Echte Schaaß

Kurz und sachlich! Gib Dir mal Mühe, Alter! Vielleicht kannst Du es!

So. Ich habe mir ein wenig Mut gemacht, und setze meinen „Seitenblick“ fort.
Es geht um Folgendes:

Frankreich blockiert den Kauf von Biontech-Impfstoff durch die EU. Der Grund: Angeblich haben sie in France noch keine nationale Zulassung für das Präparat zustande gebracht. Wenn das noch eine Wele anhält, ist die Biontech-Produktion anderswohin verkauft.

Bremsen jeglicher Art im Impfbetrieb kosten Menschenleben.

Eine Pandemie mit Covid-Qualität ist eine internationale Katastrophe.
Dazu ein Bildchen.
Wenn ein Haus brennt, werden sich die Feuerwehrleute nich 3 Tage lang zusammensetzen und diskutieren, wer den C-Schlauch halten soll, bevor sie zum Brandort fahren.

Die „Grosse Feuerwehr“ in Brüssel leistet sich diesen Luxus. Und so kommt zur Großen Katastrophe „Pandemie“ eine kleinere „Große Katastrophe“, die ich einfach „Beamte“ nenne. Sie berufen sich ständig auf nationale Rechtsvorschriften, die man naturgemäss bei internationalen Problemen vom Tisch nehmen muss. Immer eine gute Ausrede für Versagen! Derselbe Bockmist findet sich in unserer Republik, Bund- und Länderkompetenzen betreffend.

Wer einem Finanzbeamten, der sich zum Ministerpräse hochgeschleimt hat, die Kompetenz zur Bekämpfung einer bundesweiten Epidemie zumutet, hat nicht alle Tassen im Schrank.

Ich vermute, die Rechtslage lässt es nicht zu, Länderchefs zu entmachten, wie das für wohldefinierte Notfälle gebraucht wird. Man kriegt nicht mal das Grundgesetz, diesen lausige Anachronismus geändert. Aber:

Die MPs der Länder sind Menschen, und selbst ernannte Politiker, und sie haben über die Jahre Dreck am Stecken gesammelt. Wenn ich die vier Schlimmsten in die Tonne getreten habe, stehen die restlichen 13 stramm.
Auch diese Sorte braucht eine lenkende Hand. Und die Bundeskanzlerin muss sich mit beiden Händen an ihr Amt klammern, hat deshalb keine Hand frei für das Regieren. Als sie bei Helmut Kohl in die Schule ging, hat sie wohl zu oft geschwänzt.

Toll! Das war weder kurz noch sachlich!
Mea maxima culpa!
(Ich weiss nicht, was das heisst, aber es hört sich gut an!)

An die WP-Besucher

Es ist wieder so weit. Ich muss in meinem Kopf die Möbel gerade rücken. Man könnte auch sagen, ich müsste mich zur Ordnung rufen.

Also, Alter, erinnere Dich: Du wolltest zu Deinem eigenen Vergnügen schreibeln. Wenn Vergnügen grenzwertig ist und zwischendurch Missmut aufkommt, ändert das nichts an der Zielsetzung. Ist das verstanden?

Wie wäre es, sich auf ein gutes, ergiebiges Thema zu konzentrieren? Geht nicht. Ich kann nichts. Also muss ich nach den wenigen Körnern picken, die so herumliegen.

Andererseits schrieb ich als einer, der nicht viel drauf hat, bis heute mehr als 1500 Beiträge. Ok, keiner liest den Kram, und ich selbst vergesse alles. Aber immerhin sind’s 1500 Mogelpackungen, und sie herzustellen macht Arbeit. Ich muss dabei ganz konservativ vorgehen: Denken, recherchieren und schreiben.

Tja, und dann denke ich vermutlich auch noch falsch, da ich unterhalten möchte, und über Interessantes informieren. Bin ich damit erfolgreich? Keine Ahnung. Auf der Info-Seite versage ich. Beispiel: Gestern schrieb ich einen sehr kurzen Beitrag mit dem Titel „Eine nette Überraschung“. Interessiert keine Sau. Dabei ist das Thema das Wichtigste unter den anstehenden 1500.
Es geht um die Zukunft der jüngeren Generationen und der noch nicht geborenen Kinder, aber keiner begreift Tragweite und Schädigung! Ich selbst beginne erst jetzt, zu kapieren: Nicht das Gesellschaftssystem fährt gegen die Wand – nein, wir, die Gemeinschaft der Bürger wird gegen die Wand gefahren.
Ignoranz wurde schon immer hart bestraft.

