684 – Jammer

Es ist gleichgültig, ob ich in meine Kristallkugel schaue, oder aus dem Kaffeesatz lese – aus der Distanz betrachtet kommt immer Satire zustande. Man labert und labert über die Psychopathen in der Weltpolitik und kaschiert nur die eigene Machtlosigkeit

Sieh’s doch mal so:

Der Fuchs bricht in den Hühnerstall ein und greift sich eine Henne. 29 andere Hennen regen sich fürchterlich auf und machen einen Heiden-Spektakel. Und sie drohen dem Fuchs, ihm den Zugang zum Hühnerfutter zu versperren.
Der Hahn als Militär ist eine Figur wie Hauptmann Bluntschli, das Schokoladen-Soldätli aus der Satire „Helden“ von G. B. Shaw.
Er sitzt weit weg vom Gemetzel, versteckt und gewärmt durch eine hübsche Henne, und frisst nur, was im Futter der Praline gleichkommt.

Der Vergleich mit dem Pralinensoldätli lässt sich nicht aufrecht erhalten. Ich musste 6 Wochen lang Brot essen, das man aus Algen herstellte. Die Küche war dann am Absaufen, weil 300 Mann das Brot auf den Fussboden warf und Bratkartoffeln mit Spiegelei kaufen wollten.
Es gab auch eine Szene, wo wir wegen ungeniessbarem Käse rebllieren mussten. Es vwaren runde Teile wie dieser Handkäse, also 50 mm-Geschosse. Man hat diese Dinger gegen die Decke geworfen. Ich sehe heute noch 5 dieser Käsestücke an der Decke kleben.

Hauptmann Bluntschli dagegen liess sich von seinem Schätzchen mit Pralinen füttern.

Die Parallele? Bluntschli war an der Teilnahme beim serbisch-bulgarischen Kriegsgeschehen „verhindert“. Der Deutsche Michel muss den Feind mit seiner Mütze bewerfen, denn mit Waffen und Munition ist er nur dürftig versorgt, also auf diese Weise verhindert.

Weils mir gerade einfällt: 47 Milliarden für die Verteidigung – der grössere Anteil davon fliesst als „Beitrag zum NATO-Bündnis“ in Richtung USA.

Unglaublich, aber wahr: Rund 180.000 deutsche Soldaten mit einer Effizienz nahe Null sind nichts weiter als Dekoration. Die werden bei der Kampfstärke der NATO auch noch mitgezählt!
Wir nennen das ein Potemkin’sches Dorf – nichts als Kulisse.

Dies ist ein Exemplar der Waffe, die ich beim „Bund“ in die Finger kriegte. Es ist ein Geschenk der USA, eine Canadian Ross Rifle MK III aus dem Jahr 1942, ein 16 Jahre altes mörderisches Teil, aber immer noch gut genug für die Luftwaffe. Ich habe daraus insgesamt 5 Schüsse abgefeuert. mDas Ding schoss immer links um die Ecke. Meine Kugeln landeten nicht auf der Zielscheibe, sondern irgendwo im Nirwana. Ich habe dann den Holzschaft der Waffe in 4 Stücke zerschlagen und dem Hauptfeld die Trümmer auf den Tisch gepackt. Der guckte und brüllte los, als würde man ihm die Fingernägel rausreissen.

Warum diese kleine Geschichte? Nun, sie soll den Ernst der Lage nachhaltig unterstreichen. Wir wollen doch Kriege ….. ahem ….. gewinnen!

Und nun ist die Kacke am Dampfen. Der so sehr gefürchtete Iwan läßt die Hosen runter und beginnt einen Eroberungskrieg Richtung Westen. Putin hat die Ukraine gefrühstückt. Man darf das als erledigt betrachten. Was nun dort folgt, haben die Amerikaner zur Genüge beispielhaft praktiziert; es ist nicht der Rede wert. Was aber geschieht, wenn Putin sich den nächsten Happen holt, die baltischen Staaten? Das ist dann die Stunde der Wahrheit.
Riecht es nicht schon heute nach Weltkrieg drei ?

