915 – Kultur

Kennst Du die Schinkenstrasse am Ballermann in El Arenal auf Malle?
Ich nicht.
Offenbar habe ich etwas versäumt.

Nun sah ich gestern im TV einen kurzen Ausschnitt
vom Leben in besagter Strasse:
Ein betagter „Schlagersänger“ stand auf einem Tisch und sang:
„Ich hab ne Zwiebel auf dem Kopf,
ich bin ein Döööner!“

Natürlich war ich sofort begeistert.
Es gibt sie noch, die Idealisten,
die deutsches Kulturgut in der Welt verbreiten!

Leider hat er nicht den korrekten Text gesungen.
Der geht anders:
„Ich hab ’n Döööner im Kopf,
bin eine Zwiebel!“
Es ist nicht der Döner, sondern die Zwiebel,
die dem Zuhörer Tränen in die Augen treibt!

Originell wäre auch:
„Ich habe Erbsensuppe im Kopf,
ich bin ein Würstchen!“

Um solches deutsches Liedgut unbeschadet zu überstehen,
bieten sich zwei Wege an.
Entweder man säuft sich mit Sangria hackedicht,
oder man geht aufs Klo zum Weinen.

In Berlin ist gerade anderes modern:
„Ich hab‘ Gehampel im Kopp,
bin eine Ampel!“
Und der Bundeskanzler Olaf I. tanzt auf dem Tisch!

Schon recht. Ich sollte mir mal gründlich den Mund auswaschen.
So richtig mit Kernseife.

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