Interuniverser Handel

Verfluchter Mist!
Jetzt muss ich verdammt nochmal rüber,
nur weil ich vergessen habe,
die Krnznbriggl einzukaufen.
Diese verfluchen Dinger
haben mich fett wie ein Mastschwein werden lassen.
Und meine Frau erst;
wenn sie in der Nähe ist,
dann frag nicht nach Sonne!

An angel has fallen

Wie sagt man?
„Runter kommen sie immer!“
Gilt das auch für Engel?
Wenn sie ganz oben in Ungnade gefallen sind?
Lässt der Alte sie wirklich abstürzen?

Ich schaue mir diese Figur an.
Sie ist gesichtslos.
Wir Irdischen sollen wohl nicht erfahren,
wen es oben hart erwischt hat.
Grosses Minus!
Der Gezeigte ist gebaut wie ein Vogel.
Hat keine Flügel,
sondern Händel.
Grosses Minus.
Er hat keine Hände,
keinen Mund,
keinen Schnabel – essen Engel nie?
Trinken sie nicht? Sind sie physiologisch
besser gebaut als Menschen?
Herr, lass es mich wissen!
Grosses Minus.
Was soll diese Witzfigur auf Erden?
Wenn die ein Flammenschwert halten soll,
wird sie abstürzen!
Na, wenigstens hast Du ihm Füsse mitgegeben.
So kann er davonlaufen,
wenn er mit den Flügelspitzen
eine Halbe Wies’nbier stemmt.
Ich will garnicht wissen,
wo er diesen Nektar
in sich hineingiesst.
Vielleicht hat er sich auch nur
eine Herrensocke über den Kopf gezogen.
Grosses Minus.

Herr, weisst Du was?
Was Du hier treibst,
hat mit meiner Religion nichts zu tun!
Mir reicht’s.
Macht doch Euren Scheiss ohne mich!

Ein Rep stirbt

Dies ist David Andahl.
Er starb durch das Virus Covid-19.
David war Republikaner.
Als solcher wollte er ins Regionalparlament
des Staates North Dakota
gewählt werden.
Tot sein ist kein Hindernis.
Andahl erhielt als Leiche
35% der Stimmen.
An dieser Stelle hat das System versagt.
Sie setzten nicht den Leichnam auf den Hocker,
sondern einen Ersatzmann.
Man kann sogar einen Nicht Gewählten einsetzen
und damit der eigenen Partei
den Verlust eines Sitzes
bei Neuwahl ersparen.

So macht man sich zum Kringel!

Heute bin ich ein freier Mensch, und das seit einem Vierteljahrhundert. Vor 50 Jahren war ich noch ein Sklave und habe auf deutschen Geschäftsfeldern „Baumwolle gepflückt“.

Es war Freitag, die Uhr zeigte 9:30 Uhr an, und ich hatte keine Lust mehr auf Büro. Was macht ein Sklave in dieser Situation? Nein, er holt sich keine Prügel bei seinem Chef ab – er flüchtet. So habe ich mich vom Hof geschlichen, bin nach Hause gefahren und hängte nun meinerseits den Chef raus. Ich zu meiner Frau: Packen, wir fahren nach Amsterdam! Sie: Aber unsere Tochter ist doch in der Schule ….. Ich: Ich hole sie da raus!

Gewiss, die Lehrerin war ein wenig geschockt: Herr Risch, ist was passiert? Kann ich irgendwie helfen? Ich: Nein, es ist nichts Schlimmes, aber sie wird dringend zu Hause gebraucht, das geht leider nicht anders, und am Dienstag ist sie wieder hier in der Klasse! Ich schnappte unsere Kleine, 8 Jahre alt, und machte mich auf und davon.
Zu Hause stieg meine Frau ins Auto, ich schmiss die 2 Koffer hinten rein, und weg waren wir. Es folgten Nächte in Leeuwarden, Den Haag und Amsterdam.

