939 – Quo vadis?

939 – Quo vadis?

Das Feuer der Fackel ist längst erloschen.
Die Freiheit versinkt
in einem Meer von Unwissen, Ignoranz,
Dummheit, Grossmachtgehabe und
der verzweifelten Suche nach Identität.
Das Sündenregister aus vergangenen
Jahrzehnten soll ausgeglichen werden,
indem man Pseudo-Religionen einsetzt, und
den einzigen Gott, der greifbar und
begreifbar erscheint: Das Geld.
Ein Blick von draussen offenbart
die Erbärmlichkeit einer Gesellschaft,
die Besseres zu leisten in der Lage ist,
und die Besseres verdient hat, als
von Soziopathen und Psychopathen
angeführt zu werden. Ihre Egomanie
hat die menschliche Gemeinschaft
zerstört, und der Schaden ist irreparabel.

Wer sich nach einem gut funktionierenden
Gemeinwesen seht, möge sich mit einem
Ameisenstaat anfreunden.
Man hat im brasilianischen Regenwald
während eines Hochwassers beobachtet,
wie unzählige Ameisen ins Wasser gingen,
sich verhakten, um so eine Insel zu bauen –
und zu ertrinken. Auf dieser Insel überlebte
der ganze Staat mit seiner Königin.
Hätten sie menschliches Verhalten gezeigt,
so wären alle ersoffen.

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