920 – Arbeit

Da bildet man sich ein, ein abgebrühter Hund zu sein, den nichts mehr aus der Spur bringen kann. Da ist man sich seiner Sache gerwiss, nämlich auch, dass das Alter un d die Lebenserfahrung vor Erschütterungen schützen würde. Denkste!

Da kommt eine einzige, lausige Nacht daher, die diesbezüglich einen Irrtum offenlegt. Gut. Man mag daher kommen und tiefgründig anmerken, Irren sei menschlich. Und ich, gutmütig bis tolerant wie ein Backstein in der Mauer kann das hinnhemen, als wäre es nie gesprochenes Wort bzw. Satzungetüm. Ich kann das. Aber was habe ich davon? Geschehen ist geschehen, und ich habe nun mal anscheinend die ganze Nacht an einem Text für diesen Blog geschrieben. Im Bett. Schlafend und träumend. Und nun sitze ich in meinem kleinen Office udn bin ebenso müde wie lustlos. Wohlgemerkt:_ Von 6 Stunden Schlaf! Und das Schlimmste: Ich habe keine Ahnung, an welchem Thema ich nächtens entlang geschrieben habe. In wachem Zustand – vielleicht auch nur halb wach – weiss ich ohne jeden Zweifel, dass mein Text fertig geschrieben und sau-schlecht war. Es war in meinen Sinnen festgemauert, dass ich ihn so nicht hochladen kann. Und zeitweise habe ich meinen eigenen Schrieb nicht mehr verstanden. Und wenn das Unterbewusstsein es so will, findet man auch keine Lösung. Man kriegt keine Delete-Taste zum Löschen angeboten – basta! Und so ist man, durch eigenen Willen nicht belastet, in der wahrlich üblen Situation, sich unter Zwang durch sein eigenes Textungetüm schrauben zu müssen, das sich anfühlt wie Stahlbeton, und dies, bis sich die Harnblase mit Krämpfen meldet. Ich kam jedenfalls geschlaucht aus dem Badezimmer und wagte nicht, wieder ins Bett zu gehen.

Mag sein, dass dort ein Wäschewechsel fällig ist. Oder meine Halbe Bier, mein Schlummertrunk war schlecht. Schmiermittel von der Abfüllanlage drin, oder so.
Hat Zahnpasta eigentlich ein Haltbarkeits-Limit? Der Feind kann nicht überall sein, aber überall sind Feinde! Wenn mir heute alle Zähne ausfallen, habe ich dann Covid-19?

Es isr doch so: Als Mensch der Moderne hat man verinnerlicht, nicht in der Vergangernheit zu leben, sondern immer nach vorne zu schauen. Wir arbeiten an einer besseren Zukunft! Und manchmal sind wir voll im Flow und überholen uns selbst, brüllen „wir schaffen das!“, un d plötzlich stehen wir in einer Wüste, und erkennen: Was wir geschafft haben, war nur eine Fata Morgana. Da ist weit und breit nicht mal ein Wasserloch. Wir haben wieder einmal mit Illusionen gehandelt, statt mit der Wirklichkeit.

Achottschen. Ich wollte jetzt nicht dramatisch werden. Es ist doch nichts weiter als natürlich, dass der Durchschnittsmensch nicht in der Lage ist, den von ihm so gerühmten Fortschritt und seine Auswirkungen in der Zukunft zu verstehen und zu bewerten. Die Veränderung der Erdatmosphäre ist ein aktueller Beweis dafür – Geld ist noch immer wichtiger. Moment mal. Um was geht’s hier? Das ist doch wohl meine Träumerei ….. nicht das Klima!
Motor aus, 1. Gang einlegen, Handbremse ziehen und aussteigen, aber ein wenig flott!
Nur Deppen fahren über München, wenn sie von Hamburg nach Bremen wollen.

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