462 – Wetter

Aufgepasst! Mittlerweile haben mich 3 Meldungen erreicht, die unisono aussagen, es wären Zugvögel unterwegs – jetzt kommts – n a c h N o r d e n ! Und das Mitte November, der Winter hat noch nicht richtig begonnen!

Anno Tobak war dieses Vogelverhalten in Frühjahr ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Winter vorbei war. Das Federvieh ist irgendwie von der Rolle und hat die Orientierung verloren. Wenn’s dann im Januar tiefgefroren auf dem Acker liegt, gibt es preiswert Graugans auf Apfelrotkohl. Das freut so manchen Spaziergänger.

Überhaupt, die Tage im November gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Der Blick aus dem Fenster offeriert immer wieder Langeweile; wer gescheit ist, lässt die Jalousien runter und macht sich 3 kg Kartoffelsalat. Damit ist man richtig gut beschäftigt, und es ist ein richtig gutes Ende zu erwarten.

Ich schaue nochmal aus dem Fenster. Alles wie gestern. Inzwischen glaube ich, dass wir heute immer noch Gestern haben, oder Vorgestern. Ich schlafe ja viel, und weiss deshalb nicht, was in den Phasen meiner Abwesenheit alles geschieht, beziehungsweise nicht geschieht.

Ich kann gut damit leben, dass Vogelschwärme am Himmel Chaos verbreiten. Aber es gibt Anzeichen dafür, dass uns das Chaos auch auf der Erde erreicht. Das Thermometer zeigt 10° plus, statt 1° minus. In unserem Vorgarten blühen zur Zeit Stockrosen und Löwenmäulchen. Und die Igel weigern sich, in den Winterschlaf zu gehen. So etwas geht mir ziemlich auf den Senkel. Die Natur sagt mir, ich sei wohl von vorgestern, also nicht mehr auf dem Laufenden, und ich solle mich gefälligst updaten. Noch so ein bisschen, und ich fange damit an, das Vaterunser zu beten! Verlass‘ Dich drauf – ich kann das und ich mache das!

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