1063 – Sprachdurchfall

Keine Ahnung, worüber ich nun schreiben will. Aber ich fange schon mal an. Mal schauen, was sich ergibt.

Essen und Trinken sind für die Arterhaltung extrem wichtig. Darum kann man viel darüber schreiben. Zum Beispiel Rezepte. Wie backe ich mein täglich Brot? Bierbrauen zu Hause – leicht gemacht! Wie ist das Ritual für die Öffnung eines 30 Jahre alten Bordeaux vom Chateau Pètrus? Nein, so etwas ist schlicht. Regelrecht ordinär.

Ich bevorzuge Extraordinäres. Ein Beispiel dazu:

Weisst Du, was ein Ponor ist? Nein? Das ist ok. Obwohl Du selbst ein Ponor hast. Wirklich! Ponore sind Schlucklöcher. Und eigentlich sollte man wissen, wo man seinen Schweinebraten reinschaufelt, und sein Bier reingießt. Nicht wahr?

Gut. Der Begriff kommt aus der Geologie. Im Karst bilden sie sich, die Ponoren, und sie schlucken ganze Flüsse weg wie nichts. Die fliessen dann unterirdisch weiter. So die Donau bei Bad Dürrheim in Baden-Württemberg. Bei Immendingen ist sie für 150 Tage im Jahr ganz weg.
Mitsamt allen Fischen. Natürlich sickern die Forellen nicht durch den Kies in den Untergrund, sie wandern dorthin, wo noch genug kaltes Wasser ist.

Mein eigenes Schluckloch ist ein wenig ramponiert. Aus einem halben Backenzahn, es ist der 2. Molar unten, ragt ein Nerv, der zwiebelt, wenns heiss oder kalt kommt. Ich mochte diesen Nerv gerne entfernen lassen und für den Organhandel freigeben. Vielleicht bringt er einen halben Tausender? Schlucklöcher sind gierig wie die A…. der Welt. Das ist wohl dem Egoismus geschuldet und kann nicht weggebügelt werden.

Teufel! Ich habe mit nichts angefangen zu tippen, bin über Ponoren und Molare beim Anus gelandet. Ich glaube, ein guter Weg sieht anders aus.
Sprachdurchfall, wie mir scheint ….. toll, nun habe ich auch den Titel für diesen Beitrag!

So. Ist nachgetragen. Und nun nix wie weg hier!

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