Neues aus dem Alten Land

Tzzzzz ….. das ist nur ein scheinbarer Widerspruch!
Man kann auch Altes aus dem Neuland bekommen.
Neuland ist ein bäuerlicher Stadtteil in Hamburgs Osten!

Reiner Zufall, dieses Wortspiel. Zur Sache:

In meinem Bemühen, zu kochen, bin ich ein Stückchen voran gekommen. Heute habe ich erstmalig etwas mit Mayonnaise gemacht.
Würde ich behaupten, ich hätte gekocht, so wäre dies ein Etikettenschwindel. Gekocht haben nur meine Kartoffeln, selbständig und zuverlässig, wie es sich gehört.
Mal ganz solide erzählt – ich habe mir einen Gemüsesalat ….. wie sagt man? Ah ja. Ich habe einen Gemüsesalat zubereitet. Aus unserer eiskalten Vorratskiste griff ich zu einer Tüte Gemüse und leitete einen Auftau-Vorgang ein. Gleichzeitig versuchte ich, Kartoffelwürfel zu garen. Das ist mir tatsächlich gelungen.
Meine Salatsoße besteht aus Mayo, Sauerrahm, Kochsahne und Gurkenbrühe.
Ich schnippelte Essiggurken und Zwiebelchen rein, rührte ein paarmal um – fertsch. Schliesslich gab ich das Gemüse dazu, fügte einen halben TL Chiliflocken bei, und was war? Meine Schüssel war voll.

Alarm! Kein Raum für Kartoffeln! Was tut ein Profi? Holt eine grosse Schüssel und füllt um. Ich nicht. Gut, dass ich in letzter Zeit wieder viel über China gehört habe. Also konnte ich mein Platzproblem auf chinesische Weise lösen.
Das bedeutet: Da ist überhaupt kein Problem. Die Kartoffeln bleiben draussen und werden zu Bratkartoffeln umgearbeitet. Bauchspeck rein, zwei Spiegeleier oben drauf, und schon haben wir ein Mittagsmahl für den fröhlichen Landmann.
Interessehalber probierte ich meinen Gemüsesalat mit Kartoffel – vergiss es.
Das passt nicht zusammen.

Das restliche Geschehen um meinen Salat ist wie immer geartet. Ich biete W. an, mitzuessen, sie lehnt ab und wartet, ob es mir nach zwei Stunden noch gut geht. Dann sitze ich an meinem Schreibtisch, und in der Küche klappert plötzlich Geschirr.
So bin ich ganz in mich gekehrt, und ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit für ein gütiges Schicksal läßt mich in meinem Bürostuhl einschlafen, denn nun weiss ich:
Nicht übel, Alter, Dein Gemüsesalat! Es geht doch! Vielmehr in der Vergangenheitsform: Es hat gegangen!

%d Bloggern gefällt das: