993 – Resi

„Dieser verdammte Ort war wirklich seltsam. Nur Gras, keine Bäume. Es war kein Berg, nur flaches Land. Es regnete jeden Tag und die Sonne kam jeden Tag heraus. Der Boden war ganz nass. Zuerst versanken die Avantgarde-Truppen im Moor. Wenn Sie versuchen würden, sie herauszuziehen, würden Sie auch sinken. Sie konnten nicht aussteigen und auch nicht gerettet werden. Man konnte sie nur sterben sehen. Sobald wir diese Lektion gelernt haben, lassen wir die Tiere zuerst laufen. Wenn das Tier sinken würde, würden die Menschen nicht sterben. Was für ein komischer Ort. „

Ist dies aus einem Reisebericht über einen Besuch in Ostfriesland? Nein, der Text stammt von einem Chinesen, Xie Fei mit Namen, über den langen Marsch der 1. Roten Armee Chinas auf der Flucht vor Kriegsübel und den Kuomintang, und er beschreibt den Marsch durch die berüchtigten Grasländer im Westen Sichuans.

Resi aus dem Münsterland weiss Bescheid. Ihr Bauer hat ihr in einer Musestunde davon erzählt. Hat ihr von Mao Zedong vorgeschwärmt. Sie ist gelangweilt und schlecht gelaunt. Fragt sich, wieviele Liter Milch sie noch geben muss, bis man ihr endlich einen Kurzurlaub auf einer Allgäuer Alm gönnt. Diskussionen mit ihrem Chef dazu haben noch keine Ergebnisse gebracht. Ihn zieht China magisch an. Diese Reise wird er machen, denkt sie, und zwar ohne die Schöne, die liebste Resi.

Den Kontakt des Bauern mit dem Schlachtbetrieb in Steinfurt hat Resi nicht bemerkt.

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