678 – Unheil

Diese Zeit, meine Zeit ist wieder eine Lebensphase,
die sich durch Unbestimmtheit auszeichnet.
Es ist ein Zustand unserer Welt,
behaftet mit Risiken und Konflikten,
die sich wie ein dichter Nebel
über unser Leben legt,
der uns den Atem nimmt,
und der droht, uns die Zukunft zu stehlen.
Wehe den Schwachen
und den Lebensunerfahrenen.
Ihnen fehlt die Stärke der Zuversicht
und die Gewandtheit beim Umgang mit Krisen,
und sie fühlen sich mit Recht allein gelassen
in Situationen, die überfordern.
Es zerbricht eine Gesellschaft,
statt Gemeinsamkeit herrscht Egoismus,
so lernen es die Jungen von den Alten,
und sie verinnerlichen das Gelernte.
So müssen sie erfahren,
dass in schweren Krisen nichts stützt,
dass man weitgehend allein dasteht
und der Hebel zurückschlägt.
S0 muss man Schmerz ertragen
und man wird fordern und klagen.
Vergeblich ruft man um Hilfe,
bittet und verlangt die rettende Hand,
vergebens, denn man hat in guten Zeiten
soziales Denken und alle Empathie begraben.
Und die Erinnerungen?
Sie trösten nicht, nein!
Sie schmerzen.
Ich habe die gute alte Zeit erlebt.
Sie war eindeutig besser.
Es scheint, wir fahren in den Abgrund.
Wie tief wir fallen werden,
weiss vielleicht der Himmel.
Ich weiss es nicht.
Aber ich weiss, es wird einen Gewinner geben.
Nur einen.
Es ist unser blauer Planet.

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