553 – 552

Ich hatte den Fernseher ausgeschaltet, auf eine leere Seite die 552 – gemalt und mich gefragt: Was jetzt? Nuscht. Keine Idee.Naja, dachte ich, denk halt ein bisschen vor Dich hin, vielleicht kommt etwas hoch, woher auch immer ….. dann kam der erste Satz hoch: Der Narr sitzt auf dem Thron und lacht.

Das geht nicht weg. Das ist so albern wie ein Fleck von Roter Bete auf dem Hemd. Und genauso penetrant. Naja, denke ich, es geht ihm halt gut dort oben, hat alles, was ihm Freude macht …..

Und dann geht es weiter. Ich spinne eine Fabel zusammen, die man Kindern verkaufen könnte, und quäle mich. Gereimtes ist nicht so mein Fall. Sprachliche Feinheit ist mir fremd. Ich bin ein Waldschrat und war mit Holzfällern unterwegs. Derbe Redekultur, Bier, Brot und Käse – das ist eine Brotzeit, die Spass bringt. Hinterher riecht der ganze Buchenwald nach Limburger Käse, und manche Bäume fallen von selbst um.

All das geht mir beim Reimen duch den Kopf, und ich weiss, dass selbst Heinrich Zille um Klassen besser geschrieben hat.

Ich schreibe weiter, und in meinem Inneren bildet sich die Gewissheit, dass ich etwas für das Puppentheater schreibe. Und diese Erkenntnis stiehlt mir die Motivation, weiter zu machen.

Ich reime weiter, wie blöd. Finde das Loch zum Ausstieg nicht. Reime weiter. Weiss, es ist Zeit, aufzuhören, finde kein Ende – und höre doch auf. Rasch eine Schaufel Sand drauf, und hoffen, dass keiner den Pfusch bemerkt.

Und so liegt er vor mir, der Kretin. Ich pflücke ihm liebevoll meine Fehler aus dem Fellext. und es fällt mir dazu ein Witz ein:

Frau mit Baby im Bus, dazu einige Männer. Einer sagt zu der Frau:“Mein Gott, ist das Kleine häßlich!“ Der Sitznachbar:“Mann, bist Du ein grober Holzklotz! Das sagt man doch nicht!“ Die Frau ist betroffen, will aussteigen. Sagt: „Ich gehe zum Fahrer und frage ihn etwas.“Und der verständnisvolle Sitznachbar: “ Lassen Sie den kleinen Schimpansen ruhig hier! Ich werde auf ihn achten.“

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