Hund;
sieht aus, als wär sie ungesund,
im Darm herrscht sie mit Urgewalt.

Mit Gottes Segen, in der Hose –
noch heiss und überhaupt nicht lecker,
so findet unser Leckerschmecker
sein Süppchen aus der alten Dose.

Schon sitzt er wieder in dem Bache,
spült lustvoll, was ihn kleiden muss.
Gewaschen, nun von Kopf bis Fuss
trotzt er jetzt Montezumas Rache.

Ein Fisch frass Brocken wie ne Katz.
Der Fluss spülte sie ihm auf den Tisch.
Der Angler aß Filet vom Fisch –
Es findet alles seinen Platz.

Vater und Tochter. Wetten?

Aus dieser Kombination wird in der Regel ein dickes Ei.
Dafür sprechen zwei Gründe:
Die Tochter ist ein Weib.
Sie fühlt, denkt und handelt dem Klischée entsprechend.
Und der Vater ist ein Mann,
empfänglich für alles Weibliche.
Er degeneriert, entwickelt sich zum Weich-Ei.

Anders das Verhältnis der Mutter zum Sohn.
Mütter pflegen in Sorge zu zerfliessen.
Wie bei den Vätern können Realität und Objektivität
auf der Strecke bleiben.
Die Söhne aber neigen unbewusst zu Machismo.
Mama-Söhnchen sind Weich-Eier –
so die Regel.

Väter geraten beim Dialog mit Töchterchen
vor Entzücken ins Lispeln.
Die Söhne dagegen sollen harte Kerle werden.
Irgendwie sind Väter zu Deppen geworden.
Mütter sind mit ihrer Fürsorge für Söhne peinlich
und werden abgewehrt. Nur das.
Nicht abgelehnt!
Mütter erkennen den Unterschied nicht immer.

Töchter sind wiederum mit den Müttern nicht konform,
ärgern sich über das Anwanzen bei den Söhnen,
reklamieren weibliche Solidarität,
die sie selbst nicht entwickeln mögen.

Dies ist der Boden, auf dem ein Familienleben
gedeihlich entwickelt werden soll.
Aber in jeder Ecke lauern kleine Konflikte.
Die einzige Kraft, die in der Lage ist,
alles unter der Decke zu halten,
ist Intelligenz.
Fehlt sie, dann werden für den Tag X
die Messer geschärft.

Ich bin amüsiert. Hast Du mitgezählt, wieviele Klischées ich hier verwende?
Ich nicht. Frage: Wieviele davon sind falsch?

Noch ein Wunder

Das ist Titt#, ein Jahr alt.

Und dies ist Brigitta, 21 Jahre alt.

Der charme der frühen Jahre ist verflogen. Statt dessen bringt sie ……halt’s Maul, Alter! Aber das Posing hat sie immer noch drauf! Halt die Fresse, Du alter Sack! Oder ich lass Dich an der Stange tanzen!

Babel

Ach, wissen Sie, wenn man zu oft und zu lange in der Weltgeschichte herumliest, verschwimmen die Grenzen, die Namen, ja, sogar die Sinne. Und was kommt dabei heraus? Ich suchete nach Basel und hilfsweise nach Basilikum! Meinte aber Babel und Babylon! Ist das zu glauben? Ich glaub’s ja selbst nicht!

Ich suchte also eine Spur, fand sie und nahm sie auf. Und wo bin ich gelandet? Kann es nicht fassen, anscheinend werde ich verfolgt. So stecke ich schon wieder in den Offenbarungen des Johannes fest – Ich, ein Ungläubiger!

Sei tapfer, Alter! (So rede ich mir zu) Es geht um Babel, nicht um Babbeln,was im Pfälzischen für Miteinander reden steht. Es geht uch nicht um die Hure Babylon, das Erste Grosse Schimpfwort für das antike Rom und das ganze Imperium Romanum, nicht in seiner Vollkommenheit, sondern in seiner Verkommenheit, seine Dekadenz. Babylonisches Sprachgewirr habe ich zur Genüge gehabt, das triebe mich heute in die Flucht! Hier geht es um Babel, also um Babylon, und speziell um den Turmbau. Man liest, dieses Bauwerk wäre 91 x 91 m breit und 91 m hoch gewesen. Die Basis des Turms könne man heute noch bei Hilla, nahe dem Euphrat besichtigen.