Ja, ich weiss: Ich male in Tiefschwarz. So redet man doch, nicht wahr? Leider ist das nur eine Killer-Phrase. Je höher das Risiko, desto intensiver das Phrasen-Dreschen! Ein Beispiel aus der Agnotologie!

So, ich bin irgendwie durch mit meinem Sortieren. Ich denke, ich sollte einfach nichts ändern.

Meine Mutter war sozialistisch bis auf die Knochen. Sie hat in der Küche oft gesungen, Lieder wie „Die Gedanken sind frei“ wurden bevorzugt. Die Gedanken sind frei? Ein Anachronismus. Schon Leute wie Orwell haben sich gesorgt, dass man mit Mitteln der Massenpsychologie und des Geldbeutels Wege zur Gedankenkontrolle finden wird. Man arbeitet heftig daran und hat Erfolge. Nein? Dann erkläre mir bitte den Trumpismus in den USA, den Feudalismus einer Betrüger-Bande in UK, die Deutschen, die Goebbels folgend den totalen Krieg wollten, die Türken, die von der Wiedererrichtung des osmanischen Reichs träumen. Irrationalität beherrscht das globale Kriegsgeschehen, bis hinunter in den Kohlenkeller, wo der berühmte „kleine Mann von der Strasse“ haust.

Nun, der moderne Deutsche lässt sich nicht so einfach einschläfern. Er ist anders gepolt: „Meine Familie wählt seit dem Dreissigjährigen Krieg 1648 die CDU, und dabei bleibt es. Schliesslich haben wir ein Geschichtsbewusstsein!“

So. Was ich hier treibe, nennt man im Norden „Nölen“. Anderswo spricht man von „Stänkern“. Mir ist das schnurz. Herumnölen ist Hygiene. Nimmt ein wenig Dampf aus dem Kessel. Wer’s nicht verträgt, muss es ja nicht lesen.

Und schon wieder zu viel Text!

Eine nette Überraschung

Agnotologie bezeichnet eine Forschungsrichtung, welche die kulturelle Erschaffung und Aufrechterhaltung von Unwissen untersucht.

Ihr Ziel ist, Methoden zu finden, um Unwissen absichtlich zu schaffen und zu sichern. Werkzeuge sind z. B. Korruption, Zensur, Manipulation, Lügen etc.

Es geht nicht um die uns allen bekannte Art der Politiker und anderer Figuren, die Bürger zu betrügen.

Es geht darum, dass man mit Mitteln der Wissenschaft nach Methoden sucht, wie man das zielsicher, erfolgreich, risikoarm und mit geringstmöglichem Aufwand tun kann.

Man hat mir berichtet, es gäbe in Frankreich eine Forschungseinrichtung, die sich nur mit der Agnotologie beschäftigt.

Wie es scheint, wird die Entmündigung vorangetrieben. Frage: Wo soll das enden? Wer soll Erkenntnisse nutzen ( cui bono? )? Stecken etwa Weltmacht-Phantasien dahinter? Oh oh, man zerstört Staaten, wie man es mit den USA und mit UK macht, mit wissenschaftlichen Methoden, macht sie krank, instabil und damit schwach, später ist die EU dran und so fort.

Neue Frage: Wer ist „man“? Etwa die Köpfe der Trilateralen Kommission? Die Unterorganisation „Bilderberger“?

Triebfeder für das Ganze wären dann die bekannten Allmachtsphantasien der Superreichen – Ungeheuer, die mit Geringerem nicht mehr zu befriedigen sind.

