1074 – Absurdes

Es reicht. Ich habe genug. Ich habe genug von dem ganzen Übel, das die menschlliche Gemeinschaft befallen hat, und insbesondere von den Psychopathen, die sich eine politische Führung erschlichen haben.

Ich habe auch den Rüssel gestrichen voll von mir selbst. Wie mir scheint, bin ich zum Vollidioten degeneriert. Als solcher kotze ich unentwegt ins Netz, und das ist eine Zumutung für die wenigen Leute, die meinen Kram, lesen.

Ich mag nicht mehr, und versuche, mich zurück zu nehmen. Es ist unabdingbar, dass ich mich in mein eigenes Territorium zurückziehe; schliesslich bin ich nicht in Deutschland, sondern in Rischistan zu Hause. Und Rischistan hat einen Status wie die Conch-Republik in Florida. Was das heisst? Zum Beispiel ist auf meiner Flagge ein stilisiertes Eisbein zu sehen, und kein Schwarz/Rot/Senf. Ich mag nämlich Schweine! (Seit ich die Menschen kenne)

Rischistan hat einige tausend Einwohner. Das sind zwei Menschen, zwei Katzen, mehrere hundert Schnecken, ca. 8.000 Braune Wege-Ameisen und 7 Stechmücken, ferner drei Igel, sieben Familien Spitzmäuse sowie zwei Erdkröten, ein grüner Frosch und ungezählte andere Insekten, also Futtertiere.

Ich selbst nutze die Infrastruktur der Deutschen und zahle dafür auf vielfältige Weise in deren räuberisches System. Allerdings gewöhnt man sich an den fremdbestimmten Dauerschmerz; er wird zum Begleiter für den Alltag und wirkt wie eine chronische Bindehautentzündung am Auge – man steht ständig unter Tränen und sieht aus wie das Leiden Christi. Das Eisbein auf meiner Flagge verliert oft an Kraft.

Nun, das sind Äusserlickeiten, und man sucht den inneren Frieden, wie er im Elbtunnel herrscht, wenn das System gesperrt ist. Man ruft „Frieden, Frieden!“ hinein, und ein Echo antwortet „Schiet, Schiet!“. Schliesslich gewöhnt man sich auch an diese Miss-Töne, schaltet vollends auf Durchzug, und wird wie der Durchschnitt. Das bedeutet Wegschauen, und ein wenig Quietschen, wenns weh tut. Man steckt Staatskrisen weg wie einen Schnupfen.

Mein Vater pflegte zu sagen: „Wenn Du so weit bist, kauf Dir einen Strick und häng Dich auf! Vor dieser Sorte haben wir schon 65 Millionen!“ Er war ein Theoretiker. Ich kaufe mir ein Anker-Tau, das 300 kg trägt, und das nützt mir nichts, weil der Ast über mir keine 90 kg schafft. So weit die Realität!

In meinem Land, in Rischistan ist vieles anders. Wo keine Krisen entstehen, tut auch nichts weh. Probehängen ist nicht notwendig. Es ist nahezu langweilig. Oder fast Schlaraffia ….. dann gehe ich gscheiter an die frische Luft unseres Gartens und zähle Viecher, vermutlich haben die Stechmücken schon wieder Nachwuchs; dann werden aus sieben gleich siebentausend, und aus 7 Litern Blut werden 5 Liter. Man sprüht im Haus alle Räume mit Irgendwas und beseitigt 7007 Tierleichen mit dem Stabsauger. Dieses Viehzeug wäre besser im Garten geblieben. Aber nein! Sie wollen mich als Wirt! Einen eiskalten Killer. Der auch mal Frust schiebt, weil er nicht an Putin rankommen kann. Einer, der Erfolge liebt. Bei dem das Eisbein auf der Flagge zu leuchten beginnt, wenn er etwas Gutes geschafft hat. Wie klingt meine Nationalhymne?

Ich töte Mücken, leis‘ und schnell!
Mein Eisbein, glüh‘ und leuchte hell!
Wer immer einen Krieg entfacht,
der spüre Rischistan’sche Macht!

Natürlich kann ich den Liedertext anpassen. Statt Mücken singe ich „Schnecken“, oder Fliegen, oder Ratten, oder …… lassen wir das. Ich habe zwar gute Ideen, will aber gerne friedlich bleiben!

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