Ein Tag von anderer Art

Dieser Tag, dieser eine Tag in Dämmerung erlebt, oder doch verlebt? Vertan? Wer sagt mir, was ist oder was sein sollte? Ich spüre Verlust. Verlorene Zeit schmerzt. Und ich spüre Gewinn. Wache Sinne erkennen Wahrheiten. Der Tag ist nicht verloren. Und ich bin nicht verloren in der Zeit, in meiner Zeit. Alles hat seinen Wert, …

Letzte Worte

eines Giganten: „Schade, schade…zu spät.“ Ludwig van Beethoven hatte eine Lieferung von  12 Flaschen Rotwein als Geschenk erhalten, am 26. 3. 1827. Sterben wie Johannes Brahms: "Oh, das schmeckt gut." Letzte Worte zu seiner Krankenschwester, die ihm ein Glas Wein gegeben hatte, am 3. April 1897 Zitat J. Brahms: "Du hast keinen Begriff davon, wie …

Krank sein

Krank sein ist im allgemeinen ein Ausnahmezustand. Nicht bei mir. Krank sein ist ein Dauerzustand. Aha, sagt man vielleicht, chronisch. Ich sage „richtig“ und wende mich ab. Ich möchte nicht über Krankheiten reden. Kein normaler Mensch lässt es mit sich geschehen, dass er über die Schilderung pathologischer Zustände in miserable Grundstimmung versetzt wird, wozu nicht …

Ein Blick nach innen

Rodin: Der Denker Da ist er wieder, dieser Nachmittag der Bedeutungslosigkeit. Dieser Nachmittag, der mich so oft heimsucht, der mich umgibt wie eine Staubwolke, trocken und leicht schmutzig, immer versucht, mich zu narren, ein Verführer ohne Substanz, doch unfähig, mir zu drohen, und allzu leicht zu besiegen mit den Waffen des Menschen. Das sind Verstand, …

Be different!

Er. Ein Sommerabend in Berlin. Mitten im Grunewald steht ein metallicblaues Kabrio. Ich nähere mich, per pedes natürlich. Erkenne einen Ferrari 458, und seinen Besitzer. Beide dösen vor sich hin. Mit mir nicht. Ich starte eine gesetzte Ansprache Richtung Fahrer. Er kommt zurück in den Wald und antwortet. Small talk zum Feierabend ist nie verkehrt. …

Kaiser sein in 2019

quelle: standart.at Naruhito hat gelernt, selber zu denken Zudem durfte Naruhito als erster Kronprinz im Ausland studieren. Die zwei Jahre an der britischen Universität Oxford beschrieb er später als die glücklichste Zeit seines Lebens. Zum ersten und letzten Mal in seinem Leben konnte er dort frei durch eine Stadt mit dem Fahrrad fahren und selbst …

Der Schatten

Erster Eindruck: Unmöglich, das Erlebte zu verstehen. Mein Vorstellungsvermögen war ziemlich überfordert. Auch heute noch, mit einigem Abstand fällt es mir schwer, das Geschehnis zu begreifen und es gar niederzuschreiben. Ich versuche es dennoch, weil es abartig und zugleich faszinierend ist - mysteriös, fantastisch, und überaus spannend. Ich möchte, wenn die Geschichte ihr Ende gefunden …

Höllisches Treiben

(1) Hamburg-Blankenese, Bahnhofstrasse. Der Mann geht Richtung S-Bahn. Er mag guter Laune sein, und sein Schritt ist beschwingt – er scheint buchstäblich über den Bürgersteig zu tanzen. Sein Gesicht strahlt jene Zufriedenheit aus, die ausgeglichenen Naturen an einem sonnigen Tag zu eigen ist. Ja, es ist ein sonniger Vormittag – Bilderbuchwetter, wie man zu sagen …