Provokation 2 – eine Abrechnung

Jeder von uns Deutschen findet sein Abbild in der Figur
des deutschen Michel – eine Persiflage auf den bräsigen
deutschen Bürger, der denkfaul und gefrässig sein armseliges
Dasein fristet und sich durch nichts und niemanden aus seiner
Bierruhe bringen lässt. Er baut an seiner Existenz im Bewusstsein
deutscher Stärke, also auf seinen relativem Wohlstand,
und er vergisst Risiken und negative Trends,
denn sie stören sein Wohlbefinden.
 
Manche dieser Wohlstandsbürger sind durchaus in der Lage,
kraft eigenem Intellekt den wahren Zusand des Gemeinwesens
zu erkennen, aber gleichzeitig zu glauben, der Schiet gehe sie nichts an.
Sie sind egoistisch, und denken nicht über die Zukunft
ihrer Kinder und ihrer Enkel nach.
 
Dieses Desinteresse macht mich fassungslos.
Ich gestatte mir, das Kind beim Namen zu nennen:
Es ist eine Tendenz zur kollektiven Verblödung feststellbar.
Und nur Kluge stellen die hier fällige Frage:
 
Cui bono?
 
Wem nutzt das? Die Antwort findet sich in der Tatsache,
dass eine Nation mit 300 Mio. Bürgern  zulässt,
dass sie von einem psychisch Kranken „regiert“ werden.
Und sollte eine Nation durch politische Divergenzen
in mehrere Lager zerfallen: Die naturgegebene Macht des Volks
schmilzt dann wie Schnee in der Sonne.
Es wird verdammt einfach, dem Bürger das Fell über die
Ohren zu ziehen.
 
Warum diese Tirade?
 
Nun, auf meinen gewollt provozierenden Beitrag „Provokation“
war die Resonanz extrem dürftig. So ein kritischer Beitrag
ist im System WordPress anscheinend nicht opportun.
Zustimmung und Kritik werden schlicht verweigert.
Die der Verweigerung zugrunde liegende staatsbürgerliche Haltung
nenne ich verantwortungslos und erbärmlich.
 
Noch ein Blick: Gemessen an der hier freigelegten Problematik

–     Du wirst sie als solche vielleicht nicht erkennen –
ist mein eigenes Geschreibsel nicht viel mehr als geistiger Dünnschiss.
Wieso?
Zitate grosser Geister sind wie Eure und meine Texte
durch systemische Fixierung zu einer Art Subkultur gereift?
Zumindest glauben wir das.
Aber auf einem Haufen dummer Pflastersteine gedeiht nichts.
Absolut nichts.
Nix ist gereift.
Wir haben einfach nicht geschnallt, wo die Musik spielt.

Stossgebet: „Herr, lass Hirn regnen!“

Provokation

Die natürliche Vielfalt lebender Wesen ist die Folge von
zufälligen Mutationen in ihrer Genetik.
So gesehen verwundert es nicht, dass auch entsteht,
was wir so gerne den Abschaum nennen, also Menschen,
die dumm geboren wurden, wie wir alle, und deren Leben
nicht der Norm entsprechend verlief, sondern asozial.
 
Wie wird ein Mensch asozial?
Entweder er wird so geboren, oder andere Menschen,
wie z. B. die Eltern (nehme ich zurück) die Umstände
haben ihn so geformt.
 
Auch wenn man es ums Verrecken nicht hören mag:
Der menschliche Abschaum gehört zur menschlichen
Gesellschaft wie der Schaum auf der Hühnerbrühe.
Beides ist unvermeidbar.
Nur: Die Hühnerbrühe wird gesäubert. Aber die
Schaumkelle für das Entfernen des Pöbels ist noch
nicht erfunden.
 
Die beliebteste Alternative zum Entfernen ist die
Ausgrenzung. Diese Methode hat – wie viele nicht
wissen – fatale Folgen: Der Pöbel organisiert sich und
strebt zur Macht unter Anwendung von Gewalt.
Und er lässt sich vom intelligenten Pöbel manipulieren.
 
Die gute Alternative: Der Widerspenstigen Zähmung.
Die Mittel dazu sind vielfältig, der Aufwand dafür ist immens.
Und der Beginn für diese Massnahme ist Sache von Elternhaus
und Schule, und so fort.
 
