Büschen Speelkrom

Ich glaube, ich höre das Gras wachsen.
Ich spinne.
Hochgradig.
Dieser Jungvogel nervt.
„Futter! Futter!“
Unentwegtes Quietschen.
Niemals „Vater! Vater!“
Der latscht zu Fuss über die Wiese.
Mutti schuftet.
Jagt Würmer, Raupen und Maden.
Quietscht der Jungvogel „Danke, Mama!“?
Niemals.
Frisst, und kackt ins Nest.
Mama machts weg.
Vati putzt seinen gelben Fressapparat.
Mehr nicht.
Er braucht seine Ruhe.
Hatte wieder und wieder Nachtschicht.
Morgens um halb vier beginnt er zu arbeiten.
Sagt er.
Singt aber nur.
Hockt im Baum und singt 90 Minuten.
Am Stück.
Dann ist er fertig mit der Welt.
Fällt entkraftet vom Ast.
Hält den Schnabel, endlich!
Latscht zu Fuss in eine Deckung.
Wegen der Katze.
Es herrscht Ruhe im Garten.
Es ist fünf Uhr.
Ich drehe mich um.
Endlich wieder Schlaf.
Bis der Kaffee duftet.
So um acht.
Ich arbeite.
Mich aus dem Bett,
und hinein in eine Hose.
Wie abends, nur umgekehrt.
So gehe ich dann auf die Suche.
Wo ist der Kaffee?
Der Amselkerl sucht auch.
Glaubt, er braucht nun ein Frühstück.
Findet einen grossen Tauwurm.
Würgt den Dicken runter.
Kann jetzt nicht mehr.
Rülpst.
Hört sich an wie:
„Alle Vöglein sind schon da!“
Ich ergänze:
„Alle Vöglein, aaalle!“
Und gut ists.
Der Jungvogel ist endlich vollgefressen.
Gibt erschöpft auf.
Ist ruhig.
Seine Mama sucht sich was zum Essen.
Wie immer in freier Natur.
Findet reichlich.
Der Alte hat genug übrig gelassen.
Ist eingepennt.
Schläft wie immer auf dem Rücken.
Mutter schaut hin.
Denkt über einen Liebhaber nach.
So’n strammen Amsel-Hahn.
Mit richtig starken Füssen.
Denkt:
Es ist überall das Gleiche.
Schnabel aufreissen, fressen, schlafen.
Schlappschwänze!
Alles eine Wichs!
Kuscheln mit der Nachbarin!
So löst man Probleme!
Es ist zwölf.
Der Morgen ist geschafft.
Mutti macht sich schön.
Hat noch etwas vor.
Der Alte schläft schon wieder.
Bizarr, wie der da liegt.
Mutter assoziiert.
Bratpfanne!
Wäre auch eine Lösung.
So, wie der da liegt.
Abgang!

Zur Erinnerung

Man nennt sie dünnhäutig, die Sensibelchen, die alles Elend dieser Welt erkennen, auf ihre Häupter laden und daran zu zerbrechen drohen. Dumm nur, dass sie stets helle Kerzen auf dem Kuchen sind.

Zum Glück für die menschliche Gemeinschaft gibt es auch Helle, deren Verdrängungsmechanismus gut arbeitet. Sie sind in der Lage, realistisch einzuschätzen, und über Wege aus einem Dilemma nachzudenken.

Weniger Nutzen stiften die klugen Optimisten. Sie sind ständig dem Risiko des Realitätsverlustes ausgesetzt. Wenn eine Karre bergab rollt, kann man nicht erwarten, dass sie stehen bleibt und selbständig wieder zurück kommt.

Schliesslich findet man mit Glück die Gruppe der Idealisten. Wer weiss, wo Wolkenkuckucksheim liegt, möge einen grossen Bogen gehen, um nicht hineinzugeraten. Man muss selbst Idealist sein, um sich dort zu Hause zu fühlen.
Das örtliche Klima ist für Ge-erdete nicht geeignet.

Wen haben wir noch in der Kommune?

Da finden sich Menschen, die eigentlich einer der obigen Gruppen zuzurechnen wären, aber nicht dort hineingehören, weil sie ihren Egoismus ausleben, ihm höhere Priorität zubilligen als dem Sozialen. Ich nenne sie schlicht Profiteure. Man findet sie beim Ausbeuten der Dritten Welt durch die Erste, bei der Sklaverei, in Unternehmen mit Mindestlöhnern usw.