Der schiefe Turm von Leeuwarden, der Oldehove war schon sehenswert. In Den Haag rettete uns mein Koffer. Es regnete abends, und wir suchten Zimmer. Im Hotel Babylon Nähe Bahnhof standen wir patschnass, missmutig und abgerissen in der Lobby. Die drei Mädels am Empfang musterten uns abschätzend und leicht verschnupft, weil wir Penner es wagten, nach einem Zimmer zu fragen – bis ihr Blick auf meinen teuren Samsonite-Koffer fiel. Es dauerte einen Moment, bis eine der drei Damen korrekt schaltete. Zur Sicherheit verlangte sie einen Ausweis und eine Kreditkarte, dann kriegten wir das letzte freie Zimmer; die Tochter durfte kostenlos im Doppelbett mitschlafen, und das Frühstück war für uns auch kostenlos. Was wir nicht ahnten: Die Städte waren voller Niederländer, weil Königin Juliane ihren 70. Geburtstag feierte.

Am Folgetag erreichten wir Amsterdam und stellten fest, dass die gesamte Innenstadt ein einziger, riesiger Flohmarkt war. Und mich hats erwischt. Findet meine Tochter doch einen Pferdekopp aus Gips in natürlicher Grösse, und ich musste das verfluchte Ding einen Nachmittag lang unter den Arm geklemmt durch die Altstadt schleppen. An diesem Sonntagnachmittag habe ich mich selbst verflucht, und meine Idee, nach Holland abzuhauen. Zum Ausgleich, und um neue Kräfte zu sammeln, habe ich mich bei einem Matjesverkäufer festgebissen. Der verkaufte Matjesfilets aus einem Fass und ohne Brot. Da kommt so ein Eingeborener, kauft zwei Filets, und würgt sie runter wie ein Kormoran! Siehe Foto. Ich habe das dann auch so gemacht. „Roooland, Du erstickst!“ Vind je dat lollig?


Ich habe den Fisch schon halb unten, beisse den Schwanz ab und werfe ihn in die Herengracht. Bester Matjes ever! Und kaufe nach. Aber Papa! Lass das ….und ich: Wer schleppt hier das Pferd durch die ganze Stadt? Du oder ich? Naja, mit 3 Doppelfilets hat man genug Fisch gehabt. Zum Frühstück am Montag habe ich dann kompensiert. Statt Fisch gabs Brötchen, Butter, und Schokostreusel obendrauf. Eekhoorntjesbrood. Auch nicht übel.

Dann kam der Keukenhof. Die Bilder mit Tulpen reichten mir bis ins nächste Jahrtausend, und wenn ich in unserem Garten eine Tulpe sehe, juckt mir mein rechter Fuss. Er will nichts als drauftreten! Nichts gegen Blumen. Aber ich brauchte volle 2 1/2 Stunden, um vom Parkplatz auf eine öffentliche Strasse zu kommen. In diesem Chaos hätte ich jede sich anbietende Strasse genommen, wäre auch Richtig Madrid oder Tromsö gefahren.
Am Spätnachmittag beschlossen wir, sofort und ohne Stop nach Hause zu fahren;
am Folgetag sollte die Lütte ja wieder in der Schule erscheinen, aber ja nicht erzählen, was sie so alles erlebt hatte.

Der weisse Gipskopp vom Pferd hing dann eine Weile im Giebel unserer Hütte, bis einer der Nachbarn fragte, was dieser Scheiss da oben wohl sollte. Plötzlich war er weg, und ich weiss heute noch nicht, wo dieses verfluchte Ding, das ich in Amsterdam mit mir rumschleppen musste, abgeblieben ist.
Irgendwann war es mir auch egal. Hauptsache weg. Ganz weg.

Die herbe Romantik Schottlands

Diese Ansicht eines alten Hauses in einem grünen Tal hat es mir wirklich angetan.
Preiswert einkaufen, viel Geld investieren, und zu zweit dort einziehen: Ich, und ein Fässchen Single Malt Whiskey aus der Orban-Brennerei! Um Besucher muss man sich dann keine Sorgen machen; das Fässchen erwiese sich als wahrer Magnet.

Unbescheiden, wie ich bin, wäre ich nach einer Woche schon recht unzufrieden, denn es fehlt tatsächlich ein Flüsschen für Lachs und Forelle. Tatsächlich, das Gewässer fehlt.
Der Oberlauf des River Spey würde mir schon genügen. Früher, also in jungen Jahren habe ich viel über Terraforming gelesen; heutzutage redet kein Mensch darüber, und ich weiss nicht, ob es hierzu Fortschritte gibt – ich aber will! Ich will einen bescheidenenen River durch mein Tal fliessen sehen. Ohne diesen gibt es von mir keine Investition. Nicht mal ein viertel Pfund!

Und man komme mir nicht mit Lachsangeln im Loch Ness. Der River Ness wäre ja noch annehmbar, aber das Loch! Wer weiss, was einem dort an die Angel geht!

Nun hat das UK mit dem harten Brexit auch noch eine weitere Hürde aufgerichtet. Ich fürchte, mein Projekt ist gestorben, noch bevor es zu leben begann. Ich hätte nicht gedacht, dass so etwas überhaupt möglich ist. Sterben kann doch nur, was lebt – im UK ist das wohl ein wenig anders.

Über eine Nonna

Nonna Antonella starb mit 94. Bis dahin war sie Mitglied einer grossen, zahlenmässig nicht erfassbaren Sippe, der Morello-Familie. Ein wesentlicher Zweig dieser Sippe war in die USA ausgewandert und hat dort die Cosa nostra installiert, die sich zum Genovese-Desaster entwickelte.
Die Nonna hat nie bestritten, der Morello-Familie anzugehören; wohl aber wollte sie mit den Machenschaften ihres Clans nicht in Zusammenhang gebracht werden. Dies zu versuchen war aus ihrer Sicht unverzeihlich, und das gleiche Vergehen wie das Anzweifeln ihrer Kompetenz als Pasta-Köchin.

Wer sie erlebte, kannte ihre beiden Seiten: Die liebevolle gegenüber jedermann, und die Lupa, die unbarmherzige Wölfin gegenüber jedem, den sie sich als Feind zurechtgelegt hatte. Sie konnte vernichten mit der Gewalt ihrer Persönlichkeit und ihrer Worte. So verliess der Bürgermeister von Palermo fluchend und schweissgebadet Nonna’s Küche, nachdem er gute Ratschläge zum Finishen der Spaghetti alla Puttanesca loswerden wollte.

An ihrem Todestag stellt man ihr am Morgen stets einen Teller mit diesem Pastagericht
auf das Grab. 24 Stunden später holt man de leeren Teller wieder ab. Es ist eine wirksame Geste für die Dummen in Corleone. Sie glauben tatsächlich, Nonna Antonella würde sich die Spaghetti abholen. Die Realisten haben jedoch einen Friedhofswärter in Verdacht. Antonella ist das gleichgültig. Es ist die Geste, die zählt, und nicht die Nudel.

Cosa nostra

Das ist Conte Alberto Corleone aus Corleone auf Sizilien. Er zählt heuer 97 Lenze, ist längst in Rente gegangen, geniesst landesweit den Schutz der Carabinieri – und kann’s nicht lassen.

Soeben ist es ihm gelungen, einem Deutschen die Uhr zu stehlen; es ist eine Danish Design Taschenuhr »IQ12Q1076« vom OTTO-Versande im Wert von 64,95 oiro. Alberto schenkte die Uhr seinem jünsten Urenkel; Silvio ist 3 Jahre alt und spielte damit, wie es eine Katze täte: Wegwerfen, hinterher kriechen, mit dem Mund auffangen und reinsabbern, bis aus dem Gehäuse Milchschaum dringt.

Ein Tourist aus Flensburg – er hatte gehofft, Mafiosi zu sehen und ist nun enttäuscht – schaute dem Uropa und dem kleinen Silvio zu und bemerkte „Danish Design aus Xi ‚An, China!“. Danach bsuchte er eine Trattoria, um eine Kleinigkeit zu essen; Besitzer ist einer der örtlichen Caporegimes, also ein Unterboss der Mafia, ein kleiner Dicker mit überschäumender Fröhlichkeit auch gegenüber einem Gast aus Flensburg, der nun zu ahnen schien, dass er keine Mafiosi zu sehen bekäme. Doch sein Gemüt lichtete sich, als er Donna Luisa Cipolle zu sehen bekam, die Haushaltshilfe des Padre Guiseppe di Angeli, seines Zeichens Priester und Consigliere eines gewissen Toto Riina.

Nun, wer mit der Beugelbuddel Flens aufgewachsen ist, könnte auf einem Misthaufen sitzen und dennoch nur den lieblichen Duft der Kamtschatka-Rose erschnüffeln.

Autofahrer fordert Freiheit !

Es ist unschwer erkennbar: Hier haben wir eine Rennstrecke vor uns, und die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 100 km/h ist nicht zielführend, sondern schikanöse Einschränkung der individuellen Freiheit.