Siehe da, schon sind wir auf der schiefen Bahn mit den
vielen, allseits bekannten Versäumnissen, die aufzuzählen
uns allen bereits zum Hals raushängt.
Man kann laufen, wohin man will, aber man landet
immer im selben Loch, Versagen genannt.
 
Übrigens: Ist aufgefallen, dass ich „Abschaum“ nicht definiert habe?
Hier ein Denkanstoss: Abschaum kann bettelarm, aber auch superreich sein!
 
Und wer sich „Elite“ nennt, oder so nennen lässt, ist Abschaum.
Ebenso jene, die den Abschaum „Elite“ nennen.
 
Hinweis für Erbsenzähler:
 
Gemeint sind nicht alle, sondern eine Mehrheit.
Unter den „Eliten“ gibt es auch die Guten.
Die oben benutzte Verallgemeinerung ist deshalb
 böse Polemik.
Dennoch nehme ich nichts zurück.
Auch nicht die Wortwahl.
Ich bin Pfälzer.
Sozial verträgliche Umschreibungen sozialer Missstände
könnte ich nur unter grosser Mühe konstruieren.
 
Für Musikalische
 
Unser aller Heide-Dichter Hermann Löns sang:
 
Unsre Flagge und die wehet auf dem Maste
sie verkündet unsres Reiches Macht
denn wir wollen es nicht länger leiden
daß der Englischmann darüber lacht.
Gib´ mir deine Hand, deine weiße Hand
Leb wohl, mein Schatz, leb wohl
denn wir fahren gegen Engeland.
 
Heute muss es heissen:
 
Leb wohl, mein Schatz, leb wohl,
denn wir fahren, wir fahren
unser Land gegen die Wand.
 
Für Sensible
 
Wortwahl und Substanz darf man getrost mentale Kotze
nennen. Das ändert nichts an den Tatsachen.
Du kannst die 3 Affen mimen und nichts wahrnehmen wollen.
Das macht nichts besser.
Aber Du kannst wach sein, und den üblen Zustand
des Bildungssystems der USA wahrnehmen.
Die Gesellschaft der USA war uns Deutschen immer
10 bis 15 Jahren voraus.
Schaut hin, und seid gewarnt.
 
Trostgedanke an mich selbst
 
Alter, Du wirst bald 80.
Darum wirst Du die Zustände, wie man sie aus Amerika
kennt, nicht mehr erleben.
 
Und die Kinder?
 
Sch …..

Gerechtigkeit

Soeben tönte mein TV:
„Deutschland ist ein gerechtes Land,
ist das richtig?“
Verflucht, denke ich. Was, wenn man
mich fragen würde?
Meine unbedachte Antwort:
Ein kategorisches „Nein!“
 
Aber betrachten wir dieses Nein
fallweise. Ziehen wir über Land
und sammeln „Fälle“ von
Ungerechtigkeit –  das Nein
scheint gerechtfertigt.
Nun sammeln wir Fälle von
Gerechtigkeit – das Nein
wird fragwürdig.
 
An diesem Punkt ist Nachdenken gefragt.
Um es kurz zu machen:
Ein gerechtes Land ist utopisch.
Unser Gesellschaftssystem ist genauso
unperfekt wie wir Individuen.
Im Innern brodeln die Kräfte,
konkurrieren, gewinnen
und verlieren, und liefern
wie jede instabile Maschinerie
gute Produkte und jede
Menge Ausschuss.
 
Ich denke, die systemische Betrachtung
hilft zu verstehen, und auf Wunder
zu verzichten.

Polemik zur Dummheit

Wir sagen, ein Gedanke sei klug gewesen.
Wir sagen auch, ein anderer Gedanke sei unklug gewesen.
Wir nehmen an zu wissen, was dumm ist.
Aber das Wort „undumm“ gibt es nicht. Leider.
Statt dessen benutzen wir Begriffe wie klug, gescheit, intelligent.
 
Und so wird mit diesen Werturteilen fröhlich herumhantiert.
Es wird Unrecht geschaffen, Menschen werden erniedrigt.
 
