905 – Diverses

Ich habe den Rüssel gestrichen voll vom Brotbacken. Heute habe ich wieder so eine Kanonenkugel angefertigt. Es ist das erste wirklich geniessbare Roggenmischbrot aus der Hand eines Gehirnamputierten.

Ich hatte viel gelesen, und einiges erfolglos probiert. Heute ist der Tag der Rache. Alle Brotrezepte sind gelöscht, ich habe frei Schnauze gebacken, es gibt ein halbwegs gutes Brot, und Erkenntnisse, wie ich noch optimieren kann.

Der Zeitaufwand für das Brotbacken ist lächerlich gering. Man muss nur anwesend sein, wenn die Uhr klingelt, weil z. B. die Temperatur reduziert werden soll. Man dreht am Temp-Regler, wischt sich den Schweiss von der Stirn, und liest weiter. Aber ….. worüber keiner der Superbäcker schreibt, ist der Aufwand beim Abwasch. Es ist ein beständiger Kampf gegen Mehl und gegen klebrige Teig-Klüten, vorwiegend an Schüsseln und Töpfchen. Dort muss also optimiert werden.
Das ganze Gedöns, das man zum Thema liest, ist nicht viel wert.Oder positiv gesehen beschreibt es, was man garantiert nicht machen sollte.

Anderes Thema. Frage: Wenn man 82 Jahre alt ist, ein Brot gebacken hat, und wenn die Uhr 15:30 anzeigt, darf man dann ein Bier trinken? Mir ist so sehr danach, und ich traue mich nicht. Habe eh schon einen schlechten Ruf in der Nachbarschaft. Dabei habe ich schon als Kind gesungen: „Wasser säuft das liebe Vieh, fallera und falleri!“
Ich schaue ungeduldig auf die Uhr. Schon wieder 10 Minuten ohne Alk geschafft!

Nächstes Thema. Heute hatte ich zu Mittag eine Suppe. Ich binso etwas wie ein Suppenfetischist und habe als solcher verschiedene Vorlieben.
Selbst kochen – das passiert mir selten. Ich öffne lieber Dosen, die man mir ins Haus liefert. Natürlich weiß ich, was in der Dose ist. Bei einigen Produkten ist die Qualität erbärmlich. Aber das Zeug ist als Basis für m e i n e Suppe brauchbar. Ich erzähle mal kurz, was heute dazu ablief.
Ich griff mir eine Dose Erbsensuppe und eine mit Bihun-Suppe. Kippte beides in einen Topf und schmeckte ab. Danke, so nicht! Tomatenmark rein – schon besser. Süsse per Rübenkraut rein – zu süss. Korrektur mit Zitronensaft. Worcestersosse rundete ab. Dann kam Chilisosse dazu – ein guter Scharfmacher. Und nun? Nichts. Die Suppe ist gegessen. Sie war gut, und selten. Keiner wird sie nachbauen, sie gehört ganz mir.

Es ist halb fünf. Darf ich jetzt ein Bier ….. ?

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