Babylon liegt angeblich 90 km südlich von Bagdad und hatte seine gute Zeit vor Christi Geburt. Das war so um 1700 bis 200 v. Chr. Fragst Du aber nach dem Turm, so verweist man Dich flugs auf Pieter Brueghel den Älteren. Und der hat eine Lüge gemalt. So ein Ding hat es nie gegeben. Frage Fachleute danach, ob es den Turm überhaupt gegeben habe, und Du erhältst ein ganz entschiedenes Jein. Anders: Mehr als Gerüchte gibt es nicht – es sei denn, man glaubt den Offenbarungen des Johannes.

Lassen wir es dabei. Wer wissen will, möge in den Irak reisen. Vielleicht wissen sie dort mehr als wir im Alten Land bei Hamburg.

Alltag in Kanada’s Wäldern

Dieses Foto zeigt anschaulich, wie man eine Axt auf dem Küchentisch präsentieren kann. Es sind 5 Positionen angeboten. Verfügbar sind jedoch 10 Positionen, da man in jeder Stellung die Axt umdrehen, also auf die andere Seite legen kann. In der Familie eines Lumberjacks sind derartige Fachkenntnisse selbstverständlich. So auch bei Trudy und Francis.

Francis erlaubte sich neulich, gegenüber Trudy den Holzfäller raushängen zu lassen, und Trudy griff nach der Axt auf dem Tisch. Ein Wort gab das andere, wie das so läuft, in einer Ehe.

Am Ende des Konflikts stand es 1:0 für Trudy. Sie entfernte die Axt aus dem Schädelspalt, murmelte etwas von einem Unfall, und schaute neugierig nach Francisens Schädeldecke und dem Riesenloch im Knochen. Zuerst stellte sie fest, dass eine Spaltaxt besser gewirkt hätte als eine normale Forstaxt. Dann fragte sie, warum Francis jetzt tot war. Unter der Schädeldecke fand nämlich sich kein Hirn; der halbe Liter Wasser war ausgelaufen, und nun herrschte unter dem Axtloch Leere und Trockenheit. Trudy begann zu verstehen, warum Francis immer davon redete, nach Bauchgefühl zu entscheiden und zu handeln.

Wochen später, vor Gericht meinte sie, es wäre gescheiter gewesen, auf einen leeren Wassereimer loszugehen. Richter und Staatsanwalt nickten, weise und wissend.

Am Großen Tor zum Nirgendwo

Wieder einmal hat der Herbst
den Wald verändert.
Gelb und Rot herrschen
über die Welt der Bäume
und Sonne lässt die Farben
golden glänzen.
Am Ende des Wegs
erstrahlt ein helles Licht.
Es verführt den Menschen,
immer weiter zu gehen,
immer weiter,
bis in das Zentrum
und darüber hinaus.
Niemand weiss,
was sich hinter dem Licht verbirgt.
Viele sind hindurch geschritten,
aber keiner kam je zurück.

In der Kälte

Oh ja! Ich erinnere mich durchaus
an eine Zeitspanne meines Lebens,
die im Winter so viel Schnee brachte,
wie hier gezeigt.
Zum Ausgleich fehlte etwas anderes.
Es gab damals keine Autos,
oder nur wenige.
Hie und da ein VW Käfer,
oder ein Opel Olympia,
und selten ein Opel Kapitän.
Diese Autos waren gut untergebracht,
in Scheunen, unter Dächern aus Pappe.
Ausgegraben wurden die Gehwege.
Sonst nichts.l
Und das war genug Arbeit.
Weisse Winter? Gerne.
Wo’s hinpasst …..
Da, wo ich bin, passt es nie.
Ich liebe Grün!

Und nun eine gute Nachricht:
Soeben verspricht mein TV-Gerät Hilfe.
„Kümmelöl ist entblähend!“
Das macht mich richtig glücklich!

Trump

Mit diesem Gefährt ist D. Trump ins Weisse Haus in Washington eingeritten. Man beachte die Einschusslöcher n den vorderen Kotflügeln; sie erzählen über das Leben des Besitzers.

Ein Maybach S 650 kostet um die 720.000 USD. Damit ist Trump aus dem Weissen Haus ausgeritten.

Wie alle wissen, ist Trump ein gesetzestreuer Bürger der USA und hat sich an das Bereicherungsverbot für Präsidenten im Amt strikt gehalten.

Der Maybach war sicherlich Staatskarosse, und man hat ihm diese Karre hinterher geworfen, als er bereits Privatperson war.

Das Drinnen und das Draussen

Triviales:

Wer tief in einer Sache steckt und dort so etwas wie ein Zuhause gefunden hat, wird „Insider“ genannt.