Nun haben wir da einen Mann, der den Holokaust leugnet,
als fanatischer Nationalist unseren Adolf sehr vermisst,
den Schicklgruber aus Braunau am Inn,
und der zugleich als genialer Handwerker in meinem Haus jede
Reparatur ausführen kann, obwohl er nur ein Handwerk erlernt hat,
das des Bäckers.
 
Lassen wir die Nützlichkeit beiseite.
Ist der Mann nun dumm, oder intelligent?
 
Oder beides?
 
Ein Intelligenter kann Dummes tun.
Ein Dummer kann intelligent handeln.
Ja was denn nun?
Ich habe zwei Stempel, und einen will ich aufdrücken!
Welchen, bitte?
 
Ich sage. Keinen.
Wirf beide Stempel weg. Ganz weit weg.
Musst ja ncht gleich zum Altruisten mutieren.
Von den Sichten haben Nachsicht und Rücksicht
schon einen hohen Stellenwert, oder?
Die tun’s auch.

Heimatgefühl

Mutter Heimat in Kiew/Ukraine

Nun gibt es auch in der BR Deutschland einen Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat.
Wer erzählt mir, was es mit Heimat auf sich hat? Einer plausible Erklärung dazu:
Das Gehirn speichert Erfahrungen vielfach in Paketform ab. Man nennt das Paket ein Engramm. Die Summe aller Engramme nennt man Gedächtnis. Sachlich zusammengehörende Engramme bilden einen Cluster. „Heimat“ ist ein solcher Cluster.

Was ergibt sich aus dieser Betrachtung? Heimat ist eine individuelle, positive Empfindung wie Religiosität, und geht den Staat nichts an. Ein Heimatminister ist folglich entbehrlich. Wenn es ihn nun doch gibt, so müsste sein Einfluss auf die Bürger rigide nationalistisch sein, und da wäre wiederum ein anderer Cluster Aufbewahrungsort. Es wäre der Job eines Propagandaministers. Dann wird dem Bürger blinder Nationalismus abverlangt. Eine mehr als fragwürdige Sache.


Allzeit gilt die Regel: „Wo Fahnen wehen, ist für Verstand und Vernunft kein Platz.“

Zur Klarstellung: Patriotismus steht für Vaterlandsliebe, Nationalismus ist dagegen eine politische Ideologie.

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Dolce far niente – süsses Nichtstun

„Lassen wir den Dingen ihren Lauf.“
 
Welch wundervolle Phrase!
Da  läuft ein Prozess, wir durchschauen ihn nicht,
manches kommt uns komisch vor,
aber wir greifen nicht ein.
 
Dumme Sache. Es kann richtig sein, oder leichtfertig
bis falsch. Aber es ist immer bequem, stimmt’s?
 
Wollten wir richtig handeln, so begänne eine Aktion mit
einer Analyse, um Risiken und Nutzen des Prozesses zu ermitteln,
zu bewerten, und dann Entscheidungen zu treffen.
Und schon stehen wir wieder vor der Frage nach dem Nutzen
für den Aufwand, der für richtiges Handeln erforderlich wäre.
 
Keine Sorge, wir Normalos sind anders gepolt.
Wir entscheiden intuitiv.
Und geht etwas voll in die Hosen, dann war’s Pech,
und eine Erklärung findet sich immer.
 
Nur: Professionell ist das nicht. Es ist Glücksspiel,
und Treffer sind nicht unser Verdienst,
sondern die des Zufalls.
Immerhin: So mancher wird nach „Erfolgen“
belohnt und gilt fortan als Koryphäe.
 
Jetzt darfst Du lachen.

Naturschutz

Dieser Begriff begleitet mich etwa 60 Jahre durch mein Leben. Ich habe immer gewusst, wovon dabei die Rede ist. Ich habe nie darüber nachgedacht und die Grundsätze zum Schutz der Natur ohne Einschränkung akzeptiert. Und heute?

Ohne Zweifel muss man von Naturschutz reden wenn man seltene Tiere und Pflanzen unter gesetzlichen Schutz stellt oder Biotope vor den Menschen schützt.

Aber:

Es gibt eine zweite Sichtweise, und die geht wie folgt.

In der Entwicklungszeit von der Amoebe zum Menschen sind wieviele Arten ausgestorben? Wieviele davon gehen auf das Konto der Menschen?