Und es gibt eine letzte Gruppe, die der Ignoranten und Dummen. Sie sind in der Regel bildungsfern geblieben, und sie finden ihren Platz dort, wo sich in der Tasse der Kaffeesatz niederlässt. Sie politisieren auf Stammtisch-Niveau, sind daher nicht nützlich, und dennoch eine wichtige soziale Gruppe.

Wozu nun dieses Aufdröseln der menschlichen Gemeinschaft?

(Grins) Zweierlei ist beachtenswert. Zum einen stehst Du mittendrin und musst mit allen irgendwie zurechtkommen – eine Sisyphos-Aufgabe, die lebenslang andauert. Zum anderen sollst Du die „Richtigen“ wählen. Du glaubst doch, in einer Demokratie zu leben!

Vor zwei Tagen erklärte mir einer, es wäre am besten, die Menschheit auszurotten und den Planeten der Tierwelt zu überlassen. Der Mensch sei unreif und darum ungeniessbar. Ich habe diesem Mann erklärt, er könne beruhigt sein, denn wir wären schon auf dem Weg ins Nichts, aber es würde noch ein wenig dauern, bis der Erfolg zu sehen wäre. Aber wie gesagt: Die Karre rollt bergab.

Ach ja, die Globalisierung! Es nützt also nichts, wenn die BRD mit Höchstqualität regiert würde. Da sind noch 194 andere Staaten! Hast Du genug Phantasie, Dir vorzustellen, was geschähe, wenn die BRD im Wohlstand, und der Rest der Welt im sozialen Elend leben würde? Na? Na? Genau!

Nix los …..

Man hat mir in meiner Kindheit beigebracht, dass man keine Texte mit „Ich“ beginnen soll. Das darf man nicht. Das ist wie Ellenbogen beim Essen auf dem Tisch! Ein alter Mann namens Knigge hätte das so entschieden, und die Welt wäre aufgefordert, solche Gebote zu achten. Erst dachte ich, der liebe Gott hiesse Knigge. Also argumentierte ich damit, und habe dabei auf Stahl gebissen. Nein, nein, Knigge sei ein Mensch wie wir alle, und nur er wüsste, was sich gehört, und was nicht – und schon waren die Ellenbogen auf der Tischplatte, und beide Hände hielten ein Mordsstück Brot, belegt mit dem Rahm abgekochter Milch, und mit Zucker bestreut fest wie ein Schraubstock, und nur die eigenen Zähne hatten eine Zutrittsgenehmigung zwecks Abbeissen und geniessen.

Es ist sicherlich aufgefallen, dass ich nicht mit „Ich“ begonnen habe, oder? So könnte ich mit mir zufrieden sein – hätte ich nicht vergessen, worüber ich schreiben wollte. Zum Teufel! Das passiert mir immer öfter, und ich bin gefährdet wie jener Deutsche, der sich ein First class-Flugticket leistete, um in eine östliche Hauftstadt zu fliegen und dort der Flughafenpolizei mitteilte, er sei ein Spion und er erwartete respektiert zu werden. Diese Leute erkannten, dass sie einen Bipolaren in einer manischen Phase vor sich hatten und übergaben ihn einem Psychologen, der den Mann nach Hause bringen liess, bevor eine depressive Phase einsetzte.

Schon gut. Wenn ich in eine manische Phase gerate, mache ich immer noch einen grossen Bogen um den Flugplatz. Statt dessen mache ich mir eine Flasche Roten auf und freue mich in mich hinein, weil ich nicht mehr dort hin muss. Dies zum Missfallen meiner Tochter, die mich nun unter Kontrolle hat. Sie meint, ich sei nicht manisch-depressiv, eher katholisch-alkoholisch mit einem Touch von scheinheilisch. Dann sitze ich faunisch grinsend an meinem Schreibtisch, denn ich bin störrisch, und achtzisch, und ich bin ein Risch!

Aber isch weiss noch immer nisch(t), worüber isch ….. was eigentlisch?

Nebenbei: Diese alberne Sprachentgleisung wurde in den USA entwickelt; sie nennen sie „verbal trumping“.

Neues aus den USA – 8 –

Die amerikanische Verfassung gestattet Briefwahl. Zur Wahl des US-Präse ist diese Wahlform wegen der Corona-Epidemie das Optimum.

