540 – div.

Heute früh gegen acht Uhr hatte ich mich vor meinen PC gesetzt, um einmal in den Tag hineinzuphantasieren; ich hatte Vorstellungen zur Frage entwickelt, was mir so ein Freitag wie dieser hier bringen mag.

Inzwischen ist es 14 Uhr, und ich hatte dazu noch kein Wort zustande gebracht. Es ist so, und ich weiss es aus Erfahrung in betrieblicher Praxis bei Projekten: Bert Brecht hat recht. ER reimte

Ja, mach nur einen Plan
und sei ein großes Licht!
Dann mach noch ’n zweiten Plan –
gehn tun sie beide nicht.

Ich bin mit einem Pott Kaffee gestartet, wie es sich gehört. Dafür nehme ich mir viel Zeit. Genußsüchtige sind so drauf. Mit dem letzten Schluck bat die Fußpflegerin um Einlass. Sie machte ihren Job mit dem Ergebnis, dass meine Füsse genauso häßlich sind wie vorher. Aber noch während ich nach irgeneinem Nutzen der Aktion suchte, erschien eine Schwester Doris vom Pflegedienst, um ihren Job zu erledigen. Danach zog ich mich zurück, suchte Schutz in meiner kleinen Butze, auch, um ein wenig Obst zu verdrücken. Am Apfel bin ich dabei gescheitert. Da liegen 4 Stück in meiner Obstschale, die sind essbar, aber ungenießbar. Nein, das ist kein Widerspruch! Und so musste ich mich mit Clementinen begnügen. Und aus Frust hae ich mir 2 Koteletts aus dem Eis geholt, die tauen immer noch still vor sich hin. Sobald ich sie trennen kann, bin ich in der Küche, dann gibt es irgendwann Leckeres. Ich plane Mischgemüse, Koteletts nature und eine Balsamico-Honig-Sosse (mit Gemüsebrühe und Rotwein aufgemotzt). Das Fleisch steht seit Stunden auf meinem Schreibtisch und taut langsam auf. Und ich sitze dabei und wehre die Angriffe von 3 Katzen ab.

Nach den Clementinen wollte ich mit dem Schreiben endlich beginnen, als W. erschien. Meine Tochter hatte einen Anruf und erzählte mir nun, dass sie – vielmehr mein Auto im Vorweihnachtsrummel auf einem Parkplatz einen Kontakt mit einem anderen Auto hatte. Beim Ausparken beider Fahrzeuge haben sie sich in der Mitte der Fahrspur getroffen. Es entstand folgender Schaden: Keiner am Lack, keiner am Blech.
Beide Fahrer haben verzweifelt nach Beschädigung gesucht und nichts gefunden.
Nun, 14 Tage danach kommt der Unfallgegner mit einem Kostnvoranschlag einer Werkstatt über 1500 Oiro. Angeblich sei das Spaltmass zwischen Karosserie und Stossstange vergrössert und eine innen liegender Sensorleiste defekt.

Sensoren für Parkhilfe usw. gehen regelmässig kaputt. Der Tausch kostet zwischen 85 und 220 Oiro, je nach Mannstunden-Aufwand. Den Sensor selbst kaufe ich für 20 Oiro. Ich habe also einen Fall von Versicherungsbetrug der Werkstatt an der Backe.
Schliesslich war eine Recherche erforderlich, weil der andere Fahrer falsche Daten angab. Ausser seiner Handynummer stimmte nichts.

Beim Abschluss meines Kfz-Versicherungsvertrag hatte ich gottlob einen lichten Moment und dabei Rabattschutz vereinbart. Damit habe ich einen Unfall pro Jahr frei. Das bedeutet, ich werde nicht von SF-Klasse 30 auf 15 runtergestuft, was mich einige Hunderter kosten würde. Man sieht, es gibt auch immer wieder Positives zu entdecken! Musstu nur gucken!

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