Während man anderswo alte Alleebäume umlegt und wegschafft, damit Autofahrer ungefährdeter schnell fahren können, hat man hier junge Bäume einfach so hingepflanzt, und wenn die alt genug sind, kann sich so mancher Autofahrer drumwickeln, und das tut garnicht gut.

Dazu möchte ich den Verdacht äussern, dass irgendein deutscher Beamter anstelle der Strassenverkehrsordnung leider die Bundeswasserstrassenordnung erwischt hat. An Flüssen und Kanälen spielen Bäume keine dominante Rolle, da Schiffe ihrer Natur entsprechend nur ungern an Land kommen, um gegen eine Linde zu fahren.

Gletscher-Eis

Zugegeben – ich bin einigermassen angefasst, wenn ich zuschauen muss, wie so ein Gletscher Stück für Stück im Salzwasser landet und verschwindet. Allerdings mache ich andere Gründe geltend als der Rest der Welt. Wenn der Meeresspiegel um 15 mm steigt, lässt mich das kalt; wie ich in Cuxhaven feststellte, ist da noch Luft für mindestens 20 mm.

Nein, es geht mir nicht um den Meeresspiegel, sondern um das Gletscher-Eis. Wie soll ich das jetzt in aller Kürze formulieren?

Also: Wenn da keine Gletscher sind, muss ich wieder Wasser aus der Leitung zu Eis gefrieren lassen, um meine Getränke zu kühlen, und die dezente Blautönung mit Lebensmittelfarbe simulieren.
Und um so etwas wie Stimmung aufkommen zu lassen, darf ich dann Fotos wie dieses hier betrachten?

Ich finde, das ist stillos und kein Zustand. So ist es schon wieder tröstlich, dass ich noch weit vor dem Gletschertod mein Cocktail-Set für immer abgeben werde. Und eine Caipirinha kann man zur Not auch mit Wasser aus der Toilette produzieren; dieses Getränk ist robust genug. Jedenfalls robuster als der Mensch – aber man muss ja nicht über alles reden …..

Sie waren schon wieder da !

Im Hintergrund des Bilds sieht man zwei Mitglieder des Rats zur Erhaltung attischen Kulturgutes bei einer Bestandsaufnahme an der Akropolis von Athen. Es deutet sich an, dass ein sehr frühes Kapitel aus der Stadtgeschichte nicht mehr darstellbar ist. Moderne Plünderer bedienen sich schamlos, um ihr erbärmliches Leben mit einem Hauch Antike aufzuwerten, ud tragen damit Athens Oberstadt Stein für Stein ab.Nachem die Horden der EZB sich dort bedient hatten, um ihren Turm aus Stahl und Glas ein wenig Wärme einzuhauchen, kam die Kulturnation China mit touristischen Tausendschaften, um Souvenirs zu ergattern; schliesslich haben sie ihre eigene 5000-jährige Geschichte vergessen oder erst garnicht erlernt, lassen bei jeder Gelegenheit Konfuzius sprechen, und versuchen, sich mit europäischer Kultur aufzuwerten in dem Glauben, nun als Weltbürger auftreten zu können, der mit Konfuzius-Zitaten, der Macht des Gelds und der Magie von Gestein aus Athens Akropolis die sittliche Reife erlangt habe, die Weltherrschaft zu beanspruchen zu dürfen. Mit dieser Selbsteinschätzung nehmen sie sich auch in Mitteleuropa jede Freiheit, also auch, während eines Spaziergangshinter einer Kirschlorbeerhecke in einen Garten zu scheissen. Am Hallstatter See hat man das leidvoll erfahren.

Genug vom Chinesen-Bashing. China ist ein Reizthema, und es wird immer wichtiger – ihr politisches System bringt sie demnächst an die Spitze der Weltwirtschaft – sie werden die USA dort oben ablösen. Das aber berechtigt sie noch lange nicht, die Akropolis Stein für Stein zu stehlen und dann Aschenbecher aus griechischem Marmor auf dem Weltmarkt anzubieten.

Beide grau – er kann fliegen. Ich nur fallen.

Wieder einmal herrscht die grosse Leere in einem kleinen Hirn. Ich sitze vor diesem Bild eines Vogels, mir fällt dazu nichts ein. Im Gegensatz zu mir scheint das Tier voll unter Dampf zu stehen. Er muß voll bei der Sache gewesen sein, als er abgelichtet wurde.
Es ist ein afrikanischer Graupapagei, und er trägt eine Waffe, wo andere Viecher ein Maul haben. Aber er strahlt Autorität aus und kann deshalb in Frieden leben.