Fühlt man sich drinnen nicht wohl, möchte man seinen Individualismus leben und die Gemeinschaft so weit wie möglich ausschalten, so ist man ein „Outsider“, ein Aussenseiter.

Frage: Was ist man, wenn keines der beiden Prädikate eindeutig zutrifft? Da kommst Du nie drauf: Man ist „normal“! Man entspricht weitgehend einer öffentlichen, von der Allgemeinheit anerkannten Norm!

Und nun mal ehrlich: Wer will das schon? Wer zählt sich freiwillig zur Massenware? Wie langweilig! Wie unattraktiv! Wir wollen Insider sein, irgendwo wirklich dazugehören, wo Aussergewöhnliches geschieht. Wo man Prestige pflegen kann. Wo Mystisches das Leben einfärbt!
Tja, wären da nicht noch einige, die die Tür zuhalten! Wir laufen einige Male gegen die Wand, bis uns dämmert, dass wir nicht dazu gehören. Dann wenden wir und laufen in die andere Richtung, werden zum Aussenseiter. Und das geht wie das Katzenmachen. Ich verkaufe mein Auto und gehe zu Fuss – schon bin ich ein seltsamer Typ. Ich meide Menschen, und schon bin ich ein Eigenbrötler, mit dem nicht gut Kirschen essen ist.
Ich bin ein Outsider – und das ist korrekt gesehen.

In, inter oder out – das ist doch sowas von wurscht! Das Nachdenken sollte erst beginnen, wenn irgendwer Schaden nimmt. Bis dahin ist jeder Zustand positiv zu werten.

Die Aurora borreliosis

Ich nenne sie auch die Wander-Grüne.
(Merkst Du was? Für Zeckenfreunde.)
Kleiner Scherz meinerseits.

Diese Aurora, auch borealis genannt, ist besser bekannt als Nordlicht oder Polarlicht.
Es gibt sogar ein zweites Nordlicht, man trifft darauf im Süden, und es heisst australis.
Borelien im Norden, Australien im Süden, Borreliose am rechten Unterarm – alles hat seine Ordnung. Nur wo liegt Borelien? Guck nach, der Kompass zeigt genau dort hin!

Ich bemerke, dass ich ein wenig von der Rolle bin. Wie erkläre ich einem Kind das Polarlicht, ohne Anleihe bei den Gebrüdern Grimm nehmen zu müssen. Man kann dieses Grün doch nicht dem bösen Wolf in die Schuhe schieben, oder? Ich versuche mich mal:

Die Hitze der Sonne erzeugt Wind. Der bringt Strom von der Sonne mit. Nun trifft der Wind auf unsere Luft, und der Strom regt sich auf, wird vor Ärger grün und blau und tobt sich dort oben aus. Nein, zum Eierkochen reicht es nicht. Das dort oben ist Schwachstrom. Reicht gerade mal für den Weihnachtbaum.

Ich habe das nochmal gelesen. Oioioi. Die andere Version, die mit angeregten Elektronen und Protonen aus dem Sonnenwind, die auf Stickstoff und Sauerstoff in der Hochathmosphäre der Erde treffen, hört sich besser an.

Geophysikalische Erscheinung, leicht gemacht für 6-jährige? Ich glaube, ich versuche es ein drittes Mal und schiebe alles dem Rotkäppchen unter.

Ein Auge redet

Gewiss, ein Auge.
Keine Technik. Alles Biomasse.
Dennoch hervorragende Optik.
Ein Objektiv, mehr nicht.
Der Speicher ist anderswo.
Weiter hinten, weiter oben.
Camera obscura, das Komplettsystem.
Hochintelligent!
Weiss, wo die Vergangenheit liegt
und sieht die Gegenwart
mit ihren 12 Monkeys.
Und das innere Auge,
es existiert, schaut in die Zukunft –
Re-set, re-set!
So viele, so viele Leben!
Tränen, viele Tränen
lassen das Auge erblinden.
Die neue Wirklichkeit verschwindet
im salzigen Fluss.
Und das innere Auge schaltet um,
auf schöne Bilder,
auf Hoffnung,
auf Illusionnen.
Schützt den Menschen,
schützt seine Seele.
Alles zu seiner Zeit.
Ich will zurück
in die Zukunft!

Sind die noch ganz dicht?

Ich kann mir gut vorstellen, dass undder Materialtransport von der Erde zur Raumstation ISS teuer ist. Aber ich lasse mir nicht einreden, dass Besen und Schaufel, aus Kohlefaserstoff gefertigt, die USA an den Rand des Staatsbankrotts gebracht hätte.

Wenn das Gezeigte kein Fake aus der area 51 ist, wo auch die Mondlandung stattgefunden hat, sondern Wirklichkeit auf der ISS, dann darf ich ohne Hemmung feststellen, das sei keine Toilette, sondern ein übles Scheisshaus, das sie bei irgendwelchen Moonshinern aus den Apalachen geklaut und als Aussenlast auf einer chinesischen Trägerrakete LM 3 nach oben gebracht haben.

Für Reinigungsgerrät war da kein Platz? Für einen Handfeger und eine Plastikschaufel?
Guck nochmal hin – und Du wirst erkennen: Die haben das einfach vergessen einzupacken!

Übrigens: Auch Raumfahrer müssen auf Toilette aus der Hose kommen. Was uns dieses Foto vermitteln will, weiss ich nicht. Aber ich weiss, dass sie beim Essen die Hose oben lassen. Und wenn sie bei Aussenarbeiten dringend müssen, nehmen sie den Helm ab und machen rein. Und dann gehts ganz fix nach drinnen, wegen der Kälte im Raum.

Ich traue den Brüdern nicht. Da tritt ein Gr. Gerst häufig vor Kameras und erzählt Schönes von oben, aber wie es dort aussieht, und wie er sonntags die BILD bekommt, erzählt er nicht.

Guck Dir bloss mal das Druckventil für Raketentreibstoff rechts oben an! Mein lieber Schwan, da muss mal ein korrekter Handwerker ran.

Ein Naturwunder

….. ist der Ginkgo biloba. Er ist der einzig Überlebende seiner Pflanzenart, einige hundert Millionen Jahre alt (fossile Funde!) und irgendwie in seiner Entwicklung gestört. Vermutlich wollte er sich vom Blatt- zum Nadelbaum entwickeln und ist hängen geblieben. Nadeln sind in seine Blätter eingebettet.

Seine Heimat ist China; dort gibt es noch zwei natürliche Wälder des Ginkgo. Aber man trifft ihn nahezu überall an, und in Städten wie Guilin steht der Stadtpark voll mit alten Bäumen dieser Art.
Der Ginkgo kann 1000 Jahre und älter werden. Der älteste bekannte Baum ist so um 1400 Jahre alt.

Mein eigener Ginkgo, ein Babybaum mit 7 Blättern starb den plötzlichen Kindstod. Man hatte ihm zu viel an den Wurzeln herumgeschnippelt.

In Hiroshima hat nur ein Baum den US-Atomtest überlebt: Ein alter Ginkgo. Er geniesst heute höchste Achtung.

Das alles bedenke, wenn Du einen solchen Baum siehst.

Sichtweise

Regentropfen

oder

vergängliche Ästhetik des Wassertropfens im Strahl der Sonne.

Sushi und Sashimi

Zu dieser Art Asian food habe ich ein pointiertes,
um nicht zu sagen gestörtes Verältnis.
Ich machs ganz kurz.

Sushi – danke nein.
Schmeckt mir wie kalter Küchenabfall.

Sashimi – nur Thun.
Legt mir ein 13-kg-Filet hin,
ich schneide mir selbst runter,
was ich esse. Und den Riesling bitte!

Mehr ist nicht.
Aber das Wenige ist viel Teuer!
In Zürich: sfr 140,– pro Kopf …..

Dazu fällt mir noch ein: So gehts, wenn ein Bauer in die Stadt kommt!
Richtig wäre gewesen, mit 2 Leuten, also zu dritt und 420 Franken in der Hand
in die Spielbank zu gehen, 840 Franken gewinnen, dann 420 beim Japaner zu verfressen und mit 420 nach Hause zu fahren. So geht ein Nullsummen-Spiel, das Spass macht.
Wie? Wenn man im Casino verliert ….. nun, dann gibt es kein Sashimi, sondern an der Ecke eine Currywurst, und der Verlust wäre mit sfr 5,– leicht zu verkraften.

Ist doch alles logisch, oder? Weil Sashimi kann, aber nicht muss! Ok, es fehlt halt der Riesling.

Was denn nun?

Nehmen wir mal an, Du triffst in der Stadt auf diese, eine ganz reale Szene. Wie reagierst Du?

