Denken lenken – sehr nützlich

Ein Medizinstudent, kurz vor dem 1. Statsexamen,
erscheint im Büro, offensichtlich übelgelaunt,
schmeisst sich auf einen Besucherstuhl. Grummelt „So eine Sch….“.
Ich frage: „Was ist los, Schorsch?“ Er: „Muss die Küche streichen.“
Ich: „Hast Du doch gerade fertig!“ Er: „Die Dose Ravioli!“
Ich: “Mit Tomatensosse?“ Schorsch: Schweigt.
Ich kombiniere: Dose ungeöffnet erhitzt! Explodiert wie eine Landmine.
Ravioli an der Küchendecke, und auch sonst überall, mit roter Sosse!
Ich: „Schorsch, is was?“ Aber Georg ist schon wieder in seiner Küche.
Oder bei seiner Examensarbeit über die Degeneration von Kniegelenken.
Ich wusste: Dieser Tag ist gelaufen, bevor er richtig anfing.

Rote Linsensuppe …..

….. erwärmen: Suppe in den Topf geben, auf einer Kochstelle plazieren und dann den Booster einschalten.

Effekt: Die rostrote Mumpe wird am Topfboden höllisch heiss, aber die obere Schicht bleibt kalt. Ich rühre, damit nichts anbrennt, bin also hautnah am Geschehen. Ich lerne, dass sich im Topf etwas bildet, was mit vulkanischen Schlammlöchern vergleichbar ist – nur die rostrote Farbe der Mumpe stört ein wenig.

Unverschlüsselt: Die heisse Suppe steigt nach oben und explodiert in einer Fontäne.

Somit sind das Kochfeld, der Topf, mein T-Shirt und meine Brille versaut, und meine Rührhand weist diverse Stellen auf, die „Verbrennung“ signalisieren.

Reaktion: Sofort alles auf Null! Suppe rühren! Temperatur prüfen! Und fluchen! Nun hat auch die Zunge etwas abgekriegt.

Gelernt: Der Booster ist an allem schuld. Nie mehr ein Induktionskochfeld kaufen!