Nun weiss Trump: Je mehr Bürger im November dieses Jahres zur Wahl gehen, desto geringer sind seine Chancen, wiedergewählt zu werden. Deshalb hat er jetzt verkündet, die Briefwahl sei verboten, da kriminell.

Er selbst wird für sich die Briefwahl nutzen. Der Grund für diese Ausnahme: Er würde als Präsident wählen, sich also den Luxus einer Ausnahme gönnen, was seiner aufwendigen Regierungsarbeit geschuldet sei.
Die Konsequenz: Trump wird kriminell. Diese Erkenntnis bleibt ihm allerdings verborgen, da sie seine intellektuellen Fähigkeiten überfordert.

Nun hat der Governor von Michigan erklärt, dass in seinem Staat die Briefwahl erlaubt bleibt. Das haben die Bürger mit 2/3-Mehrheit so entschieden, was den US-Präsidenten jedoch überhaupt nicht interessiert. Trumps Reaktion: Dann streiche ich ihm die Zuschüsse. Dies ist ein Erpressungsversuch und Amtsmissbrauch. Also:

Trump wird nicht, er ist kriminell. Er weiss das. Und genau das ist der Grund, weshalb er als seine erste wichtige Massnahme den Justizapparat „reorganisiert“ hat.
Nun arbeitet er daran, dier investigativen Behörden (CIA und andere) unter seine Kontrolle zu bringen, damit sie ihm nicht schaden, wenn er seine „Geschäfte“ abwickelt.

Im übrigen ist belegt, dass Trump Drogen konsumiert.

Amerika, freue Dich! Am Ende seiner zweiten Amtszeit, so sein Versprechen, wird er seine Tochter als Präsidentin installieren. Lustig, nicht wahr? Und so freiheitlich, so demokatisch!

Neues aus den USA – 7 –

Das Thema „USA“ hängt mir mittlerweile zum Halse heraus. Ich habe es satt. Dumm nur, dass wichtige Entwicklungen in den Staaten durchschlagen auf den Rest der Welt, und Auswirkungen auch in anderen Staaten zu spüren sind. Wir spüren hier eines der Grundübel aus der Globalisierung.

Das ist der Grund, weshalb ich – allen guten Vorsätzen zum Trotz – wieder hier hocke und auf einem Knochen herumkaue, den ich partout nicht runterwürgen kann. Was also ist denn nun schon wieder los?

Was soll schon los sein. Der irre Trump und seine Kriminellen arbeiten weiter daran,
die USA in eine saubere Diktatur umzubauen. Und das tun sie auf eine infame Weise, schön step by step, in kleinen, wirksamen Schritten, und Uncle Sam, dieser vertrottelte Alte bemerkt nichts. Neueste Schritte sind:

Man v e r b i e t e t Interviews mit Virologen, mit Leuten wie Fauci.
Die Sozialausgaben werden gekürzt, um die Leute zur Arbeit zu z w i n g e n .
Fakten zur Pandemie, wie Anzahl der Fälle werden künftig v e r s c h w i e g e n .
Der Patriotismus soll weiter a n g e h e i z t werden, denn wo Fahnen wehen, setzt der Verstand aus.
Unternehmen, denen Mitarbeiter an Covid-19 erkranken und die Kranke beschäftigen werden von Schadensersatzforderungen f r e i g e s t e l l t.

Dies ist Trumps 4-Stufen-Plan für den Ausstieg aus dem Lockdown.

Hallo, Uncle Sam, Du alter Idiot! So hat es bei Adolf Hitler auch angefangen! Mach mal so weiter! Bis zum nächsten Krieg ist es nicht mehr allzu weit.

Theater-Donner und Nebelkerzen

Neulich hat die deutsche Bundeskanzlerin (BK) in einer Fernseh-Ansprache versucht zu erklären, warum die Globalisierung gerettet respektive gefördert werden müßte. Ich ging hoch wie eine Rakete und war kurz vor einem Blutsturz. Die BK erklärte in einer durchaus logischen Kette von Argumenten, dass in Bangladesh Kinder verhungern, wenn ich bei Amazon keine T-Shirts kaufe. Das Geld im Portemonnaie wird immer weniger, aber man soll konsumieren wie die Teufel.

Im Zusammenhang mit der Globalisierung hat die BK kein Wort darüber verloren, dass in der BRD immer mehr Arbeitsplätze verloren gehen. „Germany first!“ ist ihr anscheinend fremd. „KiK first!“ ist ihr dagegen gewiss geläufig. Auch „Amazon first!“ ist für sie unabdingbar. „VW first!“ – oh oh, was wird der US-Präse dazu sagen? Da muss man diplomatisch ….. usw.