Dem Ende entgegen

PFC zeichnen sich durch ihre wasser-, schmutz-, und fettabweisenden Eigenschaften aus. Deshalb finden sie seit den 1970er-Jahren vielfältige Verwendung in der Industrie und sind auch in vielen Verbraucherprodukten zu finden: 

  • In der Textilindustrie werden PFC in Outdoor- und Arbeitskleidung eingesetzt. PFC-haltige Imprägniermittel sorgen dafür, dass auch nach mehrmaligem Waschen die wasser-, schmutz- und fettabweisenden Eigenschaften bestehen bleiben.
  • Im Heimtextilbereich werden PFC häufig für schmutzabweisende Teppiche und Polstermöbel verwendet. 
  • Bei der Herstellung von Lebensmittelverpackungen werden PFC z. B. in Pappbechern und Pappkartons eingesetzt. 
  • PFC werden außerdem als Hilfsmittel bei der Herstellung von Polytetrafluorethylen (PTFE), auch als Teflon® bekannt, verwendet, das beispielsweise in antihaftbeschichtetem Kochgeschirr zum Einsatz kommt. 
  • Weitere Produkte, in denen PFC verwendet wurden oder werden, sind Feuerlöschschäume, Wachse, Schmiermittel, Pestizide, Baustoffe, wie z. B. Wetterschutzfarben und -lacke sowie Imprägniersprays.

So weit die Stabsstelle PFC am Regierungspräsidium Karlsruhe.

Wie anderswo angemerkt hat sich die druchschnittliche Anzahl der Spermien im Lauf der Jahre unter Verwendung der PFCs drastisch verringert. Nun hat man die Zeitreihe fortgeschrieben, also in die Zukunft. Bei gleichbleibenden Reduktionsquoten wird in der „zivilisierten Welt“ ab 2045 kein Spermium produziert. Dann wird die Luftfahrt einen neuen Boom erleben, denn deutsche Frauen mit Kinderwunsch müssen dann nach Brasilien in den Regenwald, oder in die Arktis zu den Inuit, weil dort noch intakte Männer leben.

Nebenbei bemerkt: Ich bin 81 und jenseits von Gut und Böse. Ich gönne mir den Spass, belustigt zu sein. Männer! In 24 Jahren ist der Ofen aus! Zieht Euch warm an! Vielleicht müsst ihr tibetanisches Ejakulat in Tuben beim ALDI kaufen!

Macht irgendwer irgendwas dagegen? Nööö, das geht nicht. Also, Leute, macht wenigstens öfter mal Eure Geldbörse auf und schaut mit Muse hinein. Dort findet Ihr, wenn etwas drin ist, das wahre Gift.

Kreativ – innovativ – progressiv – Dyson

James Dyson baut Staubsauger.
Er liebt Technik.
Und er hasst Steuerzahlungen.
Schliesslich ist er nur Milliardär.

Er hasst auch die EU.
Empfindet sie wie eine Zwangsjacke.
Tatsächlich hat ihn die EU in Ruhe gelassen.
Sie war nur wie ein leichtes Shirt.

Oh ja, er hasst auch Deutschland.


Zitat:

„Wie ich in 24 Jahren in europäischen Komitees mit Dyson herausgefunden habe, kann man mit dem Pack nicht verhandeln. Keine nicht-deutsche Firma gewinnt jemals irgendetwas, und niemand ist jemals in der Lage gewesen, Empfehlungen des deutschen Kartells zu blockieren. Niemals.

Sie erwürgen Innovation, die EU. Und der europäische Gerichtshof, ehrlich, ist betrügerisch.“

(James Dyson im Daily Express, 18. November 2017)

Ja, er hasst die Deutschen.
Sie wollten anderes als er.

Bist Du noch bei mir? Gut, dann weiter.

James Dyson agierte wie ein Teufel,
um einen harten Brexit durchzusetzen.
Gleichzeitig verlegt er seinen Hauptsitz
nach Singapure.
So kann er weiterhin vom EU -Binnenmarkt profitieren,
(Freihandelsabkommen EU – Singapure!),
zahlt endlich nur noch geringe Steuern,
und sitzt im Zukunftsmarkt Asien.

Was hat er nun geschafft?

Er hat daran mitgewirkt, der EU
und Deutschland zu schaden,
am Ruin seines Lands mitzuwirken,
und dies, ohne selbst Schaden zu nehmen.
Er zahlt Steuern aus der Portokasse,
und er sitzt fett und bräsig auf einem Kontinent,
dessen Bewohner nie in der Lage sein werden,
Dyson-Geräte zu kaufen.
Sein Markt ist nur die Upperclass.

Nun frag irgendeinen Briten in der Metro,
was er davon hält; und wundere Dich nicht:
Er findet das gut!
Wieso? Die sind alle so drauf.
Das politisch-soziale Gambling
hat in UK Tradition!

