Der Große Irrtum

Das Feuer der Fackel ist längst erloschen.
Die Freiheit versinkt
in einem Meer von Unwissen, Ignoranz,
Dummheit, Grossmachtgehabe und
der verzweifelten Suche nach Identität.
Das Sündenregister aus vergangenen
Jahrzehnten soll ausgeglichen werden,
indem man Pseudo-Religionen huldigt, und
den einzigen Gott, der greifbar und
begreifbar erscheint: Das Geld.
Ein Blick von draussen offenbart
die Erbärmlichkeit einer Gesellschaft,
die Besseres zu leisten in der Lage ist,
und die Besseres verdient hat, als
von Soziopathen und Psychopathen
angeführt zu werden. Deren Egomanie
hat die menschliche Gemeinschaft
zerstört, und der Schaden ist irreparabel.

Wer sich nach einem gut funktionierenden
Gemeinwesen seht, möge sich mit einem
Ameisenstaat anfreunden.
Man hat im brasilianischen Regenwald
während eines Hochwassers beobachtet,
wie unzählige Ameisen ins Wasser gingen,
sich verhakten, um so eine Insel zu bauen –
und zu ertrinken. Auf dieser Insel überlebte
der ganze Staat mit seiner Königin.
Hätten sie menschliches Verhalten gezeigt,
so wären alle tot.

Es will mir scheinen, dass Evolution
nichts weiter ist als eine Reaktion auf Ereignisse,
die irgendwo und irgendwie die Lebensbedingungen
auf unserem Planeten verändern,
und diese Reaktionen können
schier endlose Zeit verbrauchen.
Resultate können positiv sein, siehe Ameisen,
oder auch negativ, siehe Mensch.
Und die sind nie perfekt
das Eine oder das Andere.
Immer pendelt eine Waage mit,
die das Überwiegend feststellt –
damit Menschen Meinungen bilden
und sich streiten können.

%d Bloggern gefällt das: