655 – Absturz

am Königsee, St. Bartholomae, 2007

ausgemustert 2022

Aber im Keller: Weglachen ist gesund und souverän.

Man komme mir nicht mit Eitelkeit. Ich habe Gründe, diese Bilder vorzuzeigen.

Da ist eine Abneigung gegen Gestalten ohne Gesicht, wie sie heute der Pandemie wegen üblich und notwendig sind. Man kann einen Gast bitten, die Hose runter zu lassen, um vom Hintern abzulesen, ob er gut gelaunt oder zornig ist. Nur der da hinten sagt immer dasselbe: Sonnenschein!

Da ist mein Spieltrieb. Es hat viele Jahre gebraucht, bis ich meine Pocketcamera wieder flott machte. Nun ist sie es, und sie soll arbeiten; halbe Sachen mache ich nicht freiwillig. Knipsen un d vorzeigen – das macht Sinn. Wenn ich das nicht will, setze ich mich vor einen grossen Spiegel.

Und da ist ein Beleg, was das Leben über 15 Jahre aus einem Menschen macht. Etwas ganz anderes. Gewiss, ich könnte mich rasieren und mir eine Maß Bier vor die Nase stellen, das brächte eine direkte Aussage über die Veränderung am Kopf. Die der Physiognomie, sagt man das so? Die Veränderung der Visage – das paßt. Aber wir verändern uns auf verschiedene Weisen. Hier die Gesamterscheinung. Das ist eine ganz andere Sicht, nicht wahr?

Um einem Verdacht zu begegnen: Nein, ich lebe nicht wie Diogenes in einem Fass! Ich hasse Fässer – wenn sie leer sind!

Diogenes von Sinope ( um 413 bis 323 v. Chr. )

Reichtum ist die Kotze des Glücks.

(Diogenes)

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