764 – Musik

Ich fasse es nicht.
Bis vor 10 Minuten habe ich nicht gewusst, dass es in der U-Musik ein Genre gibt, das man Neue Deutsche Härte nennt. Was zum Teufel ist das? Ich denke, man darf vieles vergessen oder nicht zur Kenntnis nehmen. Ob ich die schwarz-braune Haselnuss von Heino mitsingen kann, oder ob man mir das verboten hat bewegt nichts, garnichts. Aber darf man eine ganze Musikrichtung einfach verpassen wie den Bus nach Lüneburg?

Mir ist es halt passiert. Es hat damit zu tun, dass ich in dieser Kulturecke nicht zu Hause bin. Heavy metal? Mitnichten. Ich raste bei Heavy Mett aus. Operette. Zigeunerbaron. Mein idealer Lebenszweck ist Borstenvieh! Hochgebildete kennen das und können das – singen. Und wenn ich – um den Viehhändler Szupan zu ehren – mit einem Mett-Igel kämpfe, dann tue ich das mit Genuss!

Spass beiseite. Über die Neue Deutsche Härte bin ich gestolpert, weil W. mir einen Link zur Originalversion von „Zeit“, eine Rammstein-Produktion schickte. W. meinte, damit einen Beitrag zu einem meiner Lieblingsthemen zu liefern. Nebenbei: W. ist ein Kürzel und steht für “ ….. was meine Tochter ist“.

Jedenfalls hat W. recht, und ich weiss nicht, warum. Vielleicht bin ich süchtig nach der Endlosigkeit von Zeit und Raum. ( Es juckt mich. Aber in diesen Bus steige ich heute nicht ein.) Schwamm drüber!

Ich habe mir „Zeit“ von Rammstein angehört. Am Ende des Titels war ich richtig angefasst. Ich habe den Song nicht nur gehört, sondern auch gefühlt. Und dies, obschon ich in dem Sektor HEAVY nicht zu Hause bin und eher versehentlich hineingeriet. Ich weiss natürlich um die Wirkung von Harmonien auf die menschliche Seele; heute habe ich erfahren, dass auch die brachiale Gewalt der Krawall-Musik von Rammstein eine solche Tiefenwirkung haben kann. Ich muss gestehen: Ich bin ziemlich überrascht und einigermassen erstaunt.

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