Und dies ist der berühmte, gefürchtete Mamagei:

Diese Kampfhenne muss nicht beschrieben werden. Wohl dem, der noch zur rechten Zeit das Weite gesucht hat, bevor er mit einer solchen Vogelin den Bund fürs Leben schliessen musste. Es gilt immer noch,

dass man prüfen soll, bevor man sich ewig bindet,
Ob sich das Herz zum Herzen findet.
Der Wahn ist kurz, die Reu‘ ist lang.

Das walte Friedrich Schiller und sein Lied von der Glocke!

Was ich meine, ist:
Bevor Du ein Risiko eingehst, frage Dein Herz danach, ob’s nicht auch ein senibler, kluger Papagei tut; er ist zuverlässig monogam, und Du kannst ihn Vokabeln lehren, gerne auch in Russisch. Und wenn er Besucher mit „говно“ begrüsst, dann wisst nur Ihr beiden, dass ihr den Besuch echt Scheisse findet.

Zugegeben, die Sache mit dem Papagei hat einen Pferdefuss. Wenn dieser Vogel sommers, wenn alle Fenster offen stehen, damit beginnt, in voller Lautstärke und aus Übermut auf Russisch „govno“ zu brüllen, so kann es geschehen, dass sich auf der Strasse vor Deinem Haus die halbe russische Kolonie versammelt und mitbrüllt. Dann kannst Du nur noch Deinem Vogel den Hals mit einer Banane stopfen und mit 6 Flaschen Wodka draussen für Ruhe sorgen. Dann ist passiert, was vielleicht nicht in Deinem Sinne ist. Wenn draussen 30 Russen standen, brüllten und tranken, dann hast Du plötzlich 29 neue Freunde. Und sie alle wollen für Dich Vareniki oder einen Borschtsch kochen.
Und so lernst Du en passant, wie hart das Leben sein kann!

Ich weiss immer noch nicht, was ich zu diesem Vogel schreiben könnte …..

Bin ein wenig verwirrt

In einer chaotischen Kulisse tummelt sich eine Herde Paviane. Das Oberhaupt ist grauhaarig, und trägt seinen geröteten Arsch offen zur Schau.

Anderswo: In einer geordneten Kulisse aus Stahl und Glas tummelt sich eine andere Herde. Ihr Oberhaupt ist nicht grauhaarig, und der Rest ist auch nicht vergleichbar.

Bei den Pavianen herrscht Ordnung.
In der anderen Herde herrscht ….. ? Vielleicht Unordnung?

Tolle Wirkung, so ein roter Arsch.
Und anderswo, in der Politik ….. ambivalent ….. !

Weiss irgendwer, in welchem Zoo ich gerade bin ?

Protest – ungeübt

Der Hamburger Jan-Claas Fleetenkieker hatte sich für einen Corona-Protest gut vorbereitet. Mit Megafon und Spickzettel zog er vor das Hamburger Rathaus und liess dort seinem Frust über ein Ausgangsverbot ab 22:00 Uhr freien Lauf. Er hatte das Mikro seiner Flüstertüte abgenommen und brüllte hinein, was sein Spickzettel hergab: „Fraaaihaaait!“ Die Passanten auf dem Rathausmarkt hatten keine Ahnung, worum es Jan-Claas ging, aber sie klatschten artig Beifall – und Jan geriet in Rage. Erst fuchtelte er mit seiner Megatüte ein wenig, und plötzlich hatte er das Gerät gegen sich selbst gerichtet und brüllte sich an: „Fraaaihaaait! Fraaaihaaait!“ Und von der Vorderfront des Hamburger Rathauses kam ein Echo zurück. Es hörte sich an wie „Dumb Ass! Dumb Ass!“. Die Passanten blieben nun stehen, hatten ihr Vergnügen und brüllten mit: „Fraaaihaaait!“ Und das Rathaus echote zurück „Dumb Ass!“, und jeder hatte seinen Spass – nur Jan-Claas Fleetenkieker nicht. Man hatte ihm die Show gestohlen. Er packte seinen Spickzettel ein und ging.