So geht Natur wirklich.

Und der Natur, diesem alten Luder ist völlig gleichgültig, wenn in Stuttgart der Juchtenkäfer ausstirbt, oder in der Elbmarsch der Wachtelkönig – oder weltweit der Mensch.

Die Natur braucht nicht den Schutz durch den Menschen, sondern der Mensch braucht den Schutz vor der Natur!

Brutal dumme Vereinfachung

Das Sortieren von Menschen in Schubladen ist von Beginn an zum Scheitern verurteilt, denn der Mensch hat mehrere Gesichter.
Wer ist  dumm? Und wer intelligent? Wenn Du willst, kann ich Dir auf Anhieb ein Dutzend Blödmänner nennen – aber ich möchte es nicht riskieren, jemanden der Dummheit zu bezichtigen. Wie bitte? Du siehst nicht den Unterschied zwischen Etikett und Inhalt?

Wie könnte man  jemanden intelligent nennen? Was genau sagt ein „IQ“ von 150? Eines der Probleme besteht doch darin, dass man die Ungebildeten nicht unterbringen kann, nicht wahr? Sie bilden ihre eigene Gruppe der scheinbar Dummen, über die man sich wundert, wenn sie, die blinden, mit einem Male mehr Körner finden als die sehenden Hühner.

Es ist meine feste Überzeugung, dass es keine wirklich dummen Menschen gibt. Politisch Dumme können mit ausgeprägter praktischer Intelligenz ausgestattet sein, und politisch Clevere ohne jede soziale Intelligenz. Unter der letztgenannten Sorte leidet die Menschheit seit Urzeiten.

Unter fachkundiger Betreuung erbringen geistig Behinderte kreative Leistungen – und Kriminelle beweisen gelegentlich  Sozialkompetenz – alles ist möglich, weil der Mensch so eine wunderbare –  Bestie ist. Ob Gutes oder Schlechtes entsteht, ist doch nur davon abhängig, welcher Teufel uns gerade reitet, oder? Jeder von uns hat gelegentlich einen Exorzisten nötig, nicht wahr?

Griff ins Klo

……. leistet sich , wer Phrasen drischt. „Wir haben über Gott und die Welt geredet!“ ist z. B. schliesslich nur eine Killerphrase, mit der man das Verlangen nach Schilderung kompliziertester Gesprächsverläufe abwürgt. Man kriegt ohnehin kaum ein zweites Mal zusammen, wie unter der Prämisse „Frau als Papst“ der Eierpreis die Lebensdauer eines Basalt-Pflastersteins beeinflusst (Stammtisch-Gespräch).


Nun hat der mündige Bürger aus dem politischen Alltag abgeleitet, dass mehr als dümmlich handelt, wer Phrasen auf ihren Inhalt zu überprüfen sucht.  Phrasen sind Sprache gewordener Etikettenschwindel. Man nimmt allgemein an, sie seien üblicherweise hohl. Hohle Phrasen müssen aber nicht zwangsläufig auch leer sein. Mein Senfglas ist hohl, aber halb gefüllt. Wie bitte? Mein Senfglas  sei keine Phrase? Gute erkannt. Aber „Gott und die Welt“ ist eine, gell? Und jetzt gucken wir mal rein. Deckel auf!


Nehmen wir GOTT. Spassvögel nennen ihn auch den alten Herrn, der über uns wohnt. So sind ruckzuck  Person und Ort festgemacht. Ja, zumindest imaginär, individuell, und auf naive Weise sogar intelligent. Ach ja, der. Hat gewiss keinen weissen Bart, aber egal! Auch wenn es ihn nicht gibt, Hauptsache, er ist da, wenn er gebraucht wird. Und flugs wird er – Gott natürlich – je nach Geschmack und Bildungsgrad im Ordner KIRCHE oder im Ordner RELIGION abgeheftet, quasi für kirchliche Events parat gehalten, dort, wo auch die zehn Gebote auf bessere Zeiten warten, in  Evidenz gehalten, bestenfalls.


