1056 – Theater

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Es gibt Menschen, die das Bauerntheater als Unterhalter schätzen. Ich muss das nicht haben. Wenn ich zum Tegernsee fuhr, dann aus anderem Grund. Aber ich gestehe ohne Umschweife, dass ich in dieser Beziehung verwöhnt bin,. und das durch das Internet. Diese technische Komponente hat den grossen Vorhang der Weltbühne weit geöffnet, und Hardcore-Zuschauer geniessen, was ihnen dort geboten wird. Ja, auch das Bittere, Ungenießbare wird konsumiert, auch wenn kein Auge trocken bleibt. Ja. Ich kann nicht umhin, mich zu diesem Voyeurismus zu bekennen. Auch ich nehme Teppich-Ecken hoch, um nachzusehen, was drunter liegt. Manches schmerzt, man könnte verzweifeln. Anderes amüsiert. Und wenn man lange genug unter die Teppiche geguckt hat, fügt sich alles zu einem gewaltigen Bild ….. ich glaube, es war Pieter Breughel der Ältere, der im 16. Jahrhundert „das Leben in Brabant“ in einem Gemälde zusammengefasst dargestellt hat; heute ist es ein wenig mehr als Brabant.

Nun nehme ich eine kleine Szene aus dem Monumentalgemälde in meinem Kopf. Spot auf China:

Man hat wieder mal einen General der chinesischen Volksarmee festgenommen, und seine Hütte durchsucht. Gefunden wurden wertvolle antike Gegenstände, 12 LKWs, die der Armee gehörten, und Bargeld in Dollars, Oiros und Renminbi. Es sind so viele Banknoten, dass man sie nicht zählen mochte. Also hat man sie gewogen. Die Waage zeigte eine Tonne Papier an. Das ist schon interessanrt. Demnächst gehe ich los, um Kartoffeln zu kaufen und bezahle mit 8 Gramm Oiros.
Wie auch immer, ich habe rasch ein Modell durchgerechnet; der General hatte mehr als 20 Millionen Oiros usw. in Wandschränken gelagert.

Nun darf man die Frage stellen, wo dieser Sack das Geld gestohlen hat. Die Antwort ist schlicht. Einige Sachkenner, echte Chinesen erzählen, dass von 100 Renminbi aus dem Militärbudget 20 beim Militär ankommen, und 80 in privaten Taschen verschwinden. Wen wundert es, wenn der Präsident Xi Jinping nun Generäle verschwinden lässt?

Nun hole ich zum fürchterlichen Schneizlreuther Rundumschlag aus:
Militärische Titel wie „General“ kann man in China kaufen. Damit steht das Tor zum Reichwerden weit offen, wie das obige Beispiel zeigt. Es gibt allerdings auch ein Tor zum Totwerden. Es sind schon zu viele Generäle einfach verschwunden.

Und nun die Frage des Tages: Wer will mit solchen Figuren in einen Krieg ziehen? Xi Jinping kann ja mal bei Putin nachfragen. Dessen Generäle können nicht mal einen leeren Saustall erobern. Man fürchtet allerdings die chinesische Marine und glaubt, sie sei kampfstark. Man hofft, die gut ausgerüstete Landmacht sei so schlimm organisiert und geführt, dass man sie nicht fürchten muss. Das ist falsch. Fürchten muss sich China, denn 1 Million Soldaten unter Waffen sind auch mit Eßstäbchen bewaffnet. Die Kerle wollen jeden Mittag Pekingente auf dem Teller sehen. Es sind ganz schlechte Zeiten für solches Geflügel!

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