Nun hat die BK mit Herrn Macron eine grandiose Silvesterrakete gestartet; die EU soll mit einer halben Billion Oiros als Geldgeschenk notleidenden Staaten unter die Arme greifen und sie aus dem hausgemachten Sumpf ziehen. Die beiden Figuren wissen, dass nicht alle EU-Staaten zustimmen werden. In der EU-Kasse ist nur heisse Luft, und 500 Milliarden Schulden sind auch für die EU kein Pappenstiel. Zweck der Aktion:
Eigenwerbung. Wir wollten helfen, aber die anderen verweigern!

Der getarnte Imperialist Macron wird zudem geltend machen, dass er die BK überzeugt hat, und Frankreich eine Sonderrolle in der EU zusteht; schliesslich hat man Visionen zur Gesundung der Europaunion unter France als Führungsnation.

Die BK sieht die BRD auch in einer Führungsrolle, aber neben dem Raubtier Frankreich. Mehr als „Häs-chen in der Grube“ schafft sie nicht auf die Bühne zu bringen. Geschenkt. Aber sie hat, so glaubt sie, der EU gezeigt, dass die BRD guten Willens ist und hilfsbereit, auch wenn grosse Opfer notwendig werden. Derartiges Verhalten nennt man scheinheilig.

Im Pleitestaat Italien sitzt Conte im Chefsessel und kann seine Probleme nun bequem der EU in die Schuhe schieben. Die hilft ihm nicht aus der Corona-Notsituation! Besonders lustig ist die Vorstellung, dass die alles beherrschenden 4 Mafia-Gesellschaften mit weit geöffneten Taschen warten, bis endlich wieder Geldströme nach Italien fliessen.

Griechenland leidet an einer ähnlichen Krankheit wie die USA, allerdings ohne Wirtschaftskraft. Man hat ein krankes Kind am Hals, das nicht leben und nicht sterben kann. Prägende Kraft ist der Egoismus des Bürgers. Man wird ähnlich argumentieren wie Italien und in Not weiter an China verkaufen, was immer die wollen. Der chinesische Einfluss auf Entscheidungsprozesse in der EU bleibt abzuwarten. Offiziell nennt man die griechische Krankheit dort EU und Corona. Was sonst? Etwa die reichen Familien der Politiker?

In Spanien ist die Situation schwierig zu deuten. Es fehlt dort an einem stabilen Minimalkonsens in der Innenpolitik. Seit vier Jahren wächst das Land deutlich stärker als der EU-Durchschnitt. Die Banken sind saniert, die Immobilienbranche ist auf Normalmaß geschrumpft, und die Exporte der Unternehmen sind deutlich gestiegen.
Doch Madrid hat den Boom nicht genutzt, um für die Zukunft vorzusorgen. Haushaltsdefizit und Staatsschulden gehören ebenso wie die Arbeitslosigkeit zu den höchsten in Europa. Kommt die nächste Krise, kann Spanien kaum gegensteuern. Das Land ist verwundbar. Sweit das Handelsblatt. Umso härter trifft die Corona-Krise. Sie wird jedoch nicht in den Vordergrund gerückt. Vielmehr fordert Spanien generelle, vielseitige Hilfen für alle möglichern Wirtschaftszweige – vom Tourismus bis zur Schweinezucht.

Die Verweigerer der pfundigen Neuverschuldung der EU, also Österreich, die Niederlande, Dänemark und vermutlich weitere werden für sich geltend machen, dass sie der Gefahr einer ruinösen Neuverschuldung der EU erfolgreich widerstanden haben.

Wenn man genau hinschaut, macht der Vorschlag von Macron und Merkel, eine halbe Billion zu verschenken, durchaus Sinn. Alle Beteiligten können daraus einen innenpolitischen Nutzen ziehen – kurz- und mittelfristig aus der Erinnerung an die in diesen Tagen gestartete Silvesterrakete, die 500 Milliarden rasch erlöschende Sternchen an den nachtschwarzen Himmel applizierte.

Ich meine, es wäre über alles Affentheater hinaus endlich einmal Grundsätzliches zu klären: Wiesohat der deutsche Steuerzahler dafür gerade zu stehen, wenn ein Staat oder ein Unternehmen in Geldschwierigkeiten gerät? Wieso soll die Gemeinschaft Verluste tragen, wenn die Gewinne in Privattaschen landen?

