809- Siegfried

Es ist wohl erforderlich, mich in Sachen Sauerteig zurückzunehmen. Sigi als Dauerthema – unvorstellbar. Allerdings ist er nicht das große Thema, sondern eher Randfigur.

Ein wenig blumig formuliert geht es uns um die Reise durch das Brotbacken, und das ist nun mal komplex und unbekanntes Territorium. Unentwegt taucht – wie ein Standard – die Frage auf „Und was jetzt?“ Findet man im Netz eine Antwort, so ist man zufrieden und folgt der Empfehlung. Aber man findet nicht eine, sondern sieben verschiedene Antworten, und was bringt man damit zustande? Klar: nichts weiter als „Und was jetzt?“ Man läßt einige derbe Flüche folgen und entscheidet „intuitiv“, also meist falsch. Dann guckt man sich das Ergebnis an, und im Hirn formuliert sich wie von selbst „Und was jetzt?“


Und Du schaust Dir Deine Manövriermasse an. Mehl und Wasser, mehr gibt es nicht. Dann den fabrizierten Bockmist. Das ist dann ein Moment, in dem sich die Geister scheiden. Der eine gibt auf und klopft alles in die Mülltonne, und der andere ist trotzig und raunzt in seine Teigschüssel hinein „Mit Dir bin ich noch nicht fertig! Du kennst mich nicht, aber ich sage Dir: Du landest punktgenau dort, wo Du hingehörtst – im Backofen!“

Es kann geschehen, dass dann aus dem Ofen ein durchgebackenes Roggenbrot kommt, mit dem man anschliessend in ein Sägewerk an die Gattersäge muss, weil es hart wie Buchenholz geworden ist. Keine Frage, der Weg zur Mülltonne wäre kürzer.

STOP ! Nicht so hurtig! Mir fällt für den harten Klotz auf die Schnelle ein gutes Dutzend Verwendungsmöglichkeiten ein. So gross und so hart wie ein Pflasterstein aus Blaubasalt, und wiegt nur 400 g – die Luxus-Variante für Protestierer, und lustig für die Medien: „Polizeiobermeister von einem Stück Roggenbrot getroffen. Die Polizeiführung spricht von einem Attentat und wird den Verfassungsschutz einschalten!“

So gesehen müsste ich diese Dinger dann en gros backen, also mindestens 60 pro Tag. Wegen der Effizienz.

Jetzt geht der Gaul mit mir durch. Schluß damit!

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