463 – Liebe

Vom Tisch gefallen und wieder aufgesammelt:

Es wird kaum gelingen, eine tief empfundene Liebe durch Pragmatismus zu entzaubern. Zwischen Vernunft und Emotion liegen ganze Welten, die nicht zu überbrücken sind.

Man sagt, die gelinde Form von Wahnsinn, die wir Liebe nennen, brauche Zeit, um verhandelbar zu werden. Fachleute reden von 2 bis 3 Jahren Toleranz, bevor eine „gesunde“ Normalität entsteht.

Wer allerdings als Kind keine Liebe erfahren hat, wird zeitlebens keine tiefe Liebe empfinden und geben können. Solche Menschen lieben auf ihre eigene Art, und diese ist nicht bedingungslos, sondern durch pragmatische Züge geprägt.

Wer die tief empfundene Liebe, diese aussergewöhnliche Emotion nicht erleben kann, leidet nicht darunter. Was er nicht kennt, das vermisst er nicht. Und was er bei anderen Menschen sieht, das versteht er nicht. Mit Gefühlskälte hat das nichts zu tun.
Auch er geht so grosszügig mit seinen Gefühlen um, wie es ihm möglich ist. Aber er ist daran gehindert, seine Ratio zu ignorieren.

Gefühlskalt sind Menschen, denen Werte wie Empathie, Toleranz und Liebe gänzlich fehlen. Eigenliebe ist keine Liebe im Wortsinn, sondern eine exaltierte Ausprägung des Egoismus – siehe Narzissmus.


Ich rede gerade mit mir. Warum schreibe ich das? Korrekte Antwort: Ich habe keine Ahnung. Ich hätte genauso gut über „Pizza infernale“ schreiben können. Ist mir nur nicht eingefallen. STOP! Es gab doch einen Anlass dazu: Cari saluti, Natalia!

%d Bloggern gefällt das: