831 – Vormittag

Es ist vergnüglich, im Radio zu hören, dass in Berlin und sonst wo auf der Welt wieder einmal die politische Kacke am Dampfen ist, während ich in Ruhe und mit Genuss meinen Kaffe trinken und über Nichtigkeiten nachdenken kann – über Nachbarn, kaufen wir heute diese, oder besser doch jene Brotsorte, sich auslassen über die geschmacklichen Vorzüge eines Sauerteigbrots aus Bauernhand, dabei eine Menge Pflaumenmus verdrücken, am besten mit griechischer Joghurt unterfüttert, und endgültig zu entscheiden suchen, ob junger Gouda oder alter Emmentaler zum Überbacken eines Nudelauflaufs geeigneter wäre.

Übrigens: Ein Meiserich hat sein Weib nun endlich so weit gekriegt, dass sie mit ihm in unseren Brutkasten zieht. Man baut gemeinsam an der Innenausstattung. Während er mit kleinen Balken ankommt, die er niemals quer durch das Schlupfloch gesteckt kriegt, und sich damit herumschindet, fliegt sie mit weissen Daunen ein und Wusch! ist sie drinnen. Ich empfinde das Beobachtete als Schmach für mein Geschlecht. Dieser Depp scheint zu glauben, dass sein Weib mit ihm auf einem Fuder Brennholz kuscheln wird. Und dann kriegt er es nicht mal in die Hütte getragen.

Wenigstens ist er der Hübschere von beiden. Schön, aber doof. Nur zum Pfeifenputzen zu gebrauchen. Ich bin verbittert. Fühle mich als Drohne – wie die der Bienen natürlich, nicht die der US-Streitkräfte. Bienen-Männer sterben umgehend, wenn sie nicht mehr benötigt werden …. für das Kindermachen. Das ist wohl der Grund, dass Bienenvölker so gut funktionieren: Reine Frauenwirtschaft.

Im Moment bin ich versucht, mal so richtig über die Männerwelt herzuziehen ….. ich lasse das lieber. Sinnloses Gedöns, mehr nicht. Wie gut, wenn man kreativ veranlagt ist. Ich packe meine Emotionen wieder ein, gehe in die Küche und hole mit ein Abendbrot. Das macht Sinn.

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