Kalamitäten

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Ich gönne mir das Vergnügen, auch in Kalenderfragen leicht die Orientierung zu verlieren. Darum mußte ich mit mir in einen Dialog eintreten, obwohl mir nicht danach ist. Ich kann das nicht auf Kommando. Aktuell ging es um die Frage, ob wir heute den 2. oder den 3. Weihnachtsfeiertag schreiben.

Ich weiss schon, dass man uns offiziell nur den 2. Feiertag gönnt. Der dritte ist von einem Autodidakten dazudefiniert – natürlich von mir. Es ist der Tag, an dem Weihnachten nachklödert ….. sorry, ich meine nachklingt.

So. Nach einer halben Stunde Googeln weiß ich, dass wir heute den 2. W-Tag haben. Und so habe ich das Nachklingen falsch terminiert. Ich kann das nicht korrigieren, denn am Heiligen Abendhat meine Tochter beinahe Haus und Hof verzockt. Mein Sohn und sie waren wohl der Meinung, man sollte das Kniffeln, ein Glücksspiel, ein wenig interessant gestalten. Ich hatte mich ausgeblendet, da ich nicht spiele, besser gesagt nicht mehr. Mein Sohn gewann meine Bratwürste, W. dagegen nur eine Flasche Olivenöl. Ärgerlich! Ausserdem hat mein Filius eine Rolle Küchenkrepp im Sack, und W. nur eine Rolle Klopapier.

Zu allem Unglück stand auf dem Spieltisch auch nichts zum Trinken. So etwas kenne ich nun garnicht, und ich schöpfe einen unbestimmten Verdacht, es macht mich schlechtgelaunt, und ich renne andauernd zum Klo, wo ich einige Flaschen Bier kühle ( Heee, im Waschbecken!) Mit einem ordentlichen Schluck aus der Pulle bin ich dann für Momente in der Lage zu entscheiden, olb ich mit einem 3er Pasch zufrieden bin, oder auf Full house spekuliere. Das passiert mir beim Zuschauen, wenn andere spielen. Ich selbst würde niemals meine Bratwurst aufs Spiel setzen.

So also verläuft in meiner, einer astreinen Atheistenfamilie, das Weihnachtsfest. Wir müssen noch 8 Stunden durchhalten, dann ist der öffentliche Teil beendet, und wir wenden uns dem Jahresende zu. Dazu nur wenige Worte. Ein hirnloser, asozialer Vollpfosten hat beide Tage, also Silvester und 1.1. auf Samstag/Sonntag gelegt. Wahrlich eine arbeitgeberfreundliche Regelung! Mehr sag‘ ich nicht.

Überhaupt – da mich keiner lobt, übernehme ich das selbst. Nur was man selbst erledigt, ist wohlgetan, stimmt’s?
Ich merke an, dass es mir gelungen ist, nicht kritisch über Weihnachten herzuziehen. Das wärer wohl eine unerlaubte Attacke auf die Gefühlswelt anderer Menschen, und saudumm.

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