Is ja gut! Kaffeesatzlesen ist natürlich Quatsch. Analysen der Weltpolitik, die Entwicklung von Szenarien, daraus ableitend die notwendigen Vorkehrungen und verbleibende Defizite und Risiken beschreiben und die Fortschreibung erdachter Entwicklungsmöglichkeiten – all dies gehört in die Hände von Fachleuten. Wenn es die nicht gibt, müßte man sie erst noch züchten. Ich kann nur darauf hoffen, mich zu irren.

Das Bundesministerium für Verteidigung wird von einer Rechtsanwältin geleitet; einen Bäckermeister hatte man gerade nicht zur Verfügung.

In diesem Ministerium sitzen 2.500 Mitarbeiter(innen). 1350 Soldaten sind im Einsatz. Soldaten gibt es. Man zählt nicht 160.000, sondern 183.000. Ich habe das endlich recherchiert. Schaue, und denke! Du landest immer bei der Frage, was 181.650 Soldaten den ganzen Tag so treiben. Das ganze techn ische Equipment scheint verrottet. Von 10 Hubschraubern kriegen 7 den Hintern nicht hoch. Sollen die von Celle nach Gifhorn verlegt werden, dann muss man LKWs davor spannen und sie auf ihren Kufen über Landstrassen schleifen. Nun sind aber auch 4 von 10 LKWs kaputt; 6 laufen noch, weil man 4 ausschlachtet, um Ersatzteile zu gewinnen.

Der Heeresinspekteur Alois Mais: „Die Bundeswehr steht mehr oder weniger blank da“.

Hier noch ein leckeres Dessert.
Das Oligopol mit Putin an der Spitze hat sein Geld in der Welt grössten Geldwaschmaschine deponiert, in London. Die Politiker wissen das. Aber sie wollen nun die Konten von Ilia, von Boris und von Elena einfrieren.
Nein, wenn man die Russen finanziell schädigen möchte, müßte man den Krieg gegen Großbritannien führen, denn die dort machen die Tür zum Tresor nicht freiwillig auf. Nähme man den Engländern in London das Geld der Russen weg, dann wäre das so, als hätte man einem Stuhl ein Bein abgesägt.
Ist das nicht lustig? Um die Russen hart zu treffen, muss man den Briten in den Hintern treten – ein Brüller!

Ich sage mal:

Wert gucken will, hat drei Möglichkeiten.

Da ist die Zukunft – leider, oder Gott sei Dank völlig vernebelt. Da ist die Gegenwart – sie existiert garnicht. Und da ist die Vergangenheit; dort zu graben bringt einiges zu Tage. Man schaut zurück,. und kann etwas erzählen. Darum ist der Blick zurück so beliebt.

Was wir vergessen, ist der Blick nach vorne. Er ist ebenfalls ergiebig – sofern man Pläne hat, den Istzustand fortschreibt usw.

Für die Gegenwart haben wir uns ein Gedankenkonstrukt geschaffen. Es ist die Summe einer Riesenmenge von Momenten, gross genug, dass wir sie wahrnehmen . In dieser künstlichen Zeitspanne geschieht ein kleines Stückchen Leben, und in einer Unmenge dieser Zeitspannen ein ganzes Leben.

Man frage mich nicht, was das nun mit meinem Eingangsthema zu tun hat. In Meinem Hirn herrscht irgendwie Unordnung. „Ein alter Sack im Flow“

Ich sollte wieder in meine Manchesterhose steigen, diese mit Drachsätel befestigen – das finde ich schon wieder amüsant!

Man fällt aus seiner Zeit! Ich sollte demonstrativ meine alte Manchesterhose überziehen, ein Nur dasmit Drachsätel montieren, um sie oben zu halten, und mich mit weissen Tennissocken schmücken. Nur damit die natürliche Ordnung wiederhergestellt ist. Warum nicht? Ist doch Karneval!

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