807 – Drahtzieher

Russland zerstört Teile der Ukraine. Angeblich will man am Ende der Bemühungen das zerstörte, und verstörte Land in die russische Föderation eingliedern.
Ich gestehe, der Sinn dieses Vorgehens erschliesst sich mir nicht.
Nochmal anders: Ich will die Kuckucksuhr vom Nachbarn. Also dringe ich in seine Wohnung ein, nehme die Uhr und werfe sie solange gegen die Wand, bis sie in 27 Teilen vor mir liegt. Die sammle ich auf und verschwinde, freue mich über meine Kuckucksuhr.

Putin ist nicht dumm. Ich gehe davon aus, dass ihm die Ukraine gleichgültig ist. Mit dem Starten des Kriegs verbindet sich ein anderes Ziel, über das nicht geredet wird.

Indizien weisen in folgende Richtung:
Der Ukraine-Krieg ist ein Test. Man versucht, ein Bild zu generieren, das die Verhaltensweise der Welt, der Machtblöcke und einzelner ökonomisch wichtiger Staaten im Fall von gewaltsamer Okkupation von Land zeigt. Das ist klug gedacht, denn man braucht zuverlässige Info’s für Risiko-Analysen. Nur: Nicht die Russen sind es nicht, die profitieren könnten. Ihre Denk- und Handlungsweise ist schlicht, eher stalinistisch geprägt.

Drahtzieher sind die Chinesen. Sie streben die Weltherrschaft an, und sie reden darüber offen. Sie planen langfristig, verwenden die zum Erobern die Salami-Taktik und sind durchaus erfolgreich. Sie beherrschen zum Beispiel die Trinkwasserversorgung Australiens zu 100%. Nur wenige wissen, wie weit China mit seinen Plänen schon gekommen ist. Aber auch Xi Jinping arbeitet nicht fehlerfrei.
Er will mit Gewalt Taipan okkupieren, und hat dann die USA als Gegner am Hals – hierzu nützt ihm der Ukraine-Test nicht.
Ausserdem fürchtet er seine innenpolitischen Probleme. Er kann seine 1,4 Milliarden Chinesen nicht in den Griff bekommen, weil das Staatswesen durchgängig verrottet ist.
Und es kommt hinzu, dass das Ekelpaket China mit dem Rest der Welt nicht kompatibel ist.

Ich muss das wohl illustrieren, damit man mich versteht. Ich ging in Wuhan über einen Bauernmarkt und sehe ein lebendes Kaninchen ohne sein Fell. Das arme Tier zitterte wie Espenlaub. Ich möchte einen Menschen, der so Kaninchenfleisch verkauft, nicht zum Nachbarn haben. Der Durchschnitts-Chinese ist nicht empathiefähig. Ich erzähle nicht, was man mit weiblichen Säuglingen gemacht hat. Zum Bau des Drei-Schluchten-Damms hat man Menschen umsiedeln müssen. Der Staat hat Geld bereitgestellt, damit die Betroffenen anderswo neu beginnen können. Nur: Sie haben nie Geld gesehen. Die Millionen verschwanden in den Taschen von Beamten und Funktionären. Es läuft ein brutales, erbarmungsloses System, und die Regierung ist machtlos. Sie versucht, ihren Leuten Tischmanieren beizubringen, wenn sie ins Ausland reisen wollen. Auch das noch! Ich habe erlebt, wie man in China schlemmert. Reiner Vandalismus, und dazu passt dann auch der grosskotzige Auftritt dieser Proleten.

Ich bin nun kein grosser China-Kenner. Aber ich hatte viel Zeit und Muse, mich mit einem Sinologen über das hier angerissene Problem zu unterhalten; dieser Professor lebt in jedem Jahr 6 Monate in China und darf als kompetent gelten.

Wenn wir Chinesen mit unseren moralischen Masstäben messen, müssen wir sie zwangsläufig als übles Gesindel wahrnehmen – und als Mitmenschen ablehnen.

Das ist das dritte, unüberwindbare Problem Xi Jinpings und seiner Staatspartei CCP.

Nebenbei bemerkt: V o r dem Ukraine -Konflikt gab es zwischen Russland und China eine lebhafte Diplomatie, und Insider berichten, es seien 25 Verträge abgeschlossen worden, deren Inhalt streng geheim bleiben muss. Ich verzichte auf Vermutungen, bin auf beiden Augen leider blind. Aber ich weiss, dass jetzt die Zeit für massive Sanktionen gegen China gekommen ist. Wenn man heute den China-Handel unterbinden würde, fiele das Reich der Mitte zurück ins Mittelalter – wo sie hingehören.

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