Aphorismus: Träume

Träume sind von besonderem Wert. Wer viele Träume hat, wird einen verlorenen Traum leicht verschmerzen.

Er wird erleben, dass seine anderen Träume dann um so heller leuchten.

Aphorismus 17

Nicht das Haben und Tun macht glücklich, sondern die Wertschätzung des Denkens, des Tuns und des Besitzes.

Aphorismus 16

Vom Wahrsagen läßt sichs wohl leben in der Welt, aber nicht vom Wahrheit sagen.

Georg Christoph Lichtenberg (1742 – 1799), deutscher Physiker und Meister des Aphorismus

(Zitat aus dem Handbuch der Bundesregierung für Polit-Anfänger, Kapitel 7 – Transparenz)

Aphorismus 15

Die Selbstbestimmung ist eine durch alle Klassen verbreitete Schule für das bürgerlich-politische Leben.
Wo diese Schule fehlt, können nur die allerverkehrtesten und irrigsten Ansichten Platz greifen
und Unwissende und Unerfahrene werden dann das große Wort über die Staatsverhältnisse führen.

Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler (1811 – 1877)
deutscher katholischer Bischof von Mainz;
Gegner der Unfehlbarkeitserklärung des 1. Vatikanischen Konzils

Hat Herr von Ketteler im 19. Jahrhundert prophetisch formuliert, oder hatte man damals tatsächlich dieselben Probleme mit der Politik wie heute? Und darf man amüsiert sein, oder muss man sich drüber ängstigen, dass die politische Praxis nach 180 Jahren immer noch keinerlei Verbesserung erfahren hat?

Man bedenke die steile Fortschrittskurve in Kultur und Wissenschaft, den technischen Fortschritt und so fort. Warum nur hat sich das Sozialverhalten des Menschen seit dem Neandertal nicht positiv verändert? Warum tragen wir Werteordnungen durch die Öffentlichkeit wie Wahlplakate, die man schliesslich rasch und unbeachtet auf der Müllhalde entsorgt? Da gibt es doch im Gehirn von Max Mustermann eine kleine Ecke, die der Fortschritt unbeachtet lässt und die nichts als Dreck speichert! Neulich las ich in einem Kommentar, wir sollten unser Bestes geben.
Gerne, dachte ich mir – auch wenn mein Bestes immer noch etwas Schlechtes ist. Einen Versuch ist’s immer wert.

Aphorismus 13

Die Phönizier haben das Geld erfunden –

aber warum so wenig?

Johann Nepomuk Nestroy (1801 – 1862), österreichischer Dramatiker, Schauspieler und Bühnenautor

Aphorismus 12

„Ich bin eigentlich ganz anders.

Aber ich komme nur selten dazu.“

Johann Nepomuk Nestroy (1801 – 1862), österreichischer Dramatiker, Schauspieler und Bühnenautor