Vor Monaten war ich drauf und dran,
einen Dyson-Sauger zu kaufen.
Ein unbestimmtes Gefühl
und ein bestimmter Preis
haben das verhindert.

Nun bin ich sehr von mir beeindruckt,
selbstzufrieden,
selbstgefällig!
Leute, ich bin richtig gut!
Habe nur die Hälfte des Kaufpreises
in Wein umgesetzt.
Ich kann leider
meine eigene Bescheidenheit
nicht mehr ertragen. Ich muss …..
es gibt da eine grobe Teewurst
aus dem Aalrauch, nicht ganz billig …..
oh Gott – vergiss es!

Würde

Zunächst ein Spässle:

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. (Art. 1 Satz 1 GG der BRD)

Genug gelacht.

Je öfter ich mir dieses Foto eines Alten ansehe, desto stärker wächst der Eindruck, dass dieser Mensch, obschon vermutlich sozial abgestürzt, seine Würde zu bewahren weiss. Das ist so dahergesagt, und nicht dahergedacht. Die Menschenwürde wird – wie es gerade nützlich ist – wie ein Transparent umhergetragen, und die meisten Menschen, die kurz nachdenken, kommen zu der Erkenntnis, es gehe darum, dem Nächsten „nicht an die Farbe zu kommen“. Anders: Distanz bewahren, und die Klappe halten.

Was ist das nun für ein Ding, diese Würde? Ist es mehr als ein langes, weisses und schön gebügeltes Hemd, das man einer stattlichen Person übergezogen hat und damit deren Schweinereien verdeckt? Hänge einer Knalltüte die Amtskette des Oberbürgermeisters um; dieser Mensch bleibt doch wohl eine Knalltüte, oder? Nun soll angeblich das Amt gewürdigt werden. Ergo muss ich die Würde der Amtskette achten und sichern? Einen Haufen Blech?

Nun bin ich auf Glatteis geraten. Ich mache es mir einfach:

Unfug! Würde ist ein Grundrecht, und daraus leiten sich die Menschenrechte ab; sie sind die Basis für die Verwirklichung der Menschenwürde. Fehlen die Menschenrehte, so ist die Menschenwürde im Eimer.

Daraus ergibt sich, dass jedermann seine Würde garantiert sein sollte, sei er nun ein Gangster, ein geistig Behinderter oder ein „Normalbürger“. Würde manifestiert sich im Umgang mit Menschen durch Respekt, Toleranz, Empathie usw., und vor allem anderen durch die Anerkennung der Individualität.
Und bitte, der Mensch möge gefälligst auch selbst auf seine Würde achten, sie hegen und pflegen, und sich davor hüten, auszurutschen und in Hochmut zu verfallen.
Es gilt: Je hochmütiger, desto würdeloser!

Begegnung – Ein ungelöstes Rätsel

Irgend etwas trieb mich von der Autobahn.
Ich landete in der KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen.
Es war an einem sonnigen Spätnachmittag,
und ich war der einzige Besucher.
Ich besuchte 38.000 tote Menschen, und stand
ratlos zwischen Massengräbern.
Eine innere Stimme riet mir, zum Parkplatz
zurückzugehen und weiter zu fahren.
Während ich mich umblickte,
brach so etwas wie ein Damm in mir.
Ich weinte wie ein kleines Kind.
Fünf Minuten später sass ich in meinem Auto,
spürte noch immer tiefe Trauer,
und schloss die Augen.
Eine innere Stimme warnte:
So kannst Du nicht auf die Autobahn zurück.
Plötzlich sah ich einige schattenhafte Menschen
in einem Nebel, und eine Männerstimme sagte:
„Danke für Deinen Besuch. Du kannst jetzt nach Hause fahren.“
Ich öffnete die Augen und fühlte,
was ich „inneren Frieden“ nennen möchte.
Eine unglaublich wohltuende Emotion.
Nahezu euphorisch gestimmt fuhr ich nach Hause,
und erzählte meiner Frau dieses Erlebnis.
Ihr Kommentar war nicht stubenrein.

Mittlerweile bin ich 81 Jahre alt,
und ich habe nie wieder Geister gesehen.
Ich glaube nicht an Spuk.
Aber diese kleine Geschichte ist wahr.
Ich muss sie nicht glauben,
denn ich habe sie tatsächlich erlebt.