Die Sprüche von der Systemrelevanz sind geistiger Dünnschiss. Wenn die Lufthansa pleite geht, verschwindet das Laden nicht in einem Erdloch. Er wird zur Beute von Investoren. Und wenn die fehlen, hat der Staat zu übernehmen. Die Lufthansa ist
schliesslich ein Wertobjekt, obschon auf einem Markt, der erst noch gesundschrumpfen muss.

Man könnte sagen, dass die Weltwirtschaft an Blähungen leidet. Kümmel, Fenchel und Anis werden nicht helfen. Es muss jedoch etwas geschehen …..

Schon wieder Politik – sorry!

Es ist an der Zeit, mit dem Bashing gegen die USA und gegen Trump aufzuhören. Man hat sich dort drüben hinter dem grossen Gewässer auf das Niveau einer Karikatur über sich selbst reduziert, und die Welt hat dies zur Kenntnis genommen. Die USA waren niemals jemandes Freund, denn in der Politik gibt es keine Freundschaften, sondern nur Zweckbündnisse. Das ehemals grosse Zweckbündnis NATO ist mangels Bedrohung durch die Russen gegenstandslos geworden und durch den US-Einfluss zur Plattform für Waffengeschäfte grossen Stils verkommen. Und die Macht liegt in den Händen von Leuten, die sich imperialistisch geben, um möglichst ungestört ihr Big business betreiben zu können. Alles Gerede um Gemeinsamkeiten ist Dampfgeplauder mit dem Zweck, Wahrheiten zu verstecken.

Vorsicht! Ich schreibe das mit Bedacht, denn derartiger Schweinkram ist auch in Europa und in Deutschland an der Tagesordnung. Tarnen, Täuschen und Betrügen gehört zum Handwerk des Politikers. Moral und Gewissen sind sehr hinderlich und werden weggezüchtet. Schliesslich hat man nicht den „kleinen Mann auf der Strasse“ im Fokus, sondern das grosse Ganze! Wenn man einen Ochsen auf dem Grill hat, wird man sich nicht um die Wiener Würstchen bemühen. Um dem Ochsen hat sich die zahlungskräftige Gesellschaft versammelt. Die billigen Würstchen überlässt man dem Plebs. Der kann sich später mit den Knochen des Rindviehs einen schönen Tag machen.

Was ist mit dieser Metapher wohl gemeint?

Unstrukturiert

„Eine Struktur ist eine Anordnung und Organisation miteinander verbundener Elemente in einem materiellen Objekt oder System oder dem so organisierten Objekt oder System.“

So schön das gesagt ist – benötigt man es zum Leben? Oh ja, wird so mancher sagen. Mein Leben braucht Struktur, sonst fühle ich mich nicht wohl! Und Du lebst so unstrukturiert, so in den Tag hinein, nimmst, was kommt, und was nicht kommt, vermisst Du nicht mal – Du musst Dein Leben strukturieren, oder Du verkommst zum Penner!

Man sollte jeden gut gemeinten Rat überdenken, prüfen, was machbar und nützlich ist. Also setze ich mich in eine stille Ecke. Das ist nicht schwierig, da bei mir alle Ecken still sind. Aber es ist ein erster, richtiger Schritt hin zur Struktur. Ich fahre fort. Anordnen kann ich, und Organisieren auch. Das habe ich ein halbes Leben lang im Job gemacht. Im Geist hake ich das ab, und freue mich kurz, dass die Schritte 2 und 3 auch gemacht sind. Begierig falle ich über Schritt 4 her. Objekt oder System, das bin ich selbst. Ich rede noch einmal kurz mit mir, mache mir klar, wer hier was ist, und gehe zügig meinen Weg weiter. Schritt 5 soll mir erklären, was die Elemente sind, die mein Leben bestimmen. Mich fröstelt, und das Eis unter meinen Füssen wird plötzlich sehr, sehr dünn. Muss ich das etwa erklären? Bitte sehr. Ich habe in meinem langen Leben noch kein Element gesehen, auch wenn es eines gäbe. Bin ich tot, oder was?

