Über das Ding

Genüsslich grinsend sitze ich bei meinem PC und denke über das Dritte, das tausendjährige Reich der Nazi’s nach. Schon im Alten Testament, insbes. bei Jesaia ist davon die Rede, Mystiker wie Himmler haben dort wohl abgekupfert.

Nun geht es mir keinesfalls um Urheberschaft. Copy/Past ist für alle, die sich bemühen, anspruchsvoll zu schreiben, so etwas wie Graubrot zum Frühstück. Man mag es nicht, aber man braucht es. Weil nichts anderes da ist.

Nein, es amüsiert mich der Mensch als solcher. Ich weiss es nicht, aber ich glaube daran: Er ist das komplexeste Lebewesen unserer Zeit auf dem Planeten Erde. Er ist so konstruiert, dass er sich selbst nicht versteht. Gemessen am Baum ist er eine verdammt widerliche Missgeburt. Widerspruch? Und dann kommt noch ein Hammer dazu. Es leben auf der Erde ca. 8,4 Milliarden dieses Exemplars, und das sind 8,4 Milliarden Individuen – alles Originale, jeder Einzelne anders als der Rest! Anders in Körper, Geist und Seele!

Ja, der Mensch hat in seiner Entwicklungsgeschichte viel Gutes getan. Sagt man das so? Ja, es ist unbestritten. Er hat viel Gutes hinterlassen. Der Haken: Gutes für sich. Niemals für andere. Ungut, dieses Gute. Ich werde den Verdacht mnicht los, dass man beim zweifelsfrei täglich praktizierten Egoismus unterscheiden müsste zwischen kollektivem und individuellem Egoismus.

Den des Einzelnen kennen wir zur Genüge. Er beherrscht ja auch unser Denken. Anders der kollektive. Es gibt ihn garnicht, er wird dennoch praktiziert. Jaaa, das geht. Wir hängen ihm nur ansehnliche Mäntelchen um. Da gibt es das Modell „Heimat“, das Modell „Vaterland“, und andere; in der Polit-Propaganda missbraucht man diese „Werte“, indem man plakativen Scheiß draus macht. Ja, selbst das Modell „Demokratie“ wird mißbraucht, um z. B. die unsinnige Raserei auf den Autobahnen weiterhin zu gestatten.

Wie auch immer: Aus meiner Sicht ist der Mensch das übelste Lebewesen auf unserem Planeten. Ich setzte ihm noch ein Faschingshütchen auf: Leider heisst meine Familie mit Nachnamen nicht Gott, sondern Risch. Sonst könnte ich mich als Herr Gott anreden lassen. „Moin, Herr Gott! Schönes Wetter heute! Ich werde in Bayern sein und bis um 17 Uhr 30 schaffen!“
„Was denn? Tot oder Umstellen auf protestantisch?“
„Weiss ich noch nicht. Mal sehen.“ „Kühe und Schweine gelten aber nicht!“ „Und wie ist das mit Ziegen?“

Quark. Ich bin Herr isch! Nicht Herrgott. Leider. Ich würde den Globus so gerne aufräumen! I have a dream! Wie Martin Luther King dereinst. Der Mann hat aus Versehen aus kollektivem Egoismus einen kollektiven Idealismus gepredigt. Er hat den Mund aufgemacht, und wurde erschossen. Ich halte lieber die Klappe zu.

Ich bemerke, dass ich mit verschwurbeltem Gedankengut Volumen mache. Herrisch: Es reicht!

2 Antworten zu “Über das Ding”

  1. Es gibt ja auch noch das Modell „Land der Dichter und Denker“. Frage mich nur, wo ich das suchen soll. Und das Modell „Führend in der Welt im Umweltschutz“ , ganz zu schweigen von dem Modell „CHRISTLICH-Soziale Union“.
    Ich schreib nicht weiter, ich übergeb mich lieber.

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  2. Ich lasse Schopenhauer für mich sprechen: „Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen.“

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