1035 – Draussen (bösartig)

Reg.-Direktor X beim Morgengebet

Vor meinem Fenster auf der Terrasse stehen einige Blumenkübel von beachtlicher Größe. W. hat Bäume hineingepflanzt. Kann sein, es sind Apfelbäume. Einer trägt Früchte. Sie sehen wie Äpfel aus, ich zähle 3 Stück. Vermutlich sollen sie am Baum reifen bis kurz vor dem Runterfallen. Man möchte nun endlich erfahren, wie ein Apfel schmeckt, wenn er nicht in einer finsteren Lagerhalle nachreift. Und ich gestehe, dass es mich beruhigt, wenn ich für die Apfelernte keine rumänischen Erntehelfer besorgen muss.

Dennoch ist man, wie jeder Landwirt, besorgt. Ich mache das mal an einem realistischen Beispiel fest. Heute ist nämlich Donnerstag. Und wie der Name schon sagt, war Donner angekündigt. Gewitter also. Dieses traf auch tatsächlich ein. Gegen 14:30 Uhr signalisierte Donner, man sei nun hier angekommen. Ich blickte aus dem Fenster – Blitze wurden eingespart, vermutlich wegen der Energiekrise. Immerhin regnete es sachte, ca. 30 Sekunden lang. Dann zog das Unwetter weiter, und ich sitze wieder mit Sonne im Gesicht, aber es gab als Dessert keine Abkühlung, sondern Schwüle. Ich sage es unmissverständlich: Auf so einen Scheiss kann ich gerne verzichten.

Das bringt mich einigermassen in Rage. Ich kann nicht umhin, zu fragen, warum das so krumm läuft, mit dem Wetter und so. Der Süden säuft ab, und mir vertrocknet das Obst auf der Terrasse. Ständig wird gutes Trinkwasser rausgetragen, um den Durst von jungen Bäumen zu stillen, und diese Wesen saufen wie Löcher. Warum ist das so, wie es ist?

Da gibt es Leute, die euphemistisch Klimawandel nennen, was eine Klimakatastrophe ist. Und sie formulieren Klimaziele. Das ist besonders pfiffig, aber das Klima hält sich einfach nicht an deren Vorgaben! Die USA auch nicht. Sie fahren den Umweltschutz runter auf Null; dort regiert nicht ein John Biden, sondern milliardenschweres, asoziales Drecksgesindel. Das nur nebenbei.

Bei aller Verbitterung über die unerfreuliche Situation auf unserem Planeten muss man im Auge behalten, dass der Mensch gegen die Katastrophe ankämpft. Seine wichtigste Waffe nennt man „Klima-Konferenz“. Man konferiert wie die Teufel nach dem Motto „viel bringt viel“. Besonders wichtig sind der richtige Sitz der Krawatte, Fressen und Saufen auf Staatskosten und mit einfältigem Grinsen in die Objektive von mindestens 20 Kameras gucken.

Tja, und den kleinen Rest an Massnahmen sollen die Bürger bringen. Da gibt man halt mal eben so 52.000 Oiros für eine Wärmepumpe aus, wo soll man denn sonst hin mit der Kohle?

Ich geh‘ dann mal. In der Küche wartet ein Borschtsch. Den esse ich nun auf, bevor Putin das bemerkt und hier zur Rettung der russisschen Kultur einmarschiert.

Politniks und ihre Helferlein, die Beamten – eine Nummer für sich. Ich gucke neulich im TV eine Sendung der Reihe „extra3“, dort zeigt man eine Schallschutzwand an einer vielbefahrenen Strasse. Man hat – vermutlich aus ästhetischen Gründen – eine Lücke produziert. Genau bei dieser Lücke stehen 8 Wohnhäuser, die Bewohner kriegen den Radau der Strasse voll aufgetischt. Aber ….. genau daneben schützt der Schallschutz eine stillgelegte, zerfallene Fabrik. Der für die falsche Placierung der Lücke verantwortliche Beamte hat das Problem nicht verstanden, resp. er wollte das nicht verstehen. Das ist eine von mehreren tausend Fehlleistungen aus deutschen Amtsstuben. Dort wäre ein Klimawandel dringend erforderlich – allein die Chefs ….. oh Gott, vergiß es!

Das hier Getippte habe ich mir flüchtig angesehen. Es liest sich wie eine Haßtirade. Ist mir sowas von egal! Aber der Schein trügt. Ich pflege seit vielen Jahren eine abgrundtiefe Verachtung für den Staatsapparat. Nichts weiter. Heute hat mich wieder mal das Wetter getriggert. Die kriegen nicht mal ein ordentliches Gewitter mit Blitz, Donner und Regen zustande. Man muss froh darüber sein, dass wenigstens die Uniformierten noch in der Lage sind, auf vernünftige Weise Verwarngeld zu kassieren. So weit ist es schon gekommen.

Und jetzt gehe ich in meine Küche. Wegen Putin.

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