Ein Stück Lebensweg

Aufgestiegen.
Oben Krieg geführt.
 Schlachten verloren.
Zertrümmert abgestiegen.
Ganz unten angekommen.
 
Wer, was und wie hilft?
 
Plattitüde:  
Ganz unten, das ist Position „Null“.
Es kann nur aufwärts gehen!

Also verlasse die Höhle des Selbstmitleids
und mache Dich auf den Weg!

Ein Spass für Eisen-Fresser

Martin Heidegger, Philosoph

„Das Seiende, dessen Analyse zur Aufgabe steht,
sind wir je selbst. Das Sein dieses Seienden
ist je meines. Im Sein dieses Seienden
verhält sich dieses selbst zu seinem Sein.
Als Seiendes dieses Seins ist es seinem
Sein überantwortet. Das Sein ist es,
darum es diesem Seienden je selbst geht.“
„Zum existierenden Dasein gehört die Jemeinigkeit
als Bedingung der Möglichkeit
von Eigentlichkeit und Uneigentlichkeit.
Dasein existiert je in einem dieser Modi,
bzw. in der modalen Indifferenz.“

Ohne die Anmerkung zur Jemeinigkeit
hätte ich nur die Hälfte verstanden.



Ein ganz alter Hut

In dieser Zeit ist das Geld
der mächtigste Herrscher
auf Erden.

(Originaltext: In terra nummus rex est hoc tempore summus)
 
Carmina Burana »Lieder aus Benediktbeuren«,
Sammlung mittellateinischer und mittelhochdeutscher
Vagantenlieder in einer Handschrift
des 13. Jahrhunderts aus der Abtei Benediktbeuern

Halten wir fest:
Die Menschheit hat es
in 800 Jahren nicht vermocht,
den Kriegstreibern das
Handwerk zu legen. Deren
Motive sind modern, aber
noch immer schicken sie
die Kinder ihres Landes zum
Sterben in Kriege um Geld.

Machiavelli

Ok, wir sind schon unterwegs …..

„Was die Klugheit und Beständigkeit anbelangt,
so behaupte ich, daß das Volk klüger ist
und ein richtigeres Urteil hat
als ein Alleinherrscher.
Nicht ohne Grund vergleicht man die Stimme
des Volkes mit der Stimme Gottes.“

Was meint Machiavelli damit?
 
Es ist eine Angelegenheit zu regeln.
 
Der Herrscher hat eine Meinung dazu.
Er ordnet an, basta.
 
Das Volk hat viele Meinungen zu bieten.
Es wird diskutiert, es werden Alternativen
bewertet, und irgendwann
demokratisch entschieden.
 
Somit sind für eine Entscheidung zur Realisierung
zwei Wege vorgezeichnet –
und die Realität schlägt zu.

siehe Bild oben
 

Ein interessanter Mann

Niccolò di Bernardo Machiavelli (1469 bis 1527)

Machiavelli war ein kluges und ein überaus
bemerkenswertews Multi-Talent.
Seine Popularität wirkt durch die Jahrhunderte
bis in unsere Zeit. Wie das?
Nun, zum Beispiel hat er den Betrug in der Politik
als unverzichtbar bezeichnet.
Aber er hat den Betrug mit höheren Zielen
verknüpft. Man dürfe …. nein, man müsse
also Böses tun, um Gutes für
das Gemeinwesen zu erreichen.
 
Machiavelli’s Denkweise hat, wie wir wissen,
bis heute Bestand. Allerdings hat man sie
ein wenig „modernisiert“.
Vielmehr: Man hat die höheren Ziele modifiziert.
Gutes für die Bürger tut man nur nach langen,
quälenden Prozessen.
Man gibt dann als Maximum das Minimum.
Gutes für sich selbst und für seine Klientel –
das geht leicht von der Hand.
Und so macht der politische Betrug richtig Spass!
 

That’s life!

Machiavelli sagte. man brauche einen guten Freund,
um nach oben zu kommen.

Wenn man oben ist, so sei er der erste, der  weg muss.



Es ist wohl meinem Alter geschuldet,
dass mir um nichts in der Welt einfallen will,
woher ich dieses Handlungsmuster kenne …..