834 – Trauer

Heute, am 25. 04.2022 verstarb Siegfried. Es waren ihm vom Schicksal nur 10 Tage des Lebens vergönnt.

Meinem russischen Vorbild entsprechend habe ich aufgeräumt. Wer hier keinen ordentlichen Job macht, wird eliminiert.

Seine sterblichen Überreste hat man in einem Massengrab verscharrt. Der Ort heisst Mülltonne. Besuche sind unerwünscht.

Seinen Job übernimmt nun Hermann, sein Bruder. Ich warte ab; der Mülltonnnen-Deckel ist noch aufgeklappt, der ganze Kübel wartet auf weiteren Input.

In der Zwischenzeit habe ich ein Brot mit Hefe gebacken. Anstelle von Essig habe ich so um 10 g Sauerteig hinzugefügt. Ich nenne das grosspurig „aromatisieren“.

Diverse Arbeiten im Backbereich führten dazu, dass ich meine Kleidung wieder tüchtig
mit Mehl verschmutzt habe. Ich sehe aus wie in Camouflage-Klamotten der Bundeswehr. Sie nennen das Zeugs Kampfanzug. Ich mein Zeug …. neuerdings auch.

So. Nun habe ich meinen Hefeteig kontrolliert. Seine Gärzeit ist um, und das Mistding ist nicht aufgegangen, also nicht grösser geworden. Habe ich Gift an den Fingern, oder ist die Trockenhefe kaputt? Ich habe nochmal ein Päckchen Hefe reingeknetet; diese, die vierte Sorte aus meinem Schrank muss gesund sein. In Warmwasser geschüttet fing sie sofort an, Bläschen zu bilden.

Und schon kommt mein Putin wieder in mir hoch. Wenn der Breotteig nicht aufgeht, knete ich eine Puppe draus und hänge sie am Hals auf – draussen. Im Apfelbaum.
Vielleicht kann die Vogelwelt damit etwas anfangen.

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