Schönheit

Sigmund Freud äusserte sich zur Schönheit ein wenig hilflos und deshalb zynisch:

“Die Wissenschaft der Ästhetik untersucht Bedingungen, unter denen das Schöne empfunden wird; über Natur und Herkunft der Schönheit hat sie keine Aufklärung geben können; wie gebräuchlich, wird die Ergebnislosigkeit durch einen Aufwand an volltönenden, inhaltsarmen Worten verhüllt.” In einem plötzlichen Anfall von Bescheidenheit fügt er aber dann doch hinzu: “Leider weiß auch die Psychoanalyse über die Schönheit am wenigsten zu sagen.“

Zwingt nicht eben diese Hilflosigkeit, zu behaupten, Schönheit zu beurteilen liege im Auge des Betrachters? Was zum Teufel soll das heissen? 20 Leute äussern 27 Meinungen? Schönheit ist nicht messbar? Alle diesbezüglichen Versuche sind gescheitert? Mit welchen Masstäben urteilen Mediziner, die Schönheitsoperationen für grosses Geld ausführen?

Versuch:

Finde ein Urteil zur Ästhetik des Fotos eines Alten.
Es ist ein Lernobjekt.
Überprüfe Deinen Standpunkt.
Vielleicht gibt es eine Entwicklung?

Adieu, Baum!

War’s der „saure Regen“? So hat man mir vor Jahren dieses Bild verkauft.
Und siehe da: Es war der Borkenkäfer! Das erzählte man mir vor einigen Wochen.
Es ist nicht das gleiche Foto, sondern das selbe!
Morgen werden es die Wölfe sein, die überall hinpieseln.
Und wenn alles versagt? Ich hätte da einen interessanten Vorschlag zu unterbreiten:
Es war Mephisto! Gab es doch mal einen Literaten namens Joethe, der diesen üblen Gesellen so zitierte:

„Ich bin der Geist der stets verneint!
Und das mit Recht;
denn alles was entsteht,
ist wert daß es zu Grunde geht!“

Traurig? Trostlos?
Gewiss. Es ist schade um jeden Baum – aber nicht um den Wald. Hier stand nichts, was das Prädikat „Wald“ verdient hätte, und schon garnicht „deutscher Wald“! Es war eine elende Monokultur, wie man sie anlegte, um schnelles Geld zu machen.

Wenn also saurer Regen eine Fichtenkultur schwächt, der Borkenkäfer kriegt das mit und fällt drüber her, und Mephisto hat wieder einmal schlechte Laune, dann ….. ja, dann ist es um die Nadelbäumchen geschehen.

Alexandra 1968:

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„Mein bester Freund ist mir verloren
Der mit der Kindheit mich verband
Mein Freund der Baum ist tot
Er fiel im frühen Morgenrot.“

Wenn man an seiner Stelle einen anderen Baum gepflanzt hat:
Der wurde auch nur 40 Jahre alt, liegt nun flach
und wartet auf die Gattersäge.
Und ein anderer Mensch trauert um seinen Freund und Begleiter.

Unser alter Apfelbaum blüht in jedem Jahr; für Früchte ist er nun zu schwach. Aber solange hier einer aus meiner Sippe wohnt, ist der Alte in Sicherheit.

Es wäre märchenhaft, wenn jeder Baum einen Menschenfreund hätte – wenn die Menschen ihre Bäume als Lebewesen begreifen würden, die Respekt verdienen.
Wenn sich ein Weg zur Kommunikation finden liesse.

Was ist dagegen ein lausiges Brett? Vielleicht so etwas wie ein Schnitzel vom Schwein!

Idylle im Bauernland

Dieses Bild habe ich mir lange angeschaut.
Das Anwesen ist scheinbar ein Leckerbissen für Stadtmenschen auf der Flucht. Sie kaufen Gebäude, 3 ha Land und das Gewässer für ca. 300.000 € und spekulieren darauf, mit viel Eigenleistung und einigen zig-tausend Oiros ein schönes, friedvolles Zuhause entwickelt zu haben.

