COVID in China

Wenn ich Info’s über China verbreite, dann nicht, weil für dieses Land ein Bashing so modern ist, sondern weil die dortige Info-Quelle gerade wieder einmal sprudelt. Das chinesische Kontrollsystem hat halt doch ein paar Löcher.

Heute erfuhr ich eine recht traurige Geschichte. Ein Mann, am COVID erkrankt, verabschiedet sich von seinem Sohn , den er offenbar liebte, per Audio-Nachricht mit den Worten, dass er die Nacht wohl nicht überleben würde – wenig später ist er dannn auch gestorben.

Offizielle Stellen sprechen davon, dass mittlerweile Shanghai, eine Stadt mit 26 Millionen Einwohnern zu 70% mit COVID durchseucht sei; mit Blick auf das Ziel, die Herden-Immunität ein“voller Erfolg“.

Gleichzeitig greift wohl eine neue Einstellung zu COVID um sich. Ein 27-jähriger Chinese erzählt in einem Interview, er wäre auf dem Weg zu einem erkrankten Freund, um sich dort eine Infektion abzuholen. Diese möchte er schnellstens erledigt haben, da er für dieses Jahr noch eine Urlaubsreise geplant hat.
Man sagt, das Verhalten dieser Knalltüte entspräche einem neuen Trend, besonders in der jungen Generation.

Anscheinend hat die Staatspartei CCP zur COVID-Situation ein Statement veröffentlicht, das so hilfreich ist wie die Meldung des Wetterdienstes, die besagt, dass am Abend mit zunehmender Dunkelheit gerechnet werden muss. Kurz gefasst: „Alles bestimmt das Schicksal. Wenn Du an COVID stirbst, dann hat das eine höhere Macht entschieden.“ Und die Wahrheit?
Chinesischer Impfstoff hat einen Wirkungsgrad von etwa 50%. „Westlicher“ kontert dagegen mit 80 bis 90%. Nun hatte alle Welt den Chinesen angeboten, den wirksamen Impfstoff kostenlos zu liefern. China hat abgelehnt. Vielleicht aus Stolz? Oder vielleicht, weil es das Ziel, die Herden-Immunität gefährdet? Oder möglicherweise beides? Ich weiss es nicht.

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