1083 – Alltag

vermisst

Es bahnt sich ein Drama an. Cilla ist …. wie schreibt man das in Polizeiberichten? …..abgängig ….. ich sage mal einfach, sie sei verschwunden. Cilla, unsere zierliche Streunerin, Katze von Beruf, ist anscheinend wieder mal in eine Falle getappt. Man fasst es nicht, aber Cilla’s Hauptfeind ist nicht der agressive Kater Sam, sondern es sind die vielen Garagen. Anscheinend muss sie wissen, was dort drin ist, und so schleicht sie sich unbemerkt in eine fremde Garage, und der Eigentümer schliesst das Tor. Dumm gelaufen. Thunfisch in Gelee gibt es dort nicht. Nur Kohldampf.
Dumme Sache. Die Stimmung im Haus ist nicht die Beste.

Dessen ungeachtet: Our Life is going on! Deshalb bin ich verärgert, weil mir mein Computer erzählt, es würde regnen, und die Aussenwelt erzählt, dass genau das nicht passiert. Das Regenradar zeigt über mir dicke Gewitterwolken, und ich sehe, das ist ein Windei. Meine Wolken sehen aus wie leergemolken. Zugegeben – es gibt Schlimmeres. Zum Beispiel können viele Weinbauern nur saure Rosinen ernten; die Trauben vertrocknen an der Rebe. Und unsere Äpfel haben einen Sonnenbrand. Ob die noch geniessbar sind, weiss der Kuckuck.

In GB hat man sich für Liz Truss als Premierministerin entschieden. Diese Frau – eine Lady möchte ich sie nicht nennen – sie hat nun eine Gratwanderung vor sich, und sie würde mir eine Riesenfreude bereiten, wenn sie dabei abstürzt. Truss soll nämlich den „harten“ Brexit verwirklichen und zugleich in Brüssel verloren gegangene Privilegien zurück erobern. Wie wir Brüssel erlebt haben, werden sie sich tatsächlich auf neue Palaver mit den Briten einlassen. Man vermutet, dass David George Hamilton Frost, der Baron Frost bereits mit den Füssen scharrt und auf ein Startsignal wartet, um rüber zu kommen und seine Forderungen zu stellen.

Weil ich gerade bei den Briten bin – wir leiden neuerdings an einem Komedo.
(lat.: comedere – essen) Ich rede von einem Mitesser, ein kleiner Kater namens Georges. Der macht, was Briten seit Jahrhunderten tun. Natürlich geht es ihm nicht um Geld. Aber er überfällt uns, frisst alle Näpfe leer und verschwindet wieder. Und das täglich. Very british! It’s a fucking scumbag!

Pannen passieren in letzter Zeit reichlich. Ich hatte zum Beispiel ein halbes Glas Rotwein umgekippt, und aufgewischt, was ich sah. Ich Depp. Gesehen habe ich n ur 10% der Schweinerei. Dann kommt W. in meine Bude – und sieht alles. Nun bin ch gespannt, ob mein Drucker noch funktioniert. Er kriegte die volle Ladung ab, bevor der Wein an die weisse Wand klatschte und den Gesetzen der Schwerkraft folgend
zu Boden rann, wo eine grosse Steckdosenleiste liegt. Die hat sich allerdings zur Wehr gesetzt. Alle eGeräte funktionieren noch – falls der Drucker mitspielt. Der neueste Unfall kam aus dem Gefrierschrank. Eine grosse Dose mit irgendwas. Mein Sohn hatte sie dort deponiert, weil sein Kühlschrank so ein großes Gefäss nicht aufnimmt. N un hatte er dieses Futter vergessen. Und ich dachte, ich hätte Sauerkraut eingefroren. Also aufgetaut ….. und dumm geguckt. Es war Sohnemanns Kartoffelsuppe mit Knoblauchbockwurst. Tja. Ich, ein Suppenfan freute mich und machte mir das Produkt heiss. Dann kam’s. Der erste LKöffel schmeckte wie Spülwasser, und so sah die Suppe auch aus. Wir im Norden nennen so ein Zeug „Plörre“. Ich habe die Wurst abgefischt, und mit dem Liter Brühe den Kanalratten ein Festmahl geliefert. In den Garten giessen wollte ich dieses suppenähnliche Getränk trotz Regenmangel nicht. Man weiss nicht, was man damit anrichtet.
Mal schauen, was noch an Pannen kommt. Wenn es losgeht, dann folgt immer eine Serie. Ich schätze, so um fünf Probleme – dann ist wieder Ruhe.

Mein Wettermelder teilt mit, dass der Regen aufgehört hat. Das ist definitiv falsch! Es kann nichts aufhören, was garnicht angefangen hat.
Das ist allerdings mein kleinstes Problem. Das wegen der verschollenen Katze geht an die Nieren. Ich bin zwar kein Katzen-Narr, aber die kleine Cilla gehört halt zur Familie. Wer ein Haustier hat, weiss, wovon ich rede.

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