Über Gott und die Welt reden heisst in der Regel, herumzuschwadronieren, und wohlerzogene Menschen vermeiden, dabei religiöse Aspekte mit durch den Wolf zu drehen. Genau, das gehört sich nicht. Ist intolerant. Das verletzt Gefühle. Und wenn der Pastor so etwas hört? Ob der mich dann noch unter die Erde bringt? Oder ob er den Preis für mein Totengeläut verdoppelt? Bei derartigen Schicksals-fragen kann man schon in betretenes Schweigen verfallen ….. ja, man redet dann über anderes – für den Moment. Maul halten und damit etwas Wichtiges sagen ist eine der höchsten Formen des Sprachgebrauchs – begabte Schweiger kennen den Trick.

Zum UND.
UND ist leicht verständlich zu definieren, wenn man sich dazu der Schalttechnik bedient. Das AND-Gate ist eine elektronische Grundschaltung zur Realisierung der UND-Funktion im Sinne der Schalt-Algebra; sie realisiert die Verknüpfung zweier oder mehrerer Eingangssignale, ist im einfachsten Fall durch die Reihenschaltung mehrerer Schalter zu bauen. So simpel ist das mit dem UND.
Du zweifelst doch nicht etwa?


Redet man über DIE WELT, dann … also …. ojeh!    Die Herkunft dieses Begriffs WELT ist zumindest jenen klar, die althochdeutsch parlieren können. „Weralt“ meint bekanntlich Menschenalter, Menschenzeit. Hast Du nicht gewusst? Nun, ich auch nicht. Egal, man hat einen Aufhänger, an dem man festmachen und in logischen Gedankengängen eine Definition entwickeln kann, die schlussendlich in der Science fiction ihre letzte Erklärung finden mag, und man ist nschliessend in der Lage, der 96-jaehrigen Tante die Heimat von E.T. plausibel zu machen.
Oder man macht in der Astrophysik fest, wenn es denn dort unbedingt sein muss, am besten irgendwo in der Nähe von Stephen Hawkins, der in jener Sphäre lebte und arbeitete, auch wenn er in Ermangelung weiterer Erklärungsmodelle über die Philosophie auf die Theologie zurückgriff, was sein Weltbild etwa so griffig macht wie 2 Liter Senf, oder man landet direkt in der Philosophie und versinkt in ihr, denn wer von den Weltendenkern hat nicht schon seinen Geist dazugegeben, nämlich praktisch alles, was Rang und Namen hat, hat gedacht, kommentiert oder kritisiert – was und wie auch immer.
Was also ist die WELT? Kostproben:
Die Welt ist die Gesamtheit der wirklichen Dinge im erkennbaren All. (aus der Kosmologie)
Die Welt als beseeltes Wesen (Philosophie der Antike), oder
Die Welt als goettliche Schoepfung. (Christliche Philosophie des Mittelalters)
Die Welt ist die absolute Totalität des Inbegriffs existierender Dinge. (Kant, Erkenntnistheorie)
Phänomenologisch: Sie ist der Horizont der Erfahrung (Husserl), die Ganzheit der Welt ist als der offene Horizont der Raum-Zeitlichkeit zu begreifen.


In Weiterfuehrung der Kant’schen transzendentalen und phänomenologischen Bestimmung von WELT ist sie die Allheit der Dinge begründenden ontologischen Kategorie als Charakter des Daseins, als Verstehenshorizont für das Seiende sowie für den Menschen, und zudem Entwurf des eigenen Seinkönnens, d. h. Welt ist die Ganzheit der Seinsmöglichkeit des Daseins (Martin Heidegger).

So viel zur Klarstellung.

An die Trinker

Was  für ein Ruhm liegt in einer
großen Trinkfestigkeit? Auch wenn
du die  Palme erringst und deine
vom Schlaf hingestreckten und
sich erbrechenden  Trinkkumpane jedes
Zutrinken zurückweisen, selbst wenn du
der einzige  Überlebende des ganzen
Gelages bist, alle durch deine großartige 
Leistungsfähigkeit übertroffen hast
und niemand sich als so trinkfest 
erweist wie du, wirst du zuletzt
doch besiegt: Vom Fass.

 
 Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. – 65 n. Chr.),
ein  römischer Philosoph, Schriftsteller,
Naturforscher und  Politiker;
Selbsttötung auf Geheiß seines ehemaligen
Schülers Nero (Römischer  Kaiser von 54 – 68)