679 – Zweifel

In Lukas 23:34 steht sinngemäss geschrieben:

Vergib mir,
denn ich weiss nicht,
was ich tue.

Vor 5 Minuten habe ich bei Google nachgelesen, was ein Blog ist.
Das Ergebnis ist eindeutig. Ich bin ein Blogger. Ich weiss jedoch
noch immer nicht, ob das etwas Gutes, oder etwas Übles ist.
Aber ich denke mir, das Millionen Menschen bloggen.
Das zu tun ist zumindest nicht aussergewöhnlich.

Schauen wir auf die Qualität.
Es finden sich alle denkbaren Schattierungen,
also von hochklassig über professionell, und
Mittelmass bis unterirdisch. Es ist alles da.
Wer Spass am Durchforsten hat,
wird zum Rosinenpicker. Ok, das ist weiss Gott keine Tragödie.
Schliesslich kann man sich als Stammleser dort
eintragen lassen, wo man sich wohl fühlt.
Dennoch gleicht das Surfen bei WordPress manchmal
dem Fußmarsch durch eine Wüste.

Und meine eigenen „Sachen“? Ich weiss nichts darüber.
Schreibe was runter, lade es hoch und vergesse es.
Dann kommt ein Like, und ich muss erst mal nachlesen,
um was es geht. Und die Quali? Sehr durchwachsen.
Von gut bis Schund. Aber Handarbeit.
Alles selbst geschrieben.
Ich spüre, dass mir etwas fehlt,
weiss aber nicht genau, was.
Ich liefere Hausmannskost ab, keine Haute cuisine.
TK von Frosta – kauf ich nicht.
Mein TK-Geschriebenes kaufe ich auch nicht.
Gehört mir schon. Ich hab’s selbst gekocht. Naja.
Mittelmaß ist so unbefriedigend!

Die Ursache meiner Limitierung ahne ich.
Ich bin vermutlich geistig ein Krüppel.
Ein oftmals hartes Leben im 20 Jahrhundert
könnte so etwas bewirkt haben.
Man baut zum Selbstschutz Mauern um sich.
Nichts Schädliches kann rein, aber es kann auch
nichts Gutes raus. Nur Drogen öffnen Türen.
Sollte ich jetzt täglich zu viel Absinth saufen
und mir ein Ohr abschneiden?

Nun schleudere ich durch mein Thema; im Grund gibts
überhaupt nichts zu sagen. Also warum schreibe ich dazu?
Nun, wie in den meisten Fällen habe ich eine Antwort parat.
Gute Texte lesen kann vergnüglich sein.
Schlechte Texte dagegen sind bestens geeignet, sich über
den Autor zu ärgern und ihn im Stillen zu beschimpfen.
Das baut Stress ab.
Ist doch was, oder?
It’s time to say Goodbye …..

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