Ich beschliesse, mich dem Problem von der theoretischen Seite kommend zu nähern. Ich, vielmehr nicht ich, sondern mein Leben ist System. Was rödelt da drinnen? Meine Tochter. Mein Computer. Mein Hunger. Mein Klo. Büroklammern und Gummiringe. Kurz alles um mich herum, was Mensch oder Sache ist. Und dieser ganze Krempel soll nun strukturiert werden. Kritisch überprüft und zu einem organisierten System umgestaltet. Bin ich deppert? Was nützt es mir? Ein systematisierte Leben fahren verlangt Dis zi plin! Da lass ich doch die Finger weg! Ich kann mir meine Kartoffeln auch ohne Struktur kochen, Hauptsache, mein Herd hat welche.

Lebe ich in einem System, dann bin ich strukturiert organisiert. Habe ich kein System, dann bin ich Chaot. Was immer ist – ich brauch das. Wenn ich suche, so finde ich immer das eine oder andere Systemchen. Sie können autonom sein, oder integriert – wen interessiert das? Sie haben sich in mein Leben geschlichen. Na und?

Ich verlasse meine stille Ecke mit einem zufriedenstellenden Ergebnis: Wenn einer meine Lebensart unsäglich findet, hat er selbst einen schlechten Tag erwischt. Meiner ist völlig in Ordnung. Er braucht den Psychiater – und ich maximal ein Rosinenbrot!
Und wenn ich will, kaufe ich mir drei Schweine und lasse sie draussen frei. Besser fünf. Und einen Eber. So etwas hat noch keiner gebracht! Strukturierte Hausschweine in der Wildnis einer Stadt! Hört sich das nicht an wie Keulchen von der Feldmaus auf einem Bett von Eierbriketts, gereicht in geminzter Erdölsosse? (aus dem Buch „Shell kocht britisch“)

Lage an der Front – 2 –

Jeder kämpft auf seine Weise gegen das Corona-Virus!

Längst Vermutetes wird nun bestätigt. Das Covid-19 Virus, ich nenne es kurz einfach C, wird nicht nur per Tröpfchen und Schmieren verbreitet, sondern auch mit Aerosolen, die der Mensch ausatmet. Zahl und Arten dieser Teilchen sind vielfältig, und alltäglich.
Man nehme Wasserdampf. Die kleinste Einheit davon ist ein Aerosol. Es besteht aus einer Mischung von Gas und Flüssigstoff (Wasser).

Man weiss, dass freigesetzte Aerosole nicht sofort zu Boden sinken. Je kleiner sie sind, desto mehr verhalten sie sich wie ein Gas. Sie haben also eine lange Verweildauer im Schwebezustand und sind leicht zu verwirbeln, also zu verteilen. Zur Grösse ist zu erzählen, dass – wie wir alle erfahren haben – der Feinstaub über der Strasse für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar ist, es sei denn, er hat sich irgendwo in Masse niedergelassen. C ist nun ein wenig kleiner, bringt ein Hundertstel des Feinstaub-Aerosols auf die Waage. Hat man also C massenhaft in der Küche, so hilft nicht warten, bis alles auf dem Fussboden liegt. C schwebt uns um die Nase, und es hilft nur Lüften mit ordentlichem Durchzug. Ist das Zeug durch das Fenster abgezogen, so hat die Vogelwelt das Problem. Unsinn. Die Aerosol-Ladung wird durch Verdüünung unwirksam, und C stirbt irgendwenn. Man rechnet damit, dass unter Laborbedingungen, in einem Raum ohne jede Luftbewegung C so um 8 bis 12 Minuten schweben wird.

Wieso ist das alles wichtig zu wissen? Ist es nicht, aber es ist nützliches Wissen. Hier der Fall aus der Praxis:

In den USA hatte ein Chor zur Probe zusammengefunden und ein Maximum an Vorsichtsmassnahmen getroffen, den Mundschutz ausgenommen, weil man mit dem Lappen vor dem Mund nicht singen kann. Aber man hatte die Abstandsregeln beachtet.
Nun sind die meisten der Chormitglieder mit C infiziert. Die Anweisungen der WHO haben nicht geschützt. Irgendwer hatte nicht nur Töne aus dem Mund gelassen, sondern auch eine Ladung C. Die besondere Atemtechnik der singenden Gemeinde hat wohl so viel Verwirbelung erzeugt, dass der gesamte Chor infiziert wurde.

Es braucht nicht viel Phantasie, sich die Gefährdung aller vorzustellen, wenn C nicht in Tröpfchen auf der Erde landet, sondern in der Atemluft bleibt. Infizierte produzieren doch ständig neue C-Wölkchen!