803 – Kuchen

Ohne jeden Zweifel kann die Welt auf Apfelkuchen verzichten.
Daran ändert auch der Umstand nichts, dass bei
1 Mio. Apfelkuchen keiner irgendeinem anderen gleicht.
Ursache für die Vielfalt ist, dass 1 Mio. Apfelkuchenbäcker
dabei am Wirken sind.

Natürlich gibt es dabei hervorragende Backwaren, so wie auch Übles aus Backöfen gezogen wird. Aber das Übelste – so meine Erfahrung – wird von Profis gegen gutes Geld verkauft:
Blätterteigboden, angefüllt mit einer undefinierbaren Mumpe aus dem 10-Liter-Eimer einer Mumpen-Fabrik, belegt
mit einer dünnen Schicht zerkochtem Apfel. Und dann der Gag:
Abgedeckt mit einem Zuckerguss!
Du kennst gewiss diesen Schweinkram aus „Profi’s Hand“?

Wenn die Welt nun doch nicht auf den Apfelkuchen verzichten möchte, so sollte eine Montage-Anleitung zur Hand sein, die mit geringem Aufwand zu einem guten Produkt hinführt:

Irischer Apfelkuchen

500 g saure Äpfel schälen, vierteln, würfeln max. 10 mm Kantenlänge

Saft 1 Zitrone über die Apfelstücke träufeln

Rum o. irish Whiskey nach Belieben drüber giessen
und dann ziehen lassen

180 g Butter
125 g Zucker
3 Eier schaumig schlagen

180 g Mehl
Prise Salz
2 TL Backpulver (gestrichene TL) unterrühren

Äpfel unterrühren. Vorsicht mit der Brühe! Der Teig könnte zu flüssig werden; lieber weggiessen.

Springform fetten, mehlen

Teig einfüllen

Ofen 220 Grad Unter-/Oberhitze / 45 Minuten backen

Nach 15 – 20 Minuten evtl. Alufolie drüberlegen, falls tiefbraun.
Puderzucker kann, muss aber nicht drauf.

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