Lützerath ist nicht alles

Mit meinem letzten Geld werde ich mir einen Strick kaufen und im nahe gelegenen Wald einen stabilen Baum suchen. Es muss eine gut gewachsene Buche sein. Wer will schon in einer Omorika-Fichte hängen?

Unschwer zu erkennen: Ich habe mich heute mal um meine Finanzen gekümmert und dabei einen schweren Schock erlitten. Allein die Tierärzte für die kranken Maine Coon’s liegen bei 1.000 Oiro’s. Allmählich begreife ich, warum man beim Geld von flüssigen Mitteln spricht. Es rinnt mir durch die Finger und fließt davon – in fremde Taschen.

Pecunia non olet! So ein römischer Kaiser, der Vespasian, er wurde im Jahr 9 n. Chr. geboren und belehrte seinen Sohn, der zu viel über Geld geredet hatte. Bis heute hat sich die Regel gehalten, dass man über die Herkunft des Gelds den Mund hält. Halten wir fest: Geld stinkt nicht.

Was aber ist bei mir los, wenn mich das Geld meidet wie der Teufel das Weihwasser? Bin ich etwa ein Rotwelscher, ein Gauner?

Für Geld gibt es im Rotwelsch viele Bezeichnungen – von Kies, Schotter, Zaster, über Moos bis Pinkepinke. Pinkepinke bezeichnet dabei das klimpernde Geräusch, das Münzen machen. Auch bei den zerkleinerten Gesteinen „Kies und Schotter“ denkt man an Kleingeld. Aber woher kommt der Begriff „Moos“? Moos ist ursprünglich ein studentischer Ausdruck für Geld, der über das Rotwelsche von jüdisch „maos“ (Hebräisch: ma’oth = Pfennige, Kleingeld) kommt. Zaster stammt hingegen aus dem Indischen (Altindisch: „sastra“ = Wurfgeschoss).
(Zitat aus WIKI)

Sagt man nicht auch, Geld sei flüchtig wie ein Reh? Ich bestätige dies unbesehen; mein Schotter ist unterwegs im internationalen Geldkreislauf, mein Geld, diese Hure – kriegt sicherlich unterwegs viele Kinder, aber nicht bei mir!
Die Kinder des Gelds heissen Zinsen, Dividenden und Profit, und ich heisse Armer Schlucker, weil man meine Taschen leert …..

….. apropos Leeren. Da lebt ein Rentner in Freiburg/Breisgau, der zahlte jährlich 437 Oiro Grundsteuer. Nun kriegte er seinen „reformierten“ Grundsteuerbescheid. Die Stadt Freiburg erwartet eine Zahlung in Höhe von 11.700 Oiro. Der Mann erklärte dazu, dass er nun Sozialhilfe beantragen muß. So ein Bericht des FOCUS.
Was haben wir nun in Summe? Inflation 8,7%. Preisindex für Lebensmittel + 20%. Preisindex für Energie + 24,5%. Tendenz weiter steigend. Grundsteuer mindestens + 100%, eher mehr. (Beim Freiburger Rentner sind es + 2480%).

So wird der Mittelstand ruiniert. Der Binnenmarkt schwächelt, weil der Konsum zurückgeht. Industrie und Handel verlieren Umsatz-Prozente. Sie wollen aber nicht auf ihre Gewinne verzichten. Also werden sie die Preise erhöhen müssen.
Der Binnenmarkt wird damit weiter geschädigt. Die Preise steigen weiter und so fort. Die ERntwicklung ist inflationär, das Geld wird immer weniger wert, und eine Lohnerhöhung um 6% gleicht nichts aus, wenn die Verbraucherpreise um 15% steigen.

Die Spirale ist in Gange. Nur Blinde bestreiten die. Sehende haben Muffensausen, denn die Entwicklung ist nur schwer zu stoppen. Und es gibt sie, sie sehenden Profiteure. Übles, asoziales Gesindel.

Anmerkung der Redaktion:
Ich wollte eigentlich in eine andere Richtung schreiben. Es sollte ein wenig lustig werden.Nun bin ich wieder mal ausgerutscht und voll in der Kiste mit der Sozialkritik aufgeschlagen. Recht unlustig, der Text. Korrekturlesen schenke ich mir, und verschwinde in der Küche. Bin hungrig, und nix im Topf. Darum muss ich jetzt in den Ecken nach Genießbarem suchen. Es ist die Armut pur.

Ja, ich weiss, darüber macht man keine Witze. Ich lache auch nicht. Der ganze Fraß schmeckt bitter. Außerdem werde ich müde und sollte eine Mütze Schlaf nehmen. Ach so. 1 Mütze = (90 Minuten – 5 Minuten Toilettengang) = 85.

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