480 – Jugend

Wie eine losgelassene Furie
wirbelst Du durch Dein Leben,
verletzt Dich selst,
verletzt andere,
auch jene, die Du schätzt
und die Du im Grunde deines Herzens
liebst, ohne es zu wissen,
weil Du noch nicht gelernt hat,
Deine Gefühle zu lesen,
und weil Du überfordert bis,
wenn alles sich ändert,
wenn Wechselbäder
die Sinne verwirren.
Und es fehlen Dir die Vorbilder,
die Dir so nahe sind,
dass sie Dich stützen könnten,
die Dich auf dem Weg
zur reifen Persönlichkeit begleiten,
die das einbringen würden,
was Dir noch fehlt,
um ein scheinbar Ganzes zu bilden.
Und sollten sich Deine Helfer einfinden,
so wirst Du sie im Regen stehen lassen,
ihre Hilfe ablehnen
und letztlich lernen
durch schmerzvolle Erfahrungen.
So ist der Weg durch die Jugend,
und Du musst das Dilemma aushalten,
dass das Gute mit dem Übel
in direkter Weise korrelieren kann.
Man darf sie nie vergessen, jene Zwei,
die zwei Seiten der Medaille,
die 2 Gesichter eines jeden Objekts.
Und die eigene Dualität.

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