869 – Böse

Übereinstimmung mit tatsächlichen politischen Verhältnissen wären unbeabsichtigt und rein zufällig entstanden, sie sollten nicht für bare Münze genommen werden. Die Kritik bezieht sich auf einen Planeten, den wir Erdenmenschen nicht sonderlich schätzen. Also reine Science fiction, nichts sonst!

Dort, auf besagtem Planeten herrschen

· Machtmissbrauch
· Egomanie
· Selbstüberschätzung
· Habgier
· kriminelle Energie
· Menschenverachtung

Das sind wesentliche Merkmale für die politischen Systeme der Gegenwart. Unfassbar, dass die Bewohner in ihrer Jahrzehntausende andauernden Entwicklungsgeschichte nicht in der Lage war, für die Wahrnehmung ihrer vitalen Interessen eine humane Organisationsform zu implementieren.

Die staatstragenden Systeme sind zerrüttet, instabil geworden durch Unfähigkeit, Kumpanei im Interessenverbund, und durch Korruption. Politik und öffentliche Verwaltung schaden mehr, als sie nützen. Ihre Bilanz ist deutlich negativ.

Man könnte diesem Endzeitszenario
einen brutalen Touch hinzufügen, indem
man die Hauptakteure eines Kriegs
auf das berüchtigte Knöpfchen drücken lässt:
Atomkrieg vernichtet
die nördliche Hemisphäre dees Planeten, sie ist
für zirka 5000 Jahre nicht bewohnbar,
wenige Überlebende mit geringen Überlebenschancen,
Verantwortung für den Mega-Hit trägt der andere.
Die Regierungsbunker sind überfüllt, aber
keiner traut sich auf die Strasse: Dort wartet der Mob.

Vergiss es. Schaurig schön, aber zu brutal.

Die Regeln zur Besetzung politischer Spitzenpositionen lassen jede Schandtat zu. Schullehrer und Maurergesellen wurden Verteidigungsminister, ein Finanzbeamter Ministerpräsident, ein Western-Held wurde zum US-Präsidenten gewählt, und ein Bodybuilder versucht es ihm gleichzutun, Psychopathen ordnen Völkermord an – es wird nichts Ekliges ausgelassen.

Zu allem Übel führen zu jedem Machtzentrum zahllose Schleimspuren; Hof- und Gefälligkeitsjournalismus erzeugen die übelste Sorte verrotzter Linien in Richtung Lichtgestalten der Staatsgeschäfte. Opportunismus beherrscht die Szene. Aber nicht die Leuchten der Regierung wirken als Magneten auf das Heer der Kriecher, nein, es ist ein Ziel von Wert – es sind die riesigen Fleischtöpfe!

Auf das Privileg, Demokratie genannt zu werden, möchte man nicht verzichten. So hat man eine Arbeitsteilung eingeführt. Die Arbeiter füllen den grossen Fleischtopf, die systemischen Parasiten leeren ihn im Schweisse ihrer Angesichter. Zudem lässt man über den Essensplan der Kantine abstimmen. Der Arbeiter darf für den Freitag entscheiden, ob er Ei mit Spinat oder Ei mit Senfsosse essen möchte. Das ist Spitze. Mehr Demokratie geht garnicht.

Ich deute an, wo man jenen Planeten findet, der hier skizziert wurde: Er liegt im zweiten Quadranten, in der äussersten linken Ecke unserer Galaxie.
Und: Suchen ist zwecklos. Auch in der Welt der Universen sammelt sich der Dreck in den Ecken. Es ist wie in meinem Büro.
Gegen universelle Gesetzmässigkeiten ist der Mensch machtlos.

Wieviele Ecken mag man auf einem bewohnten Planeten finden? Ich schätze vorsichtig: Mindestens 23. Aber man kann in jede Ecke hineinleuchten: Oh, Politik! Riecht wie Hundescheisse! Unappetitlich! Nix wie weg hier! Dann doch lieber echte Hundehaufen – die kann man beseitigen.

%d Bloggern gefällt das: