Folgen der Globalisierung

Man sieht es auf den ersten Blick: Nun  sind sie auch hier eingefallen wie die Heuschrecken, und haben ihre Visitenkarte hinterlassen: Zwei Busse voller chinesischer Touristen, das ist Kompaniestärke, also zirka 100 Exemplare aus dem Reich der Mitte.   Athen beklagt einen grossen Verlust: Die Akropolis ist nicht mehr.  

Wir haben es geschafft!

Vornweg schwimmt heut Herr Kabeljau, dahinter seine Jungen. Zum Schlusse paddelt seine Frau. So ist man vorgedrungen gen Hamburg, heute meerestief im Atlantik versunken. Weils mit dem Klima übel lief. Auch Bremen ist ertrunken. Den Kabeljaus ist dies ja schnurz. Auf angenehme Weise entschliesst man sich und geht mal kurz auf Abenteuerreise. Ein Haus in …

Leben 23

„Am siebten Tag sollst Du ruhn!“, sprach der Herr. Verrückt! Ausgerechnet ich, ein solide gepolter Atheist zitiere aus dem Alten Testament. Allerdings tue ich das nicht ohne Grund. Heute ist nämlich Sonntag, also Tag 7. Draussen regnet’s. Und drinnen - hier ist mein Kopf gemeint - herrscht Dürre, und unnütze Gedankensplitter fliegen im Dom des …

Werkzeug „Ordnung“

Klare Strukturen bewirken Ordnung. Sie zu schaffen bedeutet nicht Gleichschaltung, sondern unter Nutzung allgemein gültiger Grundsätze als Eckpfeiler eine individuelle Ordnung herzustellen. Ist diese transparent, so schafft sie Interesse, Verständnis und damit Toleranz – mithin die Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben, fruchtbare Zusammenarbeit, und für Raum zur Entwicklung von Begabung und Kreativität.

Schatzgräber – Goethe 1797

Arm am Beutel, krank am Herzen, Schleppt' ich meine langen Tage. Armut ist die größte Plage, Reichtum ist das höchste Gut! Und, zu enden meine Schmerzen, Ging ich, einen Schatz zu graben. Meine Seele sollst Du haben! Schrieb ich hin mit eignem Blut.    Zu allen Zeiten das Gleiche. Nur die Wege sind oft andere.

Gier

Ein Tier findet Nahrung. Sein Selbsterhaltungstrieb befiehlt ihm, zu fressen. Fressen bis zur maximalen Sättigung. Gibt es einen Rest, so bleibt er liegen für andere. Dies ist ganz im Sinne des Systems. Fressen bis an die Kotzgrenze ist vernünftig, da der Zeitpunkt der nächsten Fress-Möglichkeit unbestimmt ist. Analogie. Der Mensch findet eine Geldquelle. Er frisst …

Düstere Gedanken

Das Leben zieht vorbei gleich einem Film. Schlechtes Kino, denke ich. Wer schreibt bloss das Drehbuch? Immer folgt dem Licht ein Schatten. Manchmal auch zwei, und im zweiten Schatten herrscht Kälte. Das Blut will gefrieren, und der Atem gerinnt zu Schnee. Jedes Drama findet seine Zuschauer. Ich aber warte auf die Einzige, die Heroe allen …