Mentale Flatulenz

“ Die Dinge sind, wie sie sind. Sie sind nicht das Sein der Philosophen, sondern ideell gesehen eher ein Unding, das Nichtsein, quasi ein Unsein, non-verbal, entmaterialisiert und von größter Nachhaltigkeit, hier Raum nehmend, dort Dunkel und Licht vermischend zu einer nicht wahrzunehmenden Dämmerung im Nirgends, wo wo Bestes unbeachtet, wie Staub vom Winde, verweht wird. „

Lies nochmal!

Wie bitte? Bloß nicht! Der Himmel möge das verhindern. Wer so etwas schreibt, lebt in geistiger Umnachtung! Kann tatsächlich sein. Wer weiß?

Warum schreibe ich so ein Mikromonster? Es geisterte durch meinen Kopf wie eine Rolle Stacheldraht und musste raus. Ich habe es frei gelassen. Der Gulag im WordPress nimmt fast alle auf. Weggesperrt, und basta. Ausschlag gebend war allerdings, dass ich das auch lustig finde.

Ich sehe mich eigentlich in der Rolle des Clemens Pankert, der als Perkeo am Hof des Kurfürsten Carl Philipp von der Pfalz im Heidelberger Schloss als Hofnarr und Mundschenk beschäftigt war und des Fürsten Weinbestand verwaltete. Er war wohl ein hochaktiver Alkoholiker. Seinen Spitznamen Perkeo erwarb er, als man ihn nach einer Sauferei fragte, ob er noch einen Becher Wein haben möchte. Er soll geantwortet haben: „Perché no?“ Das ist Italienisch und heisst „warum nicht?“

Perkeo zu Ehren habe ich vor vielen Jahren in der Schloßweinstube etwas tiefer in meine Tasche gegriffen und einen Schwarzriesling zum Essen bestellt. Es gab Lammfilets, dieser Rotwein war vom Kellner empfohlen, und es war der beste Schwarzriesling, den ich je getrunken habe. Er kommt aus einer Burgundertraube, die auch Müllertraube oder Pinot Meunier genannt wird. Wenn Dir so ein Wein in die Finger fällt: Bloss nicht kaufen. Deutsche Winzer produzieren damit Plörre. Gut ausgebaute Schwarzriesling-Weine landen niemals beim REWE.

Wenn ich die Sache richtig sehe, habe ich mich wieder vergaloppiert. Oder vielleicht nicht. Negativ begonnen und positiv geendet – macht eigentlich Sinn …..

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