Alle Erfahrung sagt, dass man ein Bauernhaus für 200.000 gekauft hat und modernisiert, der gleiche Betrag nochmal fällig ist. Wir wäre dann auf 500.000,–, und schauen auf das Dach. Wehe, dort liegen Eternit-Schindeln. Es ist gefährlicher Sondermüll. Abbau und Entsorgung macht ca. 15.000, ein neues Dach ist in dieser Grösse nicht unter 40.000 zu bekommen. Wir liegen nun bei 555.000 oiros. Und für die Aussenanlage sind nochmal 15.000 fällig, sodass 570.000 draufgegangen sind. Und man hat Land erworben, das man nicht braucht und nur mit Glück verpachten kann. Wohl dem, der wirklich 11 Räume benötigt; er könnte mit den 570 Riesen sogar zufrieden sein.

Hier zu investieren ist ein Abenteuer, und man erwirbt eine Kostenfalle.
Ich würde alles beiseite legen und von vorne beginnen, und zwar bei den Tiny-Häusern.
Ich brauche nämlich nur zwei Räume, und kein Ackerland.

Auf Krawall gebürstet?

Heute bin ich müde, und milde gestimmt.
Es ist das rechte Klima für ein Geraderücken der Möbel.
Politik? Ich bin momentan sehr abgeneigt.
Es reicht mir wieder einmal.
Um ehrlich zu sein: Die da oben haben ihre Leistung
so weit abgesenkt, dass sie sich mit mir treffen,
einem Typen, der seine Leistung nie hochgefahren kriegte.
So bilden wir gemeinsam eine Koalition der Unfähigkeit.
Es gilt somit, dass sich jeder Unzufriedene an seine eigene
Nase zu fassen hat, wenn er Schuldige sucht.

Der Ballon ist ein Symbol, sollte für die Politiker stehen.
Ich habe das geändert.
Er steht als Symbol für den Bad Dürkheimer Wurstmarkt.
Für Anspruchsvolleres reicht heute die Energie nicht aus.
Vielleicht morgen – morgen kann ich wieder auf de Putz hauen.
Prokrastinieren nennt das der Bildungsbürger,
das erbärmliche Würstchen. Verschieben. Lächerlich.
Wie wäre es mit Unterlassen?

Vater und Tochter. Wetten?

Aus dieser Kombination wird in der Regel ein dickes Ei.
Dafür sprechen zwei Gründe:
Die Tochter ist ein Weib.
Sie fühlt, denkt und handelt dem Klischée entsprechend.
Und der Vater ist ein Mann,
empfänglich für alles Weibliche.
Er degeneriert, entwickelt sich zum Weich-Ei.

Anders das Verhältnis der Mutter zum Sohn.
Mütter pflegen in Sorge zu zerfliessen.
Wie bei den Vätern können Realität und Objektivität
auf der Strecke bleiben.
Die Söhne aber neigen unbewusst zu Machismo.
Mama-Söhnchen sind Weich-Eier –
so die Regel.

Väter geraten beim Dialog mit Töchterchen
vor Entzücken ins Lispeln.
Die Söhne dagegen sollen harte Kerle werden.
Irgendwie sind Väter zu Deppen geworden.
Mütter sind mit ihrer Fürsorge für Söhne peinlich
und werden abgewehrt. Nur das.
Nicht abgelehnt!
Mütter erkennen den Unterschied nicht immer.

Töchter sind wiederum mit den Müttern nicht konform,
ärgern sich über das Anwanzen bei den Söhnen,
reklamieren weibliche Solidarität,
die sie selbst nicht entwickeln mögen.

Dies ist der Boden, auf dem ein Familienleben
gedeihlich entwickelt werden soll.
Aber in jeder Ecke lauern kleine Konflikte.
Die einzige Kraft, die in der Lage ist,
alles unter der Decke zu halten,
ist Intelligenz.
Fehlt sie, dann werden für den Tag X
die Messer geschärft.

Ich bin amüsiert. Hast Du mitgezählt, wieviele Klischées ich hier verwende?
Ich nicht. Frage: Wieviele davon sind falsch?

Das Drinnen und das Draussen

Triviales:

Wer tief in einer Sache steckt und dort so etwas wie ein Zuhause gefunden hat, wird „Insider“ genannt.

Fühlt man sich drinnen nicht wohl, möchte man seinen Individualismus leben und die Gemeinschaft so weit wie möglich ausschalten, so ist man ein „Outsider“, ein Aussenseiter.