Desinteressiert. Aber der Mann könnte tot sein.
Amüsiert. Vielleicht hat der Mann 8 Stunden lebende Statue hinter sich und ist einfach erledigt.
Angewidert. Aber möglicherweise hat er garnicht gesoffen!
Oder interessiert; „Mann, steh auf und mach Männchen, sonst gibts keine Kohle!“

Es ist gleichgültig, wie Du beim ersten Hinschauen reagierst. Du wendest Dich ab und gehst weiter, hast das Bild noch unter Deiner Schädeldecke im Zugriff, und plötzlich dämmert es Dir:

Der Mann macht seinen Job als lebende Statue im Sitzen, in der für ihn bequemsten Haltung, die sogar zulässt, dass er ein wenig schlummern kann! Und woher kommt die Gewissheit für diese Lesart? Es ist die Flasche! Er hat sie nicht wegestellt, und sie ist nicht runtergefallen! Und die Nudel im Mundwinkel? Fehler. Einer Leiche wirft man kein Geld in die Blechdose! Dieser Darsteller ist dennoch ein Schlemihl. Er verarscht sein Publikum! Nicht übel!

Spiel mit Worten

Schnullermund macht Ringe rund!
Verspielter Single macht runde Kringel.
Flasche offen? Mach Korken drauf!
(Das reimt sich nicht, aber es dichtet!)

Der Homo ludens ist ein Erklärungsmodell, wonach der Mensch seine kulturellen Fähigkeiten vor allem über das Spiel entwickelt: Der Mensch entdeckt im Spiel seine individuellen Eigenschaften und wird über die dabei gemachten Erfahrungen zu der in ihm angelegten Persönlichkeit. (WIKI)

Einen Zuhälter nennt man Lude. Er sind bekanntlich keine Spieler, sondern eher ein Homo lude. Dann gibt es noch den Homo als Luder. Der ist schon eher ein Spieler.
Das sind nur Randfiguren.

Der spielende Mensch entwickelt sich in der Kindheit. Oder auch nicht. Schauen wir uns ein Gegensatz-Paar an:

Heute, im Jahr 2021 wird der in den ersten Lebensjahren so sorgsam angelegte gedeihliche Weg durch die Kindheit brutal unterbrochen und geändert. Es bekommt ein 6-jähriger ein Smartphone geschenkt. Er lernt spielend, das Gerät zu benutzen. Sobald er die die Technik beherrscht, verliert sich das Spielerische, und er wird zum Konsumenten. Ja, er konsumiert auch Computerspiele.

Der andere Fall: Ich bin Jahrgang 1940. Ein Standard-Spruch lautet: Nach dem Krieg hatten wir ja nichts! Stimmt. Und da war meine Mutter: „Geh raus spielen!“ Und draussen hingen noch 6 bis 8 Kinder herum, und irgendwann wurde die Langeweile unerträglich. Die Hirne waren gefordert, man suchte sich irgendwelchen Krempel oder auch Opa’s Werkzeug und wurde konstruktiv, produktiv, kreativ und was immer sonst noch. Es wuchs das Bewusstsein zu eigenen Fähigkeiten und Schwächen.

Ich rede hier nicht von besonderen Gaben der Nachkiegsgeneration. Unfug! Viele Kinder von heute sind einfach fehlgeleitet, reizüberflutet, wohlstandsgesättigt. Ich fürchte, der Homo ludens stirbt aus. Wer glaubt, ihn beim Roulette, beim Poker oder beim Skat anzutrerffen, hat nichts verstanden. Am Spieltisch herrscht Wettbewerb, das Ego, unter Umständen die Sucht – aber nicht das Spielen. Es ist nur Mittel zum Zweck!

Rauchringe blasen? Das ist Spiel.

Arm und/oder reich ?

Dieses Bild berührt mich tief.
Es ist traurig,
und zugleich schön.
So oft ich es anschaue,
erzählt es mir eine Geschichte.
Es erzählt von Armut,
von der Last des Alters,
von der Liebe
und dem Reichtum,
den sie spendet.
Es erzählt von Bescheidenheit,
über Gemeinsamkeit
und die Stütze füreinander,
aber auch von der Mühe des Alltags
und von unerfüllten Wünschen.

Es erzählt vom wirklichen Leben.

Ein Abschied

Leiden, Leben ohne Freuden
heisst nur, sein Leben zu vergeuden.
Die Träume sind davon geflogen,
man sucht sie nun am Regenbogen,
wo dessen bunte Pracht jetzt endet
und Trauer in die Welt versendet.
Es kamen drei, drei sind gegangen.
Vorbei sind Hoffen, Schmerz und Bangen.
Die Zeit steht still. Wieder und wieder
hört man ganz leis‘ der Kinder Lieder.
Drei Seelen gehen lastbefreit
die Wege in die Ewigkeit.