673 – Angefixt

Furchtbar. Ich bemerke, dass der Wunsch nach Senkung der Heizkosten allmählich zur „fixen Idee“ gedeiht. Heute ist Sonntag, die Uhr zeigt „9“, und ich habe schon wieder anderthalb Stunden mit diesem Thema verbracht. Als gäbe es nichts anderes!

Ich rufe mich zur Ordnung. Mein neuer Tick darf nicht in meinen Blog abstrahlen. Oder interessiert sich irgendwer für den Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) meiner 22 Fensterscheiben, die zum grössten Teil noch aus dem Jahr 1976 stammen? Ich höööre nichts!

Nein, statt dessen möchte ich mein Standvermögen loben. Irgendwer muss es tun, denn ich brauche das. Meine angeborene Bescheidenheit verbietet mir solches eigentlich, aber ich kann es halt am besten von allen, zumal ich der einzige im Spiel bin. Worum geht es?

Früher, das meint so vor 10 Jahren und älter, konnte ich Regenperioden mit einer Dauer von 6 Wochen ohne Probleme aushalten. Danach bin ich stets in Rage geraten.
Die heuer laufende Regenperiode dauert gefühlt nun schon 6 Monate, das ist 4 x so lang, und ich verfolge diese Wetter-Langeweile mit Gleichmut. „Das, Alter, machst Du diesmal richtig gut!“

So, nun ist es gesagt und geschrieben. Muss reichen.

Himmel, mein Kaffee wird kalt! Wärmeverlust am Kaffeebecher! Wie hoch ist zum Teufel sein Wärmedurchgangskoeffizient? Ich muss jetzt rasch die Raumtemperatur messen!

Okay, ich höre ja auf ….. muss eh in die Küche. Heute gibts Schweinebauch mit Knusperkruste und geschmorten Äpfeln, die ich im Verbund mit Zwiebelchen temporär zu Gemüse ernenne. Morgen sind Äppel wieder Obst, ich halte da schon Ordnung.
Mein Küchenmotto heute: „Es wird a Schwein sein, und i werd immer noch sein ….. „. Das oder Ähnliches singt man doch in Österreich beim Heurigen, oder? Tut mir leid, ich bin da nicht so präzise, es ist das Alter und dazu die ewige Frage „Wachsinn oder Schwachsinn?“

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