Frage: Was ist man, wenn keines der beiden Prädikate eindeutig zutrifft? Da kommst Du nie drauf: Man ist „normal“! Man entspricht weitgehend einer öffentlichen, von der Allgemeinheit anerkannten Norm!

Und nun mal ehrlich: Wer will das schon? Wer zählt sich freiwillig zur Massenware? Wie langweilig! Wie unattraktiv! Wir wollen Insider sein, irgendwo wirklich dazugehören, wo Aussergewöhnliches geschieht. Wo man Prestige pflegen kann. Wo Mystisches das Leben einfärbt!
Tja, wären da nicht noch einige, die die Tür zuhalten! Wir laufen einige Male gegen die Wand, bis uns dämmert, dass wir nicht dazu gehören. Dann wenden wir und laufen in die andere Richtung, werden zum Aussenseiter. Und das geht wie das Katzenmachen. Ich verkaufe mein Auto und gehe zu Fuss – schon bin ich ein seltsamer Typ. Ich meide Menschen, und schon bin ich ein Eigenbrötler, mit dem nicht gut Kirschen essen ist.
Ich bin ein Outsider – und das ist korrekt gesehen.

In, inter oder out – das ist doch sowas von wurscht! Das Nachdenken sollte erst beginnen, wenn irgendwer Schaden nimmt. Bis dahin ist jeder Zustand positiv zu werten.

Sichtweise

Regentropfen

oder

vergängliche Ästhetik des Wassertropfens im Strahl der Sonne.

Spiel mit Worten

Schnullermund macht Ringe rund!
Verspielter Single macht runde Kringel.
Flasche offen? Mach Korken drauf!
(Das reimt sich nicht, aber es dichtet!)

Der Homo ludens ist ein Erklärungsmodell, wonach der Mensch seine kulturellen Fähigkeiten vor allem über das Spiel entwickelt: Der Mensch entdeckt im Spiel seine individuellen Eigenschaften und wird über die dabei gemachten Erfahrungen zu der in ihm angelegten Persönlichkeit. (WIKI)

Einen Zuhälter nennt man Lude. Er sind bekanntlich keine Spieler, sondern eher ein Homo lude. Dann gibt es noch den Homo als Luder. Der ist schon eher ein Spieler.
Das sind nur Randfiguren.

Der spielende Mensch entwickelt sich in der Kindheit. Oder auch nicht. Schauen wir uns ein Gegensatz-Paar an:

Heute, im Jahr 2021 wird der in den ersten Lebensjahren so sorgsam angelegte gedeihliche Weg durch die Kindheit brutal unterbrochen und geändert. Es bekommt ein 6-jähriger ein Smartphone geschenkt. Er lernt spielend, das Gerät zu benutzen. Sobald er die die Technik beherrscht, verliert sich das Spielerische, und er wird zum Konsumenten. Ja, er konsumiert auch Computerspiele.

Der andere Fall: Ich bin Jahrgang 1940. Ein Standard-Spruch lautet: Nach dem Krieg hatten wir ja nichts! Stimmt. Und da war meine Mutter: „Geh raus spielen!“ Und draussen hingen noch 6 bis 8 Kinder herum, und irgendwann wurde die Langeweile unerträglich. Die Hirne waren gefordert, man suchte sich irgendwelchen Krempel oder auch Opa’s Werkzeug und wurde konstruktiv, produktiv, kreativ und was immer sonst noch. Es wuchs das Bewusstsein zu eigenen Fähigkeiten und Schwächen.

Ich rede hier nicht von besonderen Gaben der Nachkiegsgeneration. Unfug! Viele Kinder von heute sind einfach fehlgeleitet, reizüberflutet, wohlstandsgesättigt. Ich fürchte, der Homo ludens stirbt aus. Wer glaubt, ihn beim Roulette, beim Poker oder beim Skat anzutrerffen, hat nichts verstanden. Am Spieltisch herrscht Wettbewerb, das Ego, unter Umständen die Sucht – aber nicht das Spielen. Es ist nur Mittel zum Zweck!

Rauchringe blasen? Das ist Spiel.

Arm und/oder reich ?