In der Nacht, weit nach 22:00 Uhr klaubte ihn ein Polizeitrupp von der Davidswache auf St. Pauli vom Bürgersteig auf, Jan war nun voll wie eine Tüte Milch. Man schaffte ihn in eine Zelle der Davidswache, während er schon wieder murmelnd protestierte: „Fraaaihaaait!“ Sein Spickzettel war wohl weg, und so fügte er immer ganz intuitiv hinzu „Scheisse!“, bis der Revierleiter alle Kollegen wegschickte und für Ruhe sorgte. Nun endlich schlief Jan-Claas den Schlaf des Gerechten, friedlich und mit der Welt versöhnt – wenn auch mit fremder Hilfe.

Urlaubserinnerung

Man sieht es ihr nicht an, aber sie ist ein Monster. Diese Agave ist so hoch, wie ich lang bin, nämlich über 180 cm. Sie steht im Garten eines Ferienhauses unter Palmen, die gelegentlich Kokosnüsse nach mir geworfen haben – sehr unangenehm.
Ich hatte mir im Dorfladen eine Machete gekauft, um Kokosnüsse zu öffnen. So konnte ich dieser Agave auch ein Blatt abhacken. Mein Versuch, Mezcal rauszupressen, schlug fehl. Den Tequila musste ich also einkaufen.
Auf den Agavendicksaft habe ich gerne verzichtet. Viel Fructose, also süss, aber klebrig wie Pech.
Ich konnte mich mit dieser sperrigen Pflanze nicht anfreunden.

Es ist übrigens eine Agave americana, nicht die tequilana. Ich habe das nicht gewusst!
Dumm geboren – und nichts dazugelernt. Heute weiss ich Bescheid, habe aber keine Agave. Es passt schon wieder nicht.

Antiquarisch

Diese Darstellung einer längst ungültigen Werteordnung habe ich aus der finstersten Ecke meines Computers hervorgezogen. Wie es scheint, hat ein gewisser Herr Mose (Vorname unbekannt) diese zehn Vorschläge verfasst und in WORDPRESS veröffentlicht.
Mose’s Ideen haben sich in unserer modernen Industriegesellschaft nicht durchgesetzt.
Wenn ich sie hier präsentiere, dann nur, weil sie eine Kuriosität sind, wie man sie im Netz nicht oft antrifft.

Affen!

Diese drei Gestalten! Jeder kennt sie. Sie haben eine lange, komplizierte Geschichte, iht Ursprung liegt in den Lehren des Konfuzius. In der modernen Welt, vorwiegend in Japan bedeuten sie, man möge weise sein und über das Schlechte hinwegsehen. Die westliche Welt hat pragmatisch das Wort „wollen“ hinzugefügt und die Weisheit übersehen. Somit stehen die drei Affen für Opportunismus, für Ignoranz. Positives wurde ins Negative verkehrt.

Tja, und diese drei Gestalten? Wollen wir das Schlechte übersehen, auch wenn es unser Leben kostet? Unsinn. Sie sind ein Mittel der Satire, um darauf hinzuweisen, dass Dummheit und Ignoranz geist-tötend sind. Oder ähnliches.

Erkenntnis

Was den Briten ihr Eton College in Berkshire ist, das ist für die bayrischen Konservativen das Kloster Banz ind er Nähe von Staffelstein.
Eines der Hauptfächer in diesen Schulen ist die Rhetorik, die der Volksmund korrekt „Dampfplaudern“ nennt.
Das obige Bild beweist die Richtigkeit dieser Behauptung.

Gesundheit!

Nichts geht über eine Moorpackung,
wenn das Rheuma plagt!
Oder hat je ein Mensch
eine Wildsau mit Rheuma angetroffen?

Selbstanklage

Schluckspecht?

Erst tagelang geschluckt wie’n Specht,
die langen Nächte durchgezecht –
nun geht’s mir wirklich richtig schlecht.
Man sagt mir, das sei nur gerecht.

Der Carolinenspecht erklärt,
dass weh tut, wenn man dämlich fährt.
Wer sich von Bier und Schnaps ernährt,
hat sich als Durstiger bewährt.

Doch anderes sollte im Leben
den Menschen eine Ordnung geben,
Mitte zu sein, und nicht daneben.
Nun lasst uns darauf einen heben!

Der Pfennigfuchs

Simon K. ist allseits als Mensch bekannt, der auf sein Geld sehr achtet.

Manches Mal fällt die Kritik auch härter aus.

Hier sieht man, auf welche Weise er das Busgeld für die Fahrt von Essen nach Oberhausen einspart.