Brücken

Brücken sind wertvolle Elemente für den Menschen.
Sie überwinden, und sie verbinden.

Folgen der Ignoranz

Wie einfach ist es doch,
den Menschen das Fell über die Ohren zu ziehen,
wenn sie garnicht wissen,
dass sie ein Fell besitzen,
das sie verteidigen sollten.

Einspruch, Frau von Suttner!

Bertha von Suttner (1843 – 1914)
österreichische Schriftstellerin und Pazifistin;
Friedensnobelpreis 1905:

Ich habe es zu früh erkannt, daß der Schlachteneifer nichts Übermenschliches, sondern – Untermenschliches ist; keine mystische Offenbarung aus dem Reiche Luzifers, sondern eine Reminiscenz aus dem Reiche der Tierheit – ein Wiedererwachen der Bestialität.

Ich denke, hier irrt Frau von Suttner. Die Bestialität ist eine zutiefst menschliche Eigenschaft, und dies wurde längst millionenfach bewiesen.
Tierische Bestien sind Ausnahmen, entspringt der Entartung Einzelner.
Die Beschaffung von Nahrung durch Raubtiere haben mit Bestiallität nichts zu tun.

Als ob das Töten irgend etwas gutmachen könnte! Als ob vergossenes Blut überhaupt etwas reinigen, etwas Geschehenes ungeschehen machen könnte! O, über den geheiligten Widersinn, unter dessen Herrschaft die blöde Welt sich gestellt hat.

Mitnichten, Frau von Suttner. Die Welt hat sich nicht geheiligtem Unsinn untergeordnet, sondern der Bestialität von Psychopathen.

Man stelle sich vor, die Feststellungen Frau von Suttner’s wären in ihrer Zeit richtig gewesen – wie sehr hätte der Mensch in den letzten 100 Jahren an Menschlichkeit eingebüsst!
Ich denke, das ist sehr weit hergeholt. Das Denken dieser Frau ist durch ihre Herkunft geprägt: Adel denkt „edel“.

Menschlichkeit

Wer grosses Geld besitzt
und Kleingeld spendet,
beweist ein kaltes Harz.
Grosses Geld geben
muss nichts beweisen.
Es bringt ein wenig Licht
in ein dunkles Dasein.

Angst

In schweren Konfliktsituationen
ist die Angst der einzige Kumpel,
der Dich nicht verlassen wird.
Willst Du sie loswerden,
so musst Du sie verjagen.

Kraut und Rüben – im Kopf

In diesem Blog habe ich eine Rubrik mit dem Titel „Aphorismen“ eingerichtet. Soeben stellte ich fest, was dort alles gelandet ist. Und nun bin ich ein wenig irritiert.
Meine Inventur ist schiefgegangen. Ich hörte bei 86 mit dem Zählen auf. Stichproben ergaben, dass ich das Meiste selbst „erdacht“ habe, und dank der Gnade des Vergessens heute nicht wiedererkenne.

Ich weiss auch nicht, ob dort echte Aphorismen drinstecken; schliesslich gibt es für solche eine Definition, die ich uns hier erspare. Vermutlich verdienen die entliehenen Sinnsprüche dieses Prädikat.

Ok. Einer geht immer:

Ein soziales Netzwerk kannte man schon früher.
Man nannte es „draussen“.

(Autor unbekannt)

Soll das jetzt ein Sinnspruch sein, oder ein netter Joke?
Ich sage: Der Spruch macht Sinn. Er löst Erinnerungen aus. Man rekapituliert, stellt fest, dass es richtig ist, und erzwingt den Weg zurück in die Gegenwart.

Es ist doch so: Erinnerungen sind dazu da, dass man sie nutzt. Man kann Erfahrungen gewinnen, sie können eine Quelle der Freude und des Vergnügens sein, sie können die Seele wärmen und so fort, und sie tun dies auch, solange man sie nicht überstrapaziert.
Ein Besuch im Land der Erinnerungen ist wünschenswert; dort leben macht den Menschen zum Zombie.

Ich stelle fest, wieder einmal vom rechten Weg abgekommen zu sein – das Los aller Schwätzer! Sollte ich mich an mein Thema erinnern, so darf ich vor vorne anfangen.
Soll ich diese Zeilen nun wegwerfen? ….. Ich denke, dass nein. Schliesslich biete ich einen Flohmarkt an mit vielem Zeug, das schrottig ist, das kein Mensch braucht, und das nur auf dem Tisch steht, weils einfach bunt ist. Es ist ein wenig wie in der IKEA-Fundgrube, nur ohne Teelichter.

Apropos bunt: Draussen blühen nun gelbe Krokusse. Wären die gelben blau, und es läge eine Schneedecke von 30 mm Stärke drüber, dann würde unsere Wiese aussehen wie eine Riesenscheibe Roquefort-Käse.
(Soweit ein „Aphoristiker“ der Neuen Schule.)

Übrigens wird der Roquefort aus Schafsmilch hergestellt, während der Gorgonzola aus Kuhmilch …. tut mir leid. Schon wieder eine Kurve zu viel gefahren! Aber ich könnte mich nun breit über den Bavaria Blu auslassen, der, wie nicht jeder weiss, ….. Alles Käse. Basta!

Lach doch mal!

Das Leben ist ein einziger, grosser Ballsaal.
Dumm ist nur, dass wir dort tanzen müssen,
bis die Musik zu Ende ist.

Rückwärts leben

Eine der wirklich grossen Lebenslügen ist,
in der Vergangenheit das Negative beiseite zu räumen
und dort, in bekanntem Raum
ein friedliches Leben führen zu wollen.
Denn aller Mühen zum Trotz
findet die Zukunft statt.

Pläne

Nur gerade Wege lassen eine weite Sicht zu.
Je geringer die Sichtweite,
desto enger werden die Pläne.
Bei unerwarteten Hindernissen
stolpert man in die Zukunft.
Der Rest ist dann nur noch Glücksache.

Tragödie – Einer zahlt immer

Die wirklich grossen Tragödien
im Leben eines Menschen
sind nichts weiter als Zufallsprodukte.
Sie entwickeln sich
aus einem unkontrollierbaren Gemisch
von Fakten und Emotionen,
gewinnen Gestalt und Gewalt,
und lösen sich nur auf in Katastrophen.

Essentiell

Kleine Tode sterben,
und wieder auferstehen,
Wissen, statt zu glauben –
das formt den Charakter
des Menschen.

Grundübel

Meilenweit steinige Wege gehen
und in Treibsand landen –
so ist das Schicksal ehrlicher Politik.

Für Donalds Poesiealbum:

Verlorene Macht ist wie ein Stein im Wasser.
Wer daran festhält, wird mit ihm untergehen
und als Karikatur wieder auftauchen.

So Leben ist. (Meister Yoda)

In dem riesigen Bouquet der belebten Natur
ist der Mensch nichts weiter
als eine aus der unendlichen Zahl von Blüten,
und er geht denselben Weg
wie eine Blüte am Apfelbaum.

„Sola dosis facit venenum.“

Dieser Titel wurde von Phillipus Theophrastus Aureolus Bombast von Hoheinheim im 15. Jahrhundert buchstäblich gepredigt. Du kennst diesen Mann – als Paracelsus aus Einsiedeln in der Schweiz.

Ja, die Dosis macht das Gift. Paracelsus hat erklärt. Ich aber habe erlebt:

Wo immer man auf eine Sonne trifft, die Wärme verströmt, sollte man sie geniessen, aber bedenken, dass alles, was wärmt, auch verbrennen kann.

Angst

Ein Leben in Angst ist krank.

Wer keine Angst kennt, ist dumm.

Wer Angst überwindet, ist mutig.

Aphorismus

Fest im Glauben sein verschafft Dir Gewissheit,
aber kein Wissen.
Nur wirkliches Wissen verschafft Dir Sicherheit
in den Stürmen Deines Lebens.