753 – Verwirrung

Es gibt Menschen, die lösen ein Problem, das sie noch garnicht erkannt haben. Das geschieht nur selten zufällig. Nein, sie haben eine sehr spezielle Gabe der Weissagung.

Zum Beispiel hat man vielleicht im Keller einen schiefen, uralten Schrank stehen. Man richtet ihn auf und schraubt ihn durch die Rückwand ans Beton. Nach vorne gedacht und Problem gelöst.

Und dann hat man ein Sprachproblem. War der Schrank am Zusammenbrechen oder am Auseinanderfallen? Man findet einen Ausweg: Er war halt kaputt. Und nun kann man vielleicht wieder 180 Liter Eingewecktes reinstellen, ohne dass er …. warte mal ….. zusammenbricht ist wie implodieren oder auseinanderfällt, was wie explodieren aussieht. Was sagt nun das Orakel?

Vermutlich geschieht beides gleichzeitig. Das ist hochinteressant, weil physikalisch eine Unmöglichkeit. Und doch geschieht es. Die Seitenwände klappen zur Seite weg (explo) und die inneren Regalbretter fallen in sich zusammen (implo), und – oh Wunder – die Rückwand steht wie eine Eins, da an die Wand geschraubt. Wenigstens das!

Und?

Ha, ha! 180 Gläser Eingewecktes Obst und Gemüse am Boden, gut gemischt mit Glas-Scherben – das ist Arbeit für 2 Tage, und im Winter macht man, was ohnehin von Beginn an richtig gewesen wäre: Alles in Dosen kaufen.

Wenn dann aber in der Küche eine Dose Tomaten explodiert, weil der Inhalt vergammelt, so ist das auch nicht reines Vergnügen – ausser für die Nachbarn. Deren Ohren kriegen Besuch von den Mundwinkeln, und man steht ohnmächtig daneben und betet „Herr, mach was! Lasse sie explo ….. implodieren!“

Unfug! Drücke ihnen einen Putzlappen in die Hand, und schon sind sie weg. Mit Putzlappen.


Schluss mit dem Dolce farniente; Meditation möchte ich mein Tun und Nichttun nicht nennen. Ich singe weder Mantras noch Sutras. Aber den Gedanken freien Lauf zu lassen, hat etwas Positives. Es kann erholsam sein, wenn man sich wenigstens zeitweise nicht um Corona, die Ukraine, die USA und andere Übel kümmert. Das Hirn wird auf „inkontinent“ geschaltet, und man lässt es einfach laufen, ohne Pampers, da Trockenübung!

Ich habe es gerade laufen gelassen und mitgeschrieben (siehe oben). In meiner Kindheit, das war vor mehr als 70 Jahren hat man für mich den Readers Digest abonniert. In einem der Hefte las ich einen Beitrag mit dem Titel „Meditation in Idlewild“. Verstanden habe ich den Artikel wohl nicht – aber das Gedanken fliessen lassen ist hängen geblieben. So habe ich nun ein 70-jähriges Training hintert mir und verdiene einen schwarzen Gürtel in der Disziplin Fliessen lassen. So etwas wie den 8. Dan im Karate. Ich denke eimer-weise Sinniges und Unsinniges, und um nicht durchzudrehen kippe ich die vollen Eimer ins Klo. Oder es reitet mich ein Teufel, dann schreibe ich es auf, muss es aber loswerden – und genau dafür hat man einen Blog!

Soeben habe ich meinen ersten Schmetterling, also einen aus dem Jahrgang 2022 gesehen. Wir haben strahlenden Sonnenschein bei 10° C, und neben den Krokussen blühen nun drei Narzissen. Dieses Arrangement lässt hoffen, dass der Winter wirklich vorbei ist.

Oh Gott ….. es fließt schon wieder …..

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