Dieses Bild berührt mich tief.
Es ist traurig,
und zugleich schön.
So oft ich es anschaue,
erzählt es mir eine Geschichte.
Es erzählt von Armut,
von der Last des Alters,
von der Liebe
und dem Reichtum,
den sie spendet.
Es erzählt von Bescheidenheit,
über Gemeinsamkeit
und die Stütze füreinander,
aber auch von der Mühe des Alltags
und von unerfüllten Wünschen.

Es erzählt vom wirklichen Leben.

Sichtweisen

Ich weiss, dass ich meine Ziele gelegentlich überprüfen muss.
Denn:
Ein Ziel muss erreichbar sein, sonst ist es eine Illusion.
Habe ich ein Ziel erreicht, verbuche ich einen Erfolg.
Ich war erfolgreich – weil mein Ziel gut gesetzt war.
Auch Teilerfolge sind, wie der Name schon sagt, Erfolge.
Sie sind als solche unverzichtbar, denn
man hat auch Misserfolge zu verkraften.
Die liegen auf der anderen Seite der Waage,
und sie wiegen schwerer als die Erfolge.

Also: Setze realistische Ziele, und habe Erfolg.
Ein wichtiges Wort, laut gesprochen, sichert Bewusstsein:
Geschafft!
Bekämpfe aufkommendes Selbstmitleid mit Humor.

Primitiv? Das nicht. Es ist schlichte Logik. Wer sie drauf hat, nimmt auch keinen Schaden, wenn er mal ausrutscht und langt hinschlägt.

Angst

Was ist das, die Angst?
Es ist beim Entstehen eine unkontrollierte Emotion.
Kann man Angst kontrollieren?
Man kann. Sie verschwindet zwar nicht,
aber sie verliert an Wirkung.
Angst behindert rationales Denken.
Sie ist deshalb gefährlich.

Ursachen können real sein, oder irreal,
also phantasie-geboren.
Dabei wird Phantasie zu Wirklichkeit.
Besser: Zu einer Schein-Wirklichkeit.

Solche Wahrheiten bieten die Rechtfertigung
für Denken und Handeln.
Sie vermischen sich zu einem Konglomerat,
in dem alles zur Realität wird,
die in ihrer Schieflage
auch das Schiefe gerade erscheinen lässt.
Wissen wird durch Glauben ersetzt.
Die Gesellschaft ist toxisch geworden.

Totholz

Der Wald und seine Bäume – was wird nicht alles über ihn gesagt, geschrieben und gesungen! Man mystifiziert, glorifiziert, man klagt, leidet oder ist euphorisch, grad wie es so passt. Da kommt so ein Pragmatiker wie ich gerade recht. Praxis vor Theorie, Satire vor Poesie! Hier halten wir mal inne. Dieses Gedicht ist wirklich schön:

Unter Bäumen

Mein Baum –
leise spielt der Wind
in den Zweigen
flüstert mir zu
alte Geschichten
seltsame Erinnerungen
ich lege meine Hand
sachte auf die Rinde
unter meiner Haut
atmet er Zärtlichkeit

© Anke Maggauer-Kirsche (*1948), Lyrikerin

Aber da ist auch die Wirklichkeit. Man stelle einen Baum, einen Rehbock und einen Menschen mauf einen Wiese. Was sehen wir dann? Nichts weiter als drei Lebenwesen. Eines so wertvoll wie das andere. Jedes Wesen lebt, hat seinen Stoffwechsel, seine Bedürfnisse usw. Alles wäre schön, gäbe es da nicht die Bestie, dieser Mensch. Er feuert auf den Rehbock und legt den Baum flach, um Brennmaterial zu haben, damit er den Rehbock gebraten bekommt. Bis dahin sieht das Szenarium nicht gut aus. Wenn der Mensch sich dann noch an seinem Rehbock totfrisst, haben wir wieder eine runde Sache zu fassen, das wäre dann akzeptabel.

Das ist nun aber garstig geschrieben! Aber die gleiche Denkweise, Bäume betreffend, hat ein wahrlich Grosser gefälliger, aber hinreichend präzise formuliert:

„Habt Ehrfurcht vor dem Baum. Er ist ein einziges großes Wunder, und euren Vorfahren war er heilig. Die Feindschaft gegen den Baum ist ein Zeichen der Minderwertigkeit eines Volkes und von niedriger Gesinnung des einzelnen.“

So Alexander von Humboldt (1